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22 Trainerinnen und Trainer aus den vier Ländern der Bodensee-Region haben gemeinsam die Trainingsinhalte für die Talent Days Bodensee im September in Bregenz gestaltet.

Es soll etwas Großes entstehen am Bodensee. Und alle dürfen mitmachen. Ab diesem Jahr sollen sich alle zwei Jahre mehrere hundert Sporttalente aus den Anrainerländern und -staaten treffen, voneinander und miteinander lernen und gemeinsam auf Leistungssportniveau trainieren. Im April haben sich Trainerinnen und Trainer aus der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland in Bregenz getroffen, um die ersten „Talent Days Bodensee“ im September vorzubereiten. Philipp Groborsch von der Vorarlberger Landesregierung, Mitglied des Organisationsteams, freute sich: „Heute endet eine sechsjährige Vorbereitungsphase. So lange hat es nun gedauert, bis eine Idee in die Tat umgesetzt werden konnte.

Die Talent Days Bodensee sind ein Projekt der Arbeitsgruppe Bewegung und Sport der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) und wurden in enger Kooperation mit den nationalen olympischen Dachorganisationen der beteiligten Länder Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland vorbereitet. In verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gibt es innerhalb der IBK bereits Austausch und Zusammenarbeit. Nun soll der Sport folgen: Organisiert wird ein mehrtägiges Talent-Trainingscamp, zum Start erstmal in kleinerem Rahmen. Los geht’s mit Schwimmen, Klettern, Handball und Volleyball. Klettern wird in Dornbirn stattfinden, alle anderen Sportarten in Sportstätten in Bregenz, also direkt am Bodensee. Bis zu 300 Talente im Alter von 12 bis 14 Jahren werden in verschiedenen Hotels untergebracht sein und trainieren vom 25. bis 27. September gemeinsam.

Abwechslungsreiches Training mit Anspruch

Trainingspläne und -inhalte dafür wurden nun in einem zweitägigen Workshop erarbeitet. 22 Trainerinnen und Trainer aus unterschiedlichen Sportorganisationen bündelten das vorhandene Know-how – unter ihnen der Landestrainer Volleyball aus Baden-Württemberg, die ehemalige Schwimmerin und jetziges Mitglied der Direktion von Swiss Aquatics, der Vorsitzende des Vorarlberger Handballverbandes oder die Fachkraft für Leistungsdiagnostik und Athletiktraining des Liechtensteinischen Olympischen Komitees.

Landesrätin Martina Rüscher, in der Vorarlberger Landesregierung für den Sport zuständig, begrüßte die Anwesenden als „sehr, sehr kompetente Menschen im Sport, vor allem im Nachwuchsleistungssport“. Entsprechend intensiv gestalteten sich die Workshop-Phasen. „Wir wollen ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm anbieten, damit die Jugendlichen aus den verschiedenen höchsten Regional- und Landeskadern auch ein wenig an ihre Leistungsgrenzen kommen“, so Beatrice Gomig vom Organisationsteam.

Eröffnungsfeier im Festspielhaus

Damit im September alles glatt läuft, besuchte die Gruppe in den Workshop-Pausen die Sportstätten und erkundete bei frühlingshaften Temperaturen die Laufwege. Eine besondere Herausforderung werden gemeinsame Athletikeinheiten der Schwimmer mit den Volleyballern und der Kletterer mit den Handballern. So soll nicht nur der internationale, sondern auch der sportartübergreifende Austausch gefördert werden. „Unser Ziel ist natürlich auch die Vermittlung von Werten wie Freundschaft, Respekt, persönlicher Leistung, Offenheit und Miteinander“, erläutert Bettina Johnen, die seit einem Jahr die Talent Days vorbereitet.

Zum Highlight für alle Beteiligten dürfte die Eröffnungsfeier im Festspielhaus der weltberühmten Bregenzer Seebühne werden. Dabei gibt es nicht nur Grußworte, die Jugendlichen können an verschiedenen Stationen auch sportliche Aktivitäten ausprobieren, wie zum Beispiel virtuelles Stand-Up-Paddeln oder Street Racket. Die Talent Days Bodensee werden durch den Fonds für „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (INTERREG) kofinanziert. So wird zusätzlich der europäische Integrationsgedanke sichtbar in das Projekt eingebunden. 2028 steht die zweite Ausgabe an, ebenfalls in Bregenz.