Seit Februar 2024 wird Nachwuchsschwimmerin Svenja Götting von der Stiftung OlympiaNachwuchs im Bereich Internatsförderung unterstützt. Vor Kurzem konnte sie sich den Traum ihrer ersten internationalen Medaille bei Jugendeuropameisterschaften erfüllen.
Svenja, was macht für Dich Deine Sportart oder Disziplin aus, was macht sie besonders?
Schwimmen ist ein unglaublich vielseitiger Sport, der einem sowohl körperlich als auch mental einiges abverlangt. Gleichzeitig gibt es mir aber auch ganz viel zurück. Ich liebe das Gefühl, im Wasser zu sein. Das hat für mich fast schon etwas Beruhigendes. Ich mag auch sehr, durch den Sport eine gewisse „Ablenkung“ zu haben und vom Alltag abzuschalten. Auch wenn wir im Sommer mal eine Pause haben, halte ich es nie wirklich lange ohne Wasser aus – das gehört einfach zu mir.
Besonders liebe ich die Atmosphäre auf Wettkämpfen: das Adrenalin, die Spannung, die Chance, über sich hinauszuwachsen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn sich das harte Training auszahlt und man seine Ziele erreicht. Und was ich auch sehr schätze, sind die Freundschaften, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Das Teamgefühl, das Miteinander im Training und bei Wettkämpfen – das macht den Sport für mich noch besonderer.
Jeder fängt klein an. Wie und wo hast Du Deine ersten Schritte im Sport gemacht?
Meine ersten Schritte habe ich in meinem Heimatverein, der SSG Reutlingen-Tübingen, gemacht – für den ich übrigens heute immer noch starte. Zum Schwimmen bin ich eigentlich durch meine Eltern gekommen. Ihnen war es wichtig, dass ich früh schwimmen lerne – also habe ich schon als kleines Kind mein Seepferdchen gemacht. Wasser mochte ich sowieso schon immer, ich war wohl schon beim Babyschwimmen ein ziemlich glückliches Baby.
Nach dem Seepferdchen war für meine Eltern aber klar, dass ich die richtige Technik lernen sollte. Also bin ich dabeigeblieben – und ziemlich schnell wurde entdeckt, dass ich Talent habe. Ich kam dann in die Leistungsgruppe und bin Schritt für Schritt weitergekommen. Im Sommer 2023 habe ich den nächsten großen Schritt gemacht und bin an den Olympiastützpunkt nach Heidelberg gewechselt. Hier werde ich optimal unterstützt – und es bringt mich meinen Zielen ein ganzes Stück näher.
Was war bislang Dein sportliches Highlight?
Highlights im Sport habe ich viele. Grundsätzlich liebe ich es, mit meinem Team auf Wettkämpfen oder in Trainingslagern zu sein und viel zu erleben und über mich selbst hinauszuwachsen.
Mein bisher größtes Highlight war aber definitiv im Mai 2024 bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, als ich über die 100 Meter Freistil Jahrgangsmeisterin wurde. Das war ein unglaublicher Moment für mich, da es nicht nur mein erster Titel, sondern auch meine erste Medaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften war. Früher habe ich immer zu denen hochgeschaut, die da vorne standen, und mir gewünscht, selbst einmal dort zu sein. Auch wenn ich die Norm für die Jugendeuropameisterschaften um nur 0,08 Sekunden verpasst habe, war ich einfach nur glücklich. Es hat mir gezeigt, dass sich der ganze Aufwand und auch der Wechsel nach Heidelberg gelohnt haben. Ich hätte niemals gedacht, so nah an die Norm zu schwimmen.
Ein weiteres Highlight war meine erste Teilnahme an einer Jugendeuropameisterschaft, die ganz besonders wurde, als ich in der 4×100-m-Freistil-Staffel gemeinsam mit den anderen auch noch zu Bronze schwamm. Da ging ein großer Traum für mich in Erfüllung.
Ein Blick in die Zukunft: Was sind Deine nächsten, was die größten sportlichen Ziele?
Ich bin eigentlich jemand, der Schritt für Schritt denkt und sich eher kleinere, realistische Ziele setzt. Mir ist es wichtig, immer mein Bestes zu geben – und dann zu schauen, was möglich ist.
Trotzdem braucht man auch große Ziele, denn ohne sie würde die Motivation einfach fehlen. Langfristig möchte ich auch im Erwachsenenbereich den Sprung auf die internationale Bühne schaffen. Und wenn man schon am Olympiastützpunkt trainiert, gehört der Traum von Olympia natürlich dazu. Paris 2024 hat auf jeden Fall nochmal richtig Lust gemacht, alles zu geben und irgendwann selbst dabei zu sein.










