
Ein Moor wie dieses wird mit den Spenden des organisierten Sports renaturiert. Foto: Ines Janas.
Mit dem „Sportmoor Baden-Württemberg“ schafft der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) eine Möglichkeit, gezielt für die Renaturierung eines Moores zu spenden und aktiv in den Klimaschutz zu investieren. Beteiligen können sich Sportbünde, Sportfachverbände, Sportvereine und Vereinsmitglieder.
Erfrischende Luft beim Hockeyspielen, klares Wasser beim Schwimmen und eine grüne Landschaft beim Laufen und Radfahren: Ohne die Natur macht Sport nur halb so viel Spaß. Die Belastung der Umwelt gefährdet attraktives und gesundheitsförderndes Sporttreiben. Sportvereine und ihre Mitglieder haben somit ein ureigenes Interesse, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Gleichzeitig spielt der Sport als Vorbild für nachhaltiges Handeln eine wichtige Rolle. In dieser Hinsicht voranzugehen ist das Ziel der LSVBW-Kommission Sport und Umwelt. Daher hat der LSVBW mit dem „Sportmoor Baden-Württemberg“ eine Kooperation mit der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg initiiert. Mit ihrem Klimafonds BW werden seit Februar 2026 Klimaschutzprojekte in Baden-Württemberg mithilfe von Spenden umgesetzt. Der Spender erhält dafür keine CO2-Zertifikate, sondern sogenannte Naturprämien. Diese bescheinigen die Wirkungen, die mit den eingesetzten Spendenbeträgen im jeweiligen Projekt pro Quadratmeter erzielt werden. Das Modell wirkt dem Greenwashing entgegen, da die CO2-Einsparungen nicht angerechnet werden können. Stattdessen geht es um die direkte Umsetzung in und die Relevanz für Baden-Württemberg.
Spenden für die Renaturierung des „Kugelmooses“
Die Spenden für das „Sportmoor Baden-Württemberg“ verwendet die Klimaschutzstiftung für die Renaturierung des Kugelmooses im Schwarzwald-Baar-Kreis. Dort wirken sie in Form der Fixierung von Treibhausgasen im Boden, der Erhöhung der Biodiversität und der Verbesserung der Wasserqualität. Intakte Moore speichern große Mengen Kohlenstoff, sodass er nicht als klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre gelangt. Viele Moorflächen wurden in der Vergangenheit trockengelegt, um sie zum Beispiel für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Damit sie wieder Kohlenstoff speichern können, müssen sie vernässt werden. Insgesamt sind von ca. 45.000 Hektar Moorfläche in Baden-Württemberg mehr als 90 Prozent entwässert, die Renaturierung kann somit in großem Maßstab zu regionalem Klimaschutz bei tragen.
Die Wiedervernässung des Kugelmooses wird Ende 2026 von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Forst in Villingen-Schwenningen gestartet. Das Projekt wird auf Basis wissenschaftlicher Leitlinien durchgeführt, die die HfWU zur Umsetzung von Moor-Renaturierungsprojekten entwickelt hat. Die Biodiversitäts- und CO2-Wirkungen wer den in den ersten 25 Jahren alle fünf Jahre auf der Fläche erhoben und unabhängig verifiziert.
Spendenabwicklung
Bis zum 31.12.2026 können Interessierte bei der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg unter dem Stichwort „Sportmoor Baden-Württemberg“ einen beliebigen Betrag spenden. Die Summe der eingezahlten Spenden werden zum Stichtag 31.12.2026 in Naturprämien veröffentlicht. Zum Start der Wiedervernässung im Herbst 2026 besteht für Spender die Möglichkeit, das Moor zu besuchen und sich aktiv an Umsetzungsmaßnahmen zu beteiligen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Referentin für Sport und Umwelt Ulrike Hoffmann, Tel. 0711/207049 869, u.hoffmann@lsvbw.de.
Spenden richten Sie an:
Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg
IBAN DE95600501010004424747
BIC/SWIFT SOLADEST600
Stichwort „Sportmoor Baden-Württemberg”









