
Foto: LSVBW / Fabian Schumacher
LSVBW-Präsident Jürgen Scholz hat am Mittwoch, den 24. Juni als Sprecher der Landessportbünde unter anderem zum geplanten Sportfördergesetz des Bundes Position bezogen. In der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für „Sport und Ehrenamt“ des Bundestages unterstrich er die Bedeutung der LSB, Länder und Olympiastützpunkte für den Spitzensport.
Ein neues Sportfördergesetz soll künftig die Grundlage für international erfolgreichen Spitzensport deutscher Athletinnen und Athleten bilden. Der Gesetzentwurf wurde Ende März von der Bundesregierung beschlossen und befindet sich zurzeit im parlamentarischen Verfahren.
Da Baden-Württemberg in 2025/2026 den Vorsitz der Konferenz der Landessportbünde innehat, nahm LSVBW-Präsident Jürgen Scholz die Einladung als Sprecher der LSB wahr. „Neben dem DOSB heute auch die Position der Landessportbünde zu hören, verdeutlicht, wie eng die Schnittstellen zwischen Bund und Ländern hinsichtlich der Zuständigkeiten und der Finanzierung im Spitzensport sind. Daher messen wir der Unabhängigkeit von Partikularinteressen und klaren Compliance-Regelungen bei der Mittelvergabe hohe Bedeutung bei. Institutionen, die Mittelzuwendungen des Bundes erhalten, können nicht Teil der Mittelvergabe sein und dürfen im Stiftungsrat nicht vertreten sein“, stellte er zu Beginn seines Vortrags fest.
Olympiastützpunkte als sportartübergreifende Schnittstelle
Stellvertretend für die LSB betonte er, dass eine sachgerechte und transparente Mittelvergabe mit dem Ziel der Leistungsentwicklung im Mittelpunkt der künftigen Sportförderung stehen müsse. Um schlank und effektiv arbeiten zu können, sei ein umfassender Bürokratieabbau notwendig. Zudem formulierte Jürgen Scholz die Forderung nach einem stärkeren Bekenntnis des Bundes zu seiner finanziellen Verantwortung für den Spitzensport.
Als Träger der Olympiastützpunkte (OSPe) Baden-Württembergs (Freiburg-Schwarzwald, Metropolregion Rhein-Neckar, Stuttgart) verantwortet der LSVBW drei Erfolgsschmieden des Spitzensports. So konnte Jürgen Scholz in einer persönlichen Einschätzung auch die Erfahrungen aus Baden-Württemberg einbringen: „Die Olympiastützpunkte sollten noch stärker als regionale Ansprechpartner und als Schnittstelle zwischen Nachwuchsleistungssport und Spitzensport im Sportfördergesetz verankert werden“, forderte er. Sie könnten sportartübergreifend die nationalen und regionalen Aktivitäten bündeln sowie in Abstimmung mit Ländern und LSB die Umsetzung vor Ort gestalten.









