Foto: LSVBW / Fabian Schumacher

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Stuttgart, 20. Januar 2026 | Im Porsche Museum in Stuttgart fand am Dienstag die Verleihung des Trainerpreises 2025 des Landessportverbands Baden-Württemberg statt. Die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ 2025 nahm Sedat Sevsay, Chef-Trainer der Ringer vom ASV Schorndorf, entgegen. Weitere Preise gingen an Schwimm-Experte Dr. Michael Spikermann, den langjährigen Trainer in der Nordischen Kombination Klaus Faißt – und an die Landespolizei Baden-Württemberg.

„Ich brauche etwas, das mich antreibt“, sagt Sedat Sevsay über sich. In den vergangenen zehn Jahren war das der Traum vom deutschen Meistertitel mit den Ringern des ASV Schorndorf. Im Ehrenamt führte der 52-Jährige sein Team zu fünf Aufstiegen und konnte schließlich 2025 den Pokal für die Deutsche Meisterschaft in die Höhe recken. Dieser eindrucksvolle Erfolg bescherte ihm jetzt einen weiteren Höhepunkt seiner Trainer-Laufbahn: die Auszeichnung als Baden-Württembergs „Trainer des Jahres“ 2025. Einen besonders emotionalen Moment erlebte Sedat Sevsay bei der Laudatio. Denn diese hielt Olympia-Ringer Jello Krahmer, sein Athlet und Stiefsohn.

Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) zeichnete am Dienstag im Porsche-Museum bereits zum 29. Mal gemeinsam mit seinen Partnern, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der BARMER sowie mit freundlicher Unterstützung der Porsche AG, die Arbeit außergewöhnlicher Trainer-Persönlichkeiten aus. Die jeweiligen Preise sind mit bis zu 3.000 Euro dotiert. In festlichem Rahmen führten Moderator Michael Antwerpes und die ehemalige Weltklasse-Turnerin Elisabeth Seitz rund 160 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft unterhaltsam durch den Abend.

„Der Sport nimmt in Baden-Württemberg eine zentrale gesellschaftliche Rolle ein, von der Breite bis in die Spitze, von den Jüngsten bis ins hohe Alter. Die Arbeit der Trainerinnen und Trainer bildet dafür einen wesentlichen Teil des Fundaments“, betont Sportministerin Theresa Schopper. „Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, diesen Einsatz mithilfe unserer Partner im Rahmen des Trainerpreises sichtbar zu machen“, ergänzte LSVBW-Präsident Jürgen Scholz. „Die Wahl ist auch in diesem Jahr auf außergewöhnliche Persönlichkeiten gefallen. Sie machen als Motor im Sportbetrieb individuelle Spitzenleistungen erst möglich und fungieren als wichtige Vorbilder“, erklärte Gastgeber Dr. Jochen Breckner, Porsche AG Vorstand Finanzen und IT.

Mehr als 30 Jahre Trainer-Engagement

Den Sonderpreis der BARMER nahm Klaus Faißt entgegen: Der 69-Jährige bildet am Stützpunkt in Baiersbronn seit 33 Jahren die Talente in der Nordischen Kombination aus. Unzählige Heranwachsende hat er gefördert und gefordert und auf ihrem individuellen Weg begleitet. Sein Sohn Manuel Faißt schaffte es 2022 aufs Olympia-Podest. „Trainerinnen und Trainer begleiten junge Menschen in einer prägenden Phase ihres Lebens. Sie vermitteln nicht nur Können und Wissen, sie sind auch Vorbild und Wegbereiter. Klaus Faißt lebt diese Verantwortung als Trainer in der Nordischen Kombination in ganz besonderem Maße“, sagte Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der BARMER, der den Preis überreichte.

Schwimm-Experte Dr. Michael Spikermann wurde mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Als Bundesstützpunkttrainer in Heidelberg und LSVBW-Leistungssportreferent holte er mit seinen Schützlingen rund 80 internationale Medaillen, Mark Pinger, Petra Dallmann und Sarah Wellbrock, geb. Köhler führte er aufs Olympia-Podium. Die Olympia-Teilnehmerin 2000 in Sydney und mehrmalige Deutsche Meisterin Simone Ulrich hielt die Laudatio auf ihren ehemaligen Trainer.

Unterhaltsam wurde es beim Auftritt von Schauspieler Richy Müller, der bei seiner Laudatio in seine bekannteste Rolle schlüpfen konnte: Der Stuttgarter TV-Kommissar zeichnete die Zusammenarbeit des Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg mit dem Landessportverband Baden-Württemberg im Rahmen von zehn Jahren Spitzensportförderung der Landespolizei Baden-Württemberg nach. Für diese erfolgreiche Kooperation, die mit einer Vereinbarung am 25. September 2015 ihren Ursprung fand, nahm Polizeipräsident Anton Saile stellvertretend auch für das Innenministerium den LSVBW-Ehrenpreis entgegen.

Bilder zur freien Verwendung

Fotos zur freien redaktionellen Verwendung von der Preisverleihung und allen Preisträgern finden Sie unmittelbar nach der Veranstaltung (ca. 23:00 Uhr) hier in unserer digitalen Pressemappe. Dort stellen wir Ihnen auch Porträts der Preisträger für die redaktionelle Verwendung frei zur Verfügung.

Copyright Fotos: LSVBW / Fabian Schumacher

Zitate zur freien Verwendung

Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport: „Der Sport nimmt in Baden-Württemberg eine zentrale gesellschaftliche Rolle ein, von der Breite bis in die Spitze, von den Jüngsten bis ins hohe Alter. Die Arbeit der Trainerinnen und Trainer bildet dafür einen wesentlichen Teil des Fundaments. Ich freue mich, dass wir ihren Leistungen mit dem vor vielen Jahren etablierten Trainerpreis Respekt und Anerkennung entgegenbringen können. Den diesjährigen Preisträgern gratuliere ich herzlich. Sie stehen stellvertretend für die vielen Trainerinnen und Trainer im Land, die im Haupt- und Ehrenamt das Sportland BW nach vorne bringen.“

Jürgen Scholz, LSVBW-Präsident: „Die Preisträger des Trainerpreises 2025 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig das Engagement im und für den Sport sein kann. Und wie viele Menschen man damit in unterschiedlichen Phasen ihrer sportlichen Laufbahn erreichen kann. Eines aber haben alle gemeinsam: Sie übernehmen Verantwortung, sie stehen für Verlässlichkeit und Konstanz, und sie gehen die Extra-Meile, um die Sportlerinnen und Sportler zum Erfolg zu führen. Für uns als Landessportverband Baden-Württemberg ist es eine Herzensangelegenheit, diesen Einsatz mithilfe unserer Partner im Rahmen des Trainerpreises sichtbar zu machen, und das mittlerweile schon zum 29. Mal.“

Dr. Jochen Breckner, Porsche AG Vorstand Finanzen und IT: „Ich finde ehrenamtliches Trainer-Engagement sehr wichtig und ehrenvoll, insofern bietet Porsche dem LSVBW-Trainerpreis als Partner und Gastgeber sehr gerne eine Bühne. Wir gratulieren den Preisträgern herzlich und danken für ihren großartigen Einsatz. Die Wahl ist auch in diesem Jahr auf außergewöhnliche Persönlichkeiten gefallen. Sie machen als Motor im Sportbetrieb individuelle Spitzenleistungen erst möglich und fungieren als wichtige Vorbilder. Die Fortschritte und Erfolge ihrer Athletinnen und Athleten vermitteln eine wichtige Botschaft mit Strahlkraft weit über den Sport hinaus: Einsatz und Zielstrebigkeit, Resilienz und Durchhaltevermögen, Teamgeist und Fairplay zahlen sich aus.“

Winfried Plötze, BARMER Landesgeschäftsführer: „Trainerinnen und Trainer begleiten junge Menschen in einer prägenden Phase ihres Lebens. Sie vermitteln nicht nur Können und Wissen, sie sind auch Vorbild und Wegbereiter. Klaus Faißt lebt diese Verantwortung als Trainer in der Nordischen Kombination in ganz besonderem Maße, und das schon seit mehr als 30 Jahren. Dass er das Training am Stützpunkt in Baiersbronn auch im fortgeschrittenen Alter im Sinne der Kinder und Jugendlichen aufrechterhält, zeichnet ihn als Menschen und als Trainer zusätzlich aus. Mit dem Sonderpreis der BARMER möchten wir unsere Dankbarkeit für sein Engagement zum Ausdruck bringen.“

Hintergrund zum LSVBW-Trainerpreis

Als der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) 1996 zum ersten Mal einen Trainerpreis auslobte, betrat er Neuland. Die 29. Verleihung, die er gemeinsam mit seinen Partnern, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der BARMER sowie mit freundlicher Unterstützung der Porsche AG durchführen konnte, ist der Beleg, dass der LSVBW die engagierte Arbeit der Trainerinnen und Trainer wertschätzt.
Der Trainerpreis Baden-Württemberg wird seit 1996 jährlich vergeben und prämiert Trainerinnen und Trainer aus Baden-Württemberg, die durch herausragende Leistungen, außergewöhnliche sportliche Erfolge ihrer Athleten sowie besondere pädagogische Fähigkeiten auf sich aufmerksam gemacht haben. Vorgeschlagen werden die Trainer von Fachverbänden und Vereinen, aber auch durch Sportschulen, Olympiastützpunkte, Kaderathleten und weitere im Sport angesiedelte Personen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, bestehend aus hochrangigen Personen aus Sport, Medien und Politik sowie den Partnern des Trainerpreises.