Zehn Regionen, vier Sportarten, ein Ziel: Talente auf die Herausforderungen einer Leistungssportkarriere vorzubereiten. Mit einem länderübergreifenden Projekt gehen die Talent Days Bodensee neue Wege.

Bereits seit 1972 gestaltet die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) grenzüberschreitend die Zusammenarbeit in der Bodensee-Region. Im Jahr 2026 feiert mit den „Talent Days Bodensee“ ein gemeinsames Sportprojekt Premiere. Entwickelt von der AG „Bewegung und Sport“ der zehn beteiligten (Bundes-)Länder und Kantone sowie angelehnt an die Talenttreffs in der Schweiz, steht die nachhaltige Talentwicklung im Leistungssport im Fokus. Es ist ein Leuchtturmprojekt, das künftig alle zwei Jahre stattfinden soll.

„Wir wollen den potenzialreichsten jungen Athletinnen und Athleten der Region Dinge vermitteln, die für ihre weitere sportliche Entwicklung wichtig sind“, erläutert Michael Schreiner. Der Leiter des Sportreferats im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg war maßgeblich an der Konzeptentwicklung beteiligt. Er betont: „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dazu zu befähigen, aktiv eine Entscheidung für oder gegen den Weg in den Leistungssport zu treffen. Denn dieser Weg funktioniert nur, wenn ich sicher bin, dass ich das auch wirklich will.“

Berücksichtigt werden 2026 die Sportarten Handball, Volleyball, Klettern und Schwimmen. Zum Start in das Projekt findet Ende April ein Trainerworkshop in Bregenz statt, in dem die Inhalte des Trainings mit den Sportlerinnen und Sportlern ausgearbeitet werden. Ende September kommen dann rund 300 Talente der Jahrgänge 2012 bis 2014 in der Region rund um Bregenz und Dornbirn für die ersten „Talent Days Bodensee“ zusammen.

Nominiert von ihren jeweiligen Sportfachverbänden, warten auf die Talente nicht nur Praxis-, sondern auch Themenworkshops. Vorgesehen sind bei der ersten Ausgabe der Talent Days zum Beispiel Module zum Thema Kinder- und Jugendschutz oder Social Media sowie der Austausch mit Vorbildern aus dem Leistungssport. Die Umsetzung der Premiere gestalten maßgeblich die Regionen Baden-Württemberg und Vorarlberg. Auch der Landessportverband Baden- Württemberg (LSVBW) engagiert sich in der Planung und Durchführung und gestaltet die Abstimmung mit den beteiligten Sportfachverbänden.