Im Herzen des Wildparkstadions des Karlsruher Sportclubs (KSC) fand am Ende Juli ein wegweisendes Netzwerktreffen des Förderprojekts „Gemeinsam mehr bewegen" statt. Initiiert vom Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) und gefördert von der Porsche AG, zielt diese Initiative darauf ab, die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Sportvereinen Baden-Württembergs nachhaltig zu stärken. Das Projekt unterstützt nicht nur die Einrichtung von Sportangeboten in Erstaufnahmestellen und Geflüchtetenunterkünften, sondern auch umfassende Angebote in den Bereichen Bildung, Qualifizierung und Sprachförderung, um jungen Menschen eine umfassende Teilhabe zu ermöglichen. 

Das Treffen begann am Nachmittag mit dem herzlichen Empfang der zahlreichen Teilnehmer. Nach einer kurzen Begrüßung präsentierten sich die sechs geförderten Vereine und Verbände und boten so spannende Einblicke in die Vielfalt und Wirkung ihrer Projekte. Im Anschluss gab es einen kurzen Rück- und Ausblick auf die Förderperiode 2025 und bestehende Herausforderungen und Erfahrungen wurden ausgetauscht. 

Ein inhaltlicher Höhepunkt des Nachmittags war der interaktive Impulsworkshop, der von Furkan Yüksel geleitet wurde. Furkan Yüksel, Bildungsreferent für Antisemitismus und Rassismus und engagiert bei der „bildungsstätte anne frank", eröffnete den Workshop mit einem fundierten Impulsvortrag zur gesellschaftlichen Entwicklung von Stigmatisierung und Diskriminierung. Durch eine interaktive Übung versetzten sich die Teilnehmenden aktiv in unterschiedliche Rollen. Dies ermöglichte es ihnen, Bevorteilung und Benachteiligung durch verschiedene Eigenschaften eines Menschen unmittelbar und emotional erlebbar zu machen. Der Workshop lieferte den Vertretern der Vereine und Verbände nicht nur theoretisches Wissen, sondern vor allem praktische und empathische Impulse für ihre tägliche integrative Arbeit. Nach einer angeregten Abschlussfragerunde klang der fachliche Teil des Treffens bei einem offenen Austausch mit Abendsnack aus. Den Abschluss bildete eine Stadionführung durch das  Wildparkstadion des KSC, die den Abend abrundete.

Der Nachmittag in Karlsruhe unterstrich das integrative Potenzial des Sports und die dringende Notwendigkeit, solche Projekte weiterhin umfassend zu fördern, um Kindern und Jugendlichen durch Sport eine bessere Zukunft und eine aktive Teilhabe in ihrer neuen Heimat zu ermöglichen.

Das gesamte Förderprojekt „Gemeinsam mehr bewegen" unterstützt die Vereine und Verbände dabei, wichtige integrative Arbeit direkt vor Ort zu leisten. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der Porsche AG für die großzügige Unterstützung .  

Weitere Informationen zu geförderten Projekten sind in der Märzausgabe von Sport in BW auf den Seiten 4 und 5 zu finden.