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Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer vom VfB Stuttgart ist am Sonntag in Baden-Baden als Deutschlands „Sportler des Jahres“ 2025 ausgezeichnet worden. Zwei weitere Sportler aus Baden-Württemberg schafften es in die Top Drei.
Geboren in Görlitz. Früh mit der Familie nach Leinfelden-Echterdingen gezogen. Bei der LG Leinfelden-Echterdingen die Liebe zur Leichtathletik entdeckt. 2017 mit der Bronzemedaille im Zehnkampf bei den U18-Weltmeisterschaften der erste internationale Erfolg. Und jetzt, acht Jahre später, als Athlet des VfB Stuttgart weiter eines der großen Aushängeschilder im Spitzensportland Baden-Württemberg? Ist Leo Neugebauer Deutschlands „Sportler des Jahres“ 2025!
Der 25-Jährige wurde am Sonntag im Rahmen der festlichen Gala in Baden-Baden mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet, die ihm Vater Terence überreichte. „Bei unserer Reise nach Kamerun hast du gesagt, du hast die strengsten Eltern der Welt. Ich möchte mich entschuldigen als dein Vater, dass ich so streng zu dir war“, sagte er zu seinem Sohn mit einem Augenzwinkern. „Heute stehen wir auf der größten Bühne Deutschlands und du bist ‚Sportler des Jahres‘. Ich war streng, aber du hast zugehört! Ich danke dir, Leo!“
Während seines Studiums in Austin an der Universität von Texas (USA) hat sich Leo Neugebauer in den zurückliegenden Jahren zu einem der besten Zehnkämpfer der Geschichte entwickelt. Im Jahr 2023 überbot er erstmals den damals 39 Jahre alten deutschen Rekord im Zehnkampf, im Jahr 2024 konnte er ihn weiter auf nunmehr 8.961 Punkte steigern. Auf Platz fünf bei der WM 2023 folgte Silber bei den Olympischen Spielen 2024. Die vorläufige Krönung: der Weltmeistertitel im Zehnkampf 2025 in Tokio (Japan).
Auch Lipowitz und Vafolomeev in den Top Drei
Mit dieser Leistung dominierte Leo Neugebauer klar das Votum bei der Wahl zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ vor Schwimmer Florian Wellbrock und Radprofi Florian Lipowitz. Auch Florian Lipowitz, der im Sommer mit Platz drei bei der Tour de France überrascht hatte, ist im Sportsystem Baden-Württembergs großgeworden: Aufgewachsen in Laichingen auf der Schwäbischen Alb, war er als Mitglied des DAV Ulm bis 2018 im Nationalkader im Biathlon, bevor er sich dem Radsport verschrieb.
Die Auszeichnung als Deutschlands „Sportlerin des Jahres“ 2025 ging an Biathlon-Weltmeisterin und Weltcup-Siegerin Franziska Preuß. Im Vorjahr hatte die Olympiasiegerin in der Rhythmischen Sportgymnastik Darja Vafolomeev die Trophäe entgegengenommen. In diesem Jahr musste sich die Ausnahmeathletin vom TSV Schmiden bei der Wahl hauchdünn geschlagen geben. Für ihre Leistungen der Saison 2025, gekrönt mit Weltmeistertiteln in drei Einzel-Wettbewerben, im Mehrkampf und mit der Mannschaft, landete sie auf Platz zwei der Ehrung.
Die Wahl der „Mannschaft des Jahres“ fiel auf die Basketball-Nationalmannschaft, die in diesem Jahr den EM-Titel feiern konnte. Erstmals wurde auch eine Ehrung in der Kategorie „Special Olympics“ für Menschen mit geistiger Behinderung vorgenommen. Sie ging an die Short Track Athletin Sophie Dziadek. Sie hatte bei den Winter-Weltspielen eine Gold- und eine Silbermedaille gewonnen.
Hier können Sie sich die Ehrung im Re-Live auf zdf.de noch einmal ansehen.









