
Faires Kämpfen in Jugendhilfe, Schule und Sportverein – das ist der Leitgedanke des Seminars „Rangeln und Raufen“, das vom 11. bis 12. Juni 2026 in Albstadt stattfindet. Interessierte erhalten theoretisches Hintergrundwissen und erleben in praktischen Trainingseinheiten, wie Raufen spielerisch gelingt.
Wenn Kinder und Jugendliche miteinander raufen, steckt darin weit mehr als nur überschüssige Energie: Beim spielerischen Kräftemessen geht es darum, die eigene Stärke zu entdecken, Grenzen auszutesten und Selbstwirksamkeit unmittelbar zu erleben. Wie fühlt es sich an, jemanden fair „aufs Kreuz zu legen“ – und dabei Respekt und Kontrolle zu bewahren?
Unsere Veranstaltung beleuchtet, welche besonderen Potenziale im Rangeln und Raufen für Mädchen und Jungen stecken, welchen entwicklungsfördernden Wert diese Form der Bewegung hat und wie sie gezielt zur Gewaltprävention beitragen kann. In vier Trainingseinheiten werden dafür praktische Übungen mit theoretischem Hintergrund, Einsatzmöglichkeiten und Reflexion verknüpft.
Dabei werden die folgenden Fragen beantwortet:
- Welches Fundament an Regeln und einer klaren Haltung bei der Anleitung sorgt für verlässliche Fairness?
- Welche Methoden und Varianten können das reine Kämpfen noch ergänzen, um Fair-Play, Einfühlungsvermögen und gegenseitige Akzeptanz zu schulen?
- Welche gewaltpräventiven Anteile sind in den Raufspielen verborgen, und wie kann der Übertrag in den normalen Alltag in Gruppe, Verein und Schule gelingen?
Die Veranstaltung richtet sich an alle pädagogischen Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule sowie Personen aus Sportvereinen, die erleben wollen, wie viel Energie, Disziplin und Teamgeist in einem fairen Zweikampf stecken. Das Seminar wird in Kooperation mit der Aktion Jugendschutz und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales in der Landessportschule Albstadt ausgerichtet.
Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es auf der Webseite der Aktion Jugendschutz. Anmeldefrist ist der 8. April 2026.









