
Im Jahr 2025 hat der Landessportverband Baden-Württemberg mit der finanziellen Unterstützung der Porsche AG erneut integrative Angebote von Sportvereinen und -verbänden gefördert. Unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen“ zeigten sechs Projekte zur Integration von Kindern und Jugendlichen, wie Bewegung Teilhabe ermöglicht und Begeisterung für den Sport weckt. Die Ergebnisse beweisen, dass gezielte Sportangebote Kinder und Jugendliche in Baden Württemberg stärken – motorisch, sprachlich und sozial.
Sportkreis Stuttgart bringt Sport in Vorbereitungsklassen
Ein besonders wirksames Beispiel ist das Bewegungsangebot in Stuttgarter Vorbereitungsklassen für geflüchtete Kinder. Dort ist kein regulärer Sportunterricht vorgesehen. Der Sportkreis Stuttgart hat daher gemeinsam mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit ein wöchentliches Sportangebot aufgebaut, das schnell zu einem lebendigen Treffpunkt wurde. Die Kinder verbesserten nicht nur ihre motorischen Fähigkeiten, sondern entwickelten auch Vertrauen, Sprachkompetenzen und ein spürbares Gemeinschaftsgefühl – geprägt von Aussagen wie „Heute ist der beste Tag, weil wir wieder Sport machen!“


Eislaufen für jedes Kind bei den Bietigheim Steelers
Zu „Kleine Helden auf Eis“ wurden rund 1000 Vorschulkinder beim SC Bietigheim-Bissingen. In 62 Schnupperkursen vermittelte das Trainerteam den „Kleinen Helden“ Spaß, Sicherheit und Mut bei ihren ersten Schritten im Schlittschuhlaufen und Eishockey. Das Angebot eröffnete vielen Kindern erstmals den Zugang zum Wintersport, legte die Grundlagen für Freude an Bewegung und trug zur Förderung möglicher Talente bei.
Fußball trifft Integration im „KSC Klassenzimmer“
Mit seinem „KSC Klassenzimmer“ leistet der Karlsruher SC einen wichtigen Beitrag zur Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher. Durch niederschwellige Bewegungsangebote, spielerische Sprachförderung und die visuelle Vermittlung von Regeln entstand ein geschützter Raum, der Stress, Ängste und Bewegungshunger zugleich adressierte. Im Wildparkareal und in der Landeserstaufnahmestelle Karlsruhe konnte der Fußballclub viele junge Menschen erreichen und auf ihrem Weg unterstützen. Einheitliche Trainingskleidung stärkte das Wir-Gefühl und trug zu einer nachhaltigen sozialen Integration bei.


Ostalbkreis schafft kostenlosen Schwimmunterricht
Im Ostalbkreis entstand mit dem Projekt „Gesunde Chancen für Kinder und Familien“ ein gezielter Beitrag zur gesundheitlichen Teilhabe und Prävention. 120 Gutscheine für kostenlose Schwimmkurse der Aalener Sportallianz ermöglichten Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu qualifiziertem Unterricht. Das Projekt stärkte die Sicherheit der Kinder im Wasser, ihre motorischen Fähigkeiten und ihre langfristige Gesundheit. Dank der Verteilung der Gutscheine über pädagogische Fachkräfte an Schulen erreichte das Angebot diejenigen, die es am dringendsten benötigten.
Die Kleinsten in Bewegung beim SC Lahr
Der SC Lahr setzte mit Schnupper Spieltagen und Grundschulmeisterschaften im Fußball ein starkes Zeichen für Offenheit und frühkindliche Bewegung. Das kostenlose Training für 4- bis 6-Jährige sowie ein liebevoll gestaltetes, vom Vereinsmaskottchen überreichtes Starter-Paket, machten Fußball für alle Kinder erlebbar – unabhängig von Herkunft oder Vorerfahrung.


Leichtathletik für landesweit 8000 Kinder
Den größten Umfang hatte 2025 das Gemeinschaftsprojekt von Badischem und Württembergischem Leichtathletikverband „Grundschule trifft Kinderleichtathletik“. Mit Einsätzen an 38 Grundschulen und über 8000 teilnehmenden Kindern stemmte das Projektteam eine hochfrequentierte Saison. Die Begeisterung der Kinder sowie das positive Feedback von Schulen und Eltern bestätigten den Erfolg des Formats. Materialpakete und die Einbindung lokaler Vereine stellten sicher, dass das Konzept nachhaltig in den Schulen verankert wird. Ein besonderes Highlight war die Auszeichnung einer neuen Botschafterin: Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo unterstützt das Projekt künftig über ihre Stiftung „Malaikas Herzsprung“.
Netzwerktreffen verbindet Projekte
Im Juli 2025 haben sich die geförderten Vereine und Verbände bei einem gemeinsamen Netzwerktreffen kennengelernt. Im Wildparkstadion des Karlsruher Sportclubs berichteten sie von ihren integrativen Projekten und lernten von den Erfahrungen der anderen. Inhaltlich bereichert wurde das Treffen von Furkan Yüksel, Bildungsreferent für Antisemitismus und Rassismus bei der Bildungsstätte Anne Frank. In einem interaktiven Impulsworkshop vermittelte er theoretisches Wissen über die gesellschaftliche Entwicklung von Stigmatisierung und Diskriminierung sowie praktische und empathische Impulse für die alltäglich integrative Arbeit. Abgerundet wurde der Abend mit einer Stadionführung.









