
Foto: Picture Alliance / Helmut Fricke
Die Mitgliederversammlung 2025 des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) brachte Anfang Dezember Entscheidungen zur strategischen Weiterentwicklung sowie zum weiteren Verfahren einer deutschen Olympia- und Paralympics-Bewerbung.
Der DOSB stellt sich mit der Zielstruktur „DOSB-Ziele 2035“ für die kommenden Jahre strategisch neu auf. Die 190 Delegierten, die 509 Stimmen auf sich vereinten, beschlossen auf der 22. Mitgliederversammlung am 7. Dezember im Kap Europa in Frankfurt am Main einstimmig den nächsten Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des Dachverbandes. Mit sechs kompakten, quantifizierten Zielen wurde eine Grundlage für evidenzbasierte Steuerung und nachvollziehbare Fortschrittsmessung geschaffen.
DOSB-Präsident Thomas Weikert bewertete die Einführung dieser Zielstruktur als gesellschaftliche Legitimation des DOSB als zentrale Stimme des Sports in Deutschland. „Durch die Verbindung von Ambition, Messbarkeit und gemeinsamer Verantwortung wird die Grundlage gelegt, um den Sport bis 2035 noch wirksamer, relevanter und zukunftsfähiger zu gestalten“, sagte er.
Der Antrag der Landessportbünde (LSB) auf eine neue Zusammensetzung des Präsidiums mit dem Ziel, die gleichwertige Mitwirkung und Vertretung der Verbändesäulen zu gewährleisten, erfuhr im Rahmen der Satzungsänderungen dagegen nicht die erforderliche Zustimmung.
Kür des Olympia-Kandidaten in Baden-Baden
Ein weiteres zentrales Thema der DOSB-Mitgliederversammlung war die deutsche Olympia-Paralympics-Bewerbung. Bis zum 4. Juni 2026 müssen die vier Bewerber Berlin, Hamburg, München und Köln-Rhein-Ruhr ihre finalen Konzepte beim DOSB einreichen. Anschließend werden diese in fünf Kategorien bewertet und geprüft. In Baden-Baden wird am 26. September 2026 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Kandidat für die deutsche Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele gekürt.
Die neue Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein, unterstrich in ihrer Rede den politischen Rückhalt der gesamten Bundesregierung und des Bundestags für eine deutsche Bewerbung. Das sich derzeit in der Verbändeanhörung befindliche Sportfördergesetz sieht sie dabei als ein wichtiges Instrument für zukünftig noch erfolgreichere deutsche Athletinnen und Athleten.
Jürgen Scholz in Evaluierungskommission zur Olympia-Bewerbung
Eingerichtet wurde für die vorliegenden Bewerbungen der Ausrichterkandidaten eine Evaluierungskommission. Diese überprüft und bestätigt die Ergebnisse des Bewertungsverfahrens auf die Einhaltung der vereinbarten Kriterien und ihre Nachvollziehbarkeit. Für die abschließende Beschlussfassung in Baden-Baden kann sie eine Empfehlung abgeben. LSVBW-Präsident Jürgen Scholz ist als Vertreter der Landessportbünde (LSBs) Mitglied dieser Kommission.
„Eine deutsche Bewerbung sowie eine mögliche Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland können in den kommenden Jahren richtungweisend sein für den deutschen Sport. Ich empfinde es als wichtige Aufgabe und Verantwortung sicherzustellen, dass die vereinbarten Schritte und Kriterien in diesem Prozess Anwendung finden. Hier bringe ich mich sehr gerne ein“, erklärte Jürgen Scholz.









