Wie laufen die Box-Trainingseinheiten in Kroatien ab? Welche Trainingsinhalte werden in Ulm im Kinder- und Jugendtraining eingesetzt? Und welchen Mehrwert haben die Trainingskonzepte für den jeweiligen Verein? Das erfahren im Juni Mitglieder des Olmypic Gym Ulm bei einer Reise zum Boxclub Fight Gym nach Kroatien.

Olympic Gym ist ein kleiner Ulmer Boxverein, der sich seit vielen Jahren dem Thema Integration widmet. Um den Integrationsgedanken auch international zu leben und neue Kontakte zu knüpfen, reisen einige Mitglieder jetzt mit Unterstützung der EU in die kroatischen Stadt Rovinj. Im Februar waren der Vorsitzende des Olympic Gym Sanel Dzamdzic und seine Kollegin Sabrina Gottschalk für eine erste Absprache vor Ort. Dabei haben sie das Besuchsprogramm für die zehn Männer und Frauen zwischen 18 und 51 Jahren abgestimmt.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht der professionelle Wettkampfsport, sondern der Breitensport und seine Rolle für soziale Teilhabe, Gesundheit und europäische Zusammenarbeit. Ziel ist ein kultureller und sportartspezifischer Austausch, bei dem beide Partner voneinander lernen. Dafür werden vor Ort mehrere gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Auf diese Weise sollen erfolgreiche Trainingsinhalte identifiziert, Defizite erkannt und die Trainingsqualität verbessert werden.

Austausch mit EU-Geldern gefördert

Neben fachlichen Themen findet in den neun Tagen vor Ort auch ein kultureller Austausch statt. Dafür unternehmen die Teilnehmenden verschiedene gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge, ein Besuch bei der Stadtverwaltung und bei einem Zentrum der italienischen Bevölkerung.

Tatkräftige finanzielle Unterstützung erhält der Ulmer Verein durch das Förderprogramm Erasmus+ Sport der europäischen Union. Dieses richtet sich an Mitarbeitende und Engagierte aus dem Breitensport und fördert einen Auslandsaufenthalt mit bis zu 100 % der Kosten. Das Projekt hat als Ziel die Mobilität des Personals im Sport, damit Vorstandsmitglieder sowie Trainerinnen und Trainer im Ausland wertvolle Erfahrungen sammeln können. Dadurch erweitern sie Kompetenzen, gewinnen neue Impulse für die eigene Arbeit und stärken die Qualität im Sport nachhaltig. Der Ulmer Boxclub nutzt dafür das sogenannte Jobshadowing.

Zum Förderantrag

Der Förderantrag für Erasmus+ Sport wird gemeinsam mit dem LSVBW gestellt und kann auf Deutsch eingereicht werden. Bei Interesse an einem Auslandsaufenthalt können neue Förderanträge bis zum 1. Oktober 2026 gestellt werden, das Projekt wird im ersten Halbjahr 2027 umgesetzt. Der LSVBW-Referent für Grundsatzfragen Torsten Schnittker, T.Schnittker@lsvbw.de, steht bei Fragen zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zu Erasmus+ Sport und zu weiteren Fördermöglichkeiten gibt es bei der Agentur Jugend für Europa oder im umfangreichen Programmleitfaden Erasmus+.