Die Sportvereine in Baden-Württemberg können auch in diesem Jahr mit Zuschüssen für die Arbeit mit Geflüchteten rechnen. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg stellt dem organisierten Sport neue Fördermittel in Höhe von 57.000 Euro bereit.
„Wir gehen davon aus, dass immer mehr Flüchtlinge die Sportangebote der Vereine vor Ort wahrnehmen wollen. Insofern werden diese Mittel dringend benötigt, um dieser Entwicklung auch Rechnung tragen zu können“, erklärte Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg, heute in Stuttgart.
Die Förderbedingungen sind niedrigschwellig gestaltet. Das heißt Sportvereine, die mindestens zehn Geflüchteten eine Teilnahme an ihren Angeboten ermöglichen, erhalten eine einmalige Förderung in Höhe von 500 Euro. Bei fünf bis neun Teilnehmenden bekommt der Verein 250 Euro.
„Auch wenn die Zahlen der neu nach Deutschland kommenden Personen im Vergleich zum Herbst letzten Jahres stark nachlässt, allein die Integration der aktuell in Deutschland lebenden Geflüchteten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der der organisierte Sport einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die unbürokratische Unterstützung von Vereinen ist nach wie vor enorm wichtig“, so Schmidt-Volkmar weiter. „Wir haben mit dem Land vereinbart, dass wir im Herbst noch einmal das Gespräch suchen, um gegebenenfalls nachzusteuern beziehungsweise über noch zu erwartende Mittel zu entscheiden.“
Die Fördermittel werden gemäß dem bestehenden Verteilerschlüssel auf die Verbandsgebiete der drei Sportbünde aufgeteilt und können über diese beantragt werden:
Badischer Sportbund Freiburg
Badischer Sportbund Nord
Württembergischer Landessportbund