
Foto: BWTV
Der Baden-Württembergische Triathlonverband nutzte sein Preisgeld des Wettbewerbs „Sport und Nachhaltigkeit 2025“, um das Projekt Tauschzonen zu professionalisieren. Noch bis zum 31. Oktober läuft die Bewerbungsfrist für die diesjährige Ausgabe des Preises.
Vor drei Jahren trat der Baden-Württembergische Triathlonverband der N!-Charta Sport bei und entwickelte im Rahmen der Unterzeichnung das Konzept für sogenannte Tauschzonen. Dabei werden im Rahmen von Triathlonveranstaltungen gebrauchte Sportartikel verkauft, getauscht oder verschenkt. Dies schafft einen niedrigschwelligen Zugang zum Triathlon durch kostengünstigere Artikel. Zudem spart jeder Kauf in der Tauschzone auch Produktionsenergie, aufgrund des fehlenden Bedarfs an neu produzierten Artikeln.
Doch für die lokalen Organisationsteams ist eine Tauschzone auch mit einem hohen Aufwand verbunden. Der BWTV suchte daher nach einer Möglichkeit, die Tauschzonen zu professionalisieren und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu fördern. Im vergangenen Jahr trat der BWTV daher beim Wettbewerb „Sport und Nachhaltigkeit 2025“ an und gewann für sein Projekt „Tauschzone 2.0“ 13.000 Euro.
Sechs erfolgreiche Tauschzonen
Das Preisgeld verwendete der Verband nun zur Unterstützung der Vereine vor Ort: Um das benötigte Material zu reduzieren, wurde ein mobiles Tauschzonen-Kit mit Pavillon, Umkleidezelt, Beachflag und Co. zusammengestellt, das an die Vereine verliehen wird. Eine persönliche Beratung hilft den lokalen Organisatoren zudem bei der Umsetzung und rechtlichen Fragestellungen. Dank dieser Maßnahmen konnten in diesem Jahr schon sechs Tauschzonen durchgeführt werden; in Karlsruhe, Riegel, Schopfheim, Tübingen, Heidelberg und beim Nordschwarzwaldtriathlon in Nagold. Dabei gingen teils über 120 Artikel über die Theke.
In Zukunft ist zusätzlich eine digitale Plattform zur Tauschzone geplant, die umfassende Informationen zur Einrichtung und Organisation bieten soll. Damit verbreitert sich die Reichweite des Projekts und das Potenzial für eine nachhaltige Nutzung von Sport-Equipment wird weiter ausgeschöpft.
Zum Nachhaltigkeitspreis
Noch bis 31. Oktober 2026 können sich alle Mitgliedsorganisationen des LSVBW für den Nachhaltigkeitspreis 2026 bewerben. In diesem Jahr werden insbesondere Ideen gesucht, die möglichst viele Mitglieder einbeziehen und begeistern. Die vollständige Ausschreibung und die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.sport-nachhaltigkeit-bw.de/de/nachhaltigkeit
Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro und wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft aus Mitteln der Glücksspirale gefördert. Projekte werden mit bis zu 15.000 Euro prämiert.









