
Räumten in Hannover ab: Die Gymnastinnen Lada Pusch, Viktoria Steinfeld und Darja Varfolomeev. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress
Baden-Württemberg hat bei den Finals 2026 in Hannover den Titel in der Länderwertung verteidigt: Wie schon 2025 in Dresden sammelten die Sportlerinnen und Sportler aus BW bei dem Multi-Sport-Event am zurückliegenden Wochenende die meisten Top-Drei-Platzierungen – und das mit großem Vorsprung.
24 Sportarten, 143 Entscheidungen um deutsche Meistertitel – und am Ende von vier Wettkampftagen eine eindeutige Bilanz: Mit 182,4 Punkten ist Baden-Württemberg der Sieger der Länderwertung der Finals 2026 in Hannover! Während die Wertung im Vorjahr in Dresden noch relativ knapp ausfiel, war der Vorsprung auf Nordrhein-Westfalen (98,9 pt) und Bayern (73,2 pt) in diesem Jahr deutlich. 29 Goldmedaillen, 32 Silber- und 35 Bronzemedaillen gingen auf das Konto von Sportlerinnen und Sportlern, die für Vereine in Baden-Württemberg starten.
Ermittelt wird das erfolgreichste Bundesland nach einem einfachen Punktesystem: Für Sieger und Platzierte einer Deutschen Meisterschaft gibt es drei, zwei und einen Punkt. Bei Mannschaftswettbewerben mit Zusammensetzungen aus mehreren Bundesländern werden die Punkte geteilt.
Talente auf dem Podium
Dominant waren in Hannover die Athletinnen der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) des TSV Schmiden, die angeführt von Olympiasiegerin Darja Varfolomeev 14 von 15 Medaillen in den Einzelwettbewerben gewannen. Die Schwimmer und Turner aus BW waren ebenfalls regelmäßig auf dem Podest vertreten. Acht Einzel-Goldmedaillen dokumentieren die Stärke der baden-württembergischen Leichtathletik. Emotionaler Höhepunkt: Gold und Silber von Mikaelle Assani (Karlsruher SC) und Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) im Weitsprung – die eine im Tränenjubel über das DM-Comeback nach schwerer Verletzung, die andere trotz gerissener Siegesserie mit geteilter Freude für ihre 23 Jahre junge Nachfolgerin.
Dass die Nachwuchsarbeit im Land Früchte trägt, zeigen auch die Erfolge mehrerer Talente, die von der Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg gefördert werden – zum Beispiel Viktoria Steinfeld (RSG; Deutsche Meisterin mit dem Band), Alexander Stepanov (Leichtathletik; Deutscher Meister über 800 Meter) oder Svenja Götting (Schwimmen; DM-Dritte über 50 Meter Freistil).
„Hervorragende Arbeit“
„Die DM-Resultate unserer Sportlerinnen und Sportler verdeutlichen das große Fundament, auf dem in Baden-Württemberg nationale und internationale Topleistungen entwickelt werden. Und sie unterstreichen die hervorragende Arbeit, die in den Vereinen und an den Stützpunkten in BW geleistet wird. Daher möchte ich nicht nur unseren vielen Medaillengewinnern gratulieren, sondern auch all ihren Wegbegleitern, die sie in ihrem täglichen Training unterstützen“, sagte Jürgen Scholz, Präsident des Landessportverbands Baden-Württemberg (LSVBW).
Die Erfolge aus Hannover geben Rückenwind für die nächste Auflage des Multi-Sport-Events – wenn Baden-Württembergs Hauptstadt Stuttgart Gastgeber der Finals 2027 sein wird. „Wir freuen uns, die deutsche Sportfamilie im kommenden Jahr bei uns begrüßen zu dürfen. Zuschauer und Teilnehmende können sich schon jetzt auf ein Fest des Sports mit packenden Wettkämpfen vor toller Kulisse freuen!“ blickt Jürgen Scholz voraus. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay übergab den „Staffelstab“ in Form einer Finals-Fahne am Sonntag im Anschluss an die vier Wettkampftage von Hannover an Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper.









