
Für Baden-Württemberg und Sportministerin Theresa Schopper endeten in Konstanz zwei Jahre Vorsitz der Sportministerkonferenz. Foto: Staatsministerium BW / Ilkay Karakurt
Im Mittelpunkt der Beratungen der 54. Sportministerkonferenz in Konstanz stand Mitte Oktober unter anderem die Förderung des Kinder- und Jugendsports. Unter dem Vorsitz der baden-württembergischen Sportministerin Theresa Schopper haben sich die Länder auf gemeinsame Schritte verständigt.
Ein zentrales Ergebnis der Konferenz ist die Verabschiedung von Eckpunkten für einen Nationalen Aktionsplan zur Förderung des Kinder- und Jugendsports. Damit sollen Sport, Spiel und Bewegung für alle Kinder und Jugendlichen selbstverständlich zum Alltag gehören, ohne dass Herkunft, individuelle Voraussetzungen oder soziale Lage der Kinder dabei hinderlich sind. Zudem bilden die Erkennung und die Förderung von Talenten einen Schwerpunkt des Nationalen Aktionsplans.
Der Aktionsplan soll bestehende Angebote besser miteinander verknüpfen und die Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen, Schulen und Sportvereinen stärken und ausbauen. Dabei stehen fünf Handlungsfelder im Mittelpunkt:
- mehr tägliche Bewegung
- grundlegende Schwimmfähigkeiten für jedes Kind
- bessere Beratung der Eltern
- Beobachtung der motorischen Entwicklung
- sowie die frühzeitige Erkennung und Förderung sportlicher Talente.
Als Zielmarke ist definiert, dass sich Kinder und Jugendliche täglich mindestens 60 Minuten moderat bis intensiv bewegen sollen. Das entspricht der Mindestempfehlung der WHO. Auch dem Rückgang der Schwimmfähigkeiten soll entgegengewirkt werden. Alle Kinder sollen bis zum Ende der Grundschulzeit grundlegende Schwimmfähigkeiten erwerben.
Vorstellung der weiteren Ausarbeitung im April
„Eine starke Sportnation braucht eine starke Basis“, sagte Theresa Schopper, Vorsitzende der Sportministerkonferenz und Sportministerin von Baden-Württemberg. „Sport stärkt die Gesundheit, vermittelt Werte und bringt Menschen zusammen. Mit dem Nationalen Aktionsplan wollen wir allen Kindern ermöglichen, sich zu bewegen, schwimmen zu lernen und Talente zu entdecken.“
Die Sportministerkonferenz hat die gemeinsam erarbeiteten Eckpunkte als Grundlage für die weitere Entwicklung des Nationalen Aktionsplans beschlossen. Die Federführung in der konkreten Umsetzung übernehmen die Sportministerkonferenz und das Bundeskanzleramt gemeinsam. Der Aktionsplan selbst wird nun mit den beteiligten Partnern ressortübergreifend weiter ausgearbeitet und soll zur 55. Sportministerkonferenz im April in Hamburg vorgestellt werden.









