
Tim Lamsfuß, Dorothee Lang-Mandel, Bera Wierhake, Rosina Schneider und Sascha Molt im Gespräch. Foto: LSVBW
Wie sieht der Alltag einer Profisportlerin aus? Wie lebt es sich in einem Internat an einem Olympiastützpunkt? Und welche Trainingsmöglichkeiten gibt es dort? Das erfuhren Besuchende am vergangenen Samstag beim Tag der offenen Tür am Olympiastützpunkt Stuttgart.
„Herzlich willkommen zum ersten Tag der offenen Tür“, begrüßte Sascha Molt, Laufbahnberater am Olympiastützpunkt (OSP) Stuttgart, die Gäste am vergangenen Samstag. Mit freundlicher Unterstützung der Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg hatte der OSP ein breites Programm auf die Beine gestellt, um allen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen des Stuttgarter Leistungssports zu bieten. Lotto Baden-Württemberg sowie die Landespolizei Baden-Württemberg informierten zudem über ihr Engagement in der Sportförderung.
Zum Auftakt der Veranstaltung sprachen die beiden Spitzenleichtathletinnen Rosina Schneider und Bera Wierhake mit OSP-Leiter Tim Lamsfuß und Dorothee Lang-Mandel, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation bei Lotto Baden-Württemberg, über ihr Leben im Leistungssport. Dabei ging es unter anderem um die Vereinbarkeit von Leistungssport mit Beruf bzw. Studium. Die Laufbahnberatung des OSP Stuttgart unterstütz die Athletinnen und Athleten dabei, Lösungen zu finden, zum Beispiel mit einer Ausbildung bei einem Partnerbetrieb des Spitzensports. Zudem bietet der OSP mit Diagnostik, Physiotherapie, Sportseelsorge und Co. wichtige Rahmenbedingungen für optimales Training.
Mitmachstationen laden zum Wettbewerb
Nach dem Talk hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Infrastruktur des Olympiastützpunkts im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Sascha Molt gab Einblicke in das Leben im Internat, das jungen Sportlerinnen und Sportlern für ihr Training vor Ort günstigen Wohnraum ermöglicht. Daneben erfuhren die Teilnehmenden mehr über die medizinische Versorgung und besuchten das „Haus der Athleten“, das Kraftkompetenzzentrum und den Bereich der Trainingswissenschaft. Zudem erzählte Sascha Molt von den internationalen Kooperationen des OSPs, zuletzt mit den kanadischen Leichtathleten. Diese ermöglichen einen stetigen Wissensaustausch und verbessern somit das Training der Athletinnen und Athleten in Baden-Württemberg.
Zum Abschluss der Führungen konnten die Teilnehmenden auch ihre eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen. In einer Übung für die Handkraft konnten sie gegen Tizian Lauria antreten, dem U23-Europameister im Kugelstoßen. Zudem konnten die Besuchenden den SpeedCourt austesten. Dabei handelt es sich um ein Mess- und Trainingssystem mit Bewegungssensoren im Boden. Die Spitzensportlerinnen und -sportler können darauf unter anderem ihre kognitiven Fähigkeiten mit Matheaufgaben trainieren oder die Bodenkontakte in einer bestimmten Zeit messen. Beim Sternlauf auf dem SpeedCourt galt es am Tag der offenen Tür, die Zeit von Hürden-Spezialistin Rosina Schneider zu schlagen.
Nach diesem erfolgreichen ersten Tag der offenen Tür in Stuttgart sind in Zukunft weitere Veranstaltungen in diesem Format geplant. Dann sollen sie auch am OSP Freiburg-Schwarzwald und am OSP Metropolregion Rhein-Neckar stattfinden.
Einen Rückblick auf den Tag der offenen Tür am OSP Stuttgart gibt es auch von Regio TV Stuttgart. Hier geht es zum Bericht.











