Lebenslanges Sporttreiben

Ausreichend Bewegung und Sport sind unabdingbare Bestandteile einer gesunden Lebensweise. Ernährungs- und Bewegungsverhalten werden bereits in jungen Jahren geprägt, deshalb sollte Prävention möglichst früh ansetzen. Gerade für Kinder und Jugendliche müssen deshalb Angebote vorhanden sein, mit denen ein lebenslanges Sporttreiben im Sportverein angeregt werden kann. Sport kann in vielfältiger Weise auf den Erhalt von Gesundheit Einfluss nehmen, da er sowohl körperliche, geistige, aber auch seelische Wirkungsdimensionen beinhaltet. Er kann dabei helfen Suchtpotentiale abzumildern, indem er zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der Erprobung erfolgreicher Bewältigungsstrategien junger Menschen beiträgt.

Die BWSJ möchte Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung und einem gesundheitsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper nahebringen und unterstützt vielfältige gesundheitsorientierte Projekte aus den Bereichen Bewegungsförderung, Suchtprävention, Kinder- und Jugendernährung und Medienverhalten von Jugendlichen.

Schutz vor Kindeswohlgefährdung

Die im Sport entstehende Nähe und Bindung zwischen Kindern und Erwachsenen kann missbraucht werden und birgt dann das Risiko sexueller Übergriffe. Daher gilt es, eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Handelns im Verein zu schaffen, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu schützen. Zu diesem Zweck hat der Landessportverband Baden-Württemberg im Jahr 2010 ein Positionspapier verabschiedet und sich entschieden, mit den Arbeitsmaterialien der dsj und des Deutschen Olympischen Sportbundes den Vereinen Hilfestellungen anzubieten.

Sie sollen den Umgang mit dem Thema Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport erleichtern. Der neu erstellte Ordner kann bei der dsj unter www.dsj.de angefordert werden. Der vorliegende Ehrenkodex soll jeweils einen Rahmen bieten, der an die spezifischen Bedingungen der Organisation angepasst und erweitert werden könne. Der Handlungsleitfaden soll Organisationen im Kinder- und Jugendsport den Einstieg in das Thema erleichtern. Hier werden praktisch erste Schritte beschrieben und der Umgang mit dem Ehrenkodex als Grundlage der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema erläutert.

Für Rückfragen und als Kontaktperson steht Ihnen jederzeit zur Verfügung:

Dr. Benjamin Haar
Tel. 0711/280 77 863

Soziales, Interkulturelles und Integration

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und der Kampf gegen Rassismus, jegliche Formen von Extremismus und Antisemitismus sind dauerhafte gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nur durch die aktive tagtägliche Beteiligung vieler Kräfte gemeinschaftlich geleistet werden können. Im sportlichen Miteinander mit anderen Kulturen können Vorurteile überwunden, die eigene kulturelle Sozialisation reflektiert und Empathie entwickelt werden.

Der Austausch mit Jugendlichen aus anderen Ländern kann der Völkerverständigung und dem Erwerb von interkultureller Kompetenz dienen und fördert die Reflexion der eigenen kulturellen Sozialisation. Junge Menschen lernen dabei kulturelle Vielfalt anzuerkennen und als eine Bereicherung für die eigene Gesellschaft zu sehen. Sportveranstaltungen werden leider von Unbelehrbaren auch immer wieder für rassistische Aktionen genutzt. Der organisierte Sport distanziert sich ausdrücklich von diskriminierendem Gedankengut sowie den daraus resultierenden Vorkommnissen und hat vielfältige Maßnahmen gegen sämtliche Formen der Diskriminierung initiiert. Die BWSJ unterstützt die internationale Verständigung durch gezielte sport- und jugendpolitische Maßnahmen.