Aufgaben des sportmedizinischen Betreuungssystems

Seit nunmehr 40 Jahren ist die sportmedizinische Betreuung der D-Kaderathleten der Landesfachverbände ein elementarer Bestandteil der Sportförderung in Baden-Württemberg. Im Verlauf wurde dieses Betreuungssystem kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei machten die wissenschaftlichen Neuerungen und Fortschritte in der Sportmedizin, der Leistungsphysiologie und Biomechanik, die zunehmenden Anforderungen im Leistungssport, insbesondere auch im Nachwuchs- und Behindertenleistungssport, und die Notwendigkeit einer vermehrten Hinwendung des Fachs auf das Gebiet der aktivitätsbezogenen Prävention und Trainingstherapie eine Anpassung der sportmedizinischen Ausrichtung erforderlich.

Gesundheitlichen Risiken frühzeitig diagnostizieren
Kernaufgabe der sportmedizinischen Betreuung von Kaderathleten ist es, den gesundheitlichen Risiken im Leistungssport zu begegnen, die vor allem im Auftreten von Überlastungsreaktionen und Verletzungen des Halte- und Bewegungsapparates sowie von internistischer Seite her in unerkannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegen. Weiterhin soll darauf hingewirkt werden, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch überzogene Trainings- und Wettkampfbelastungen oder ein gestörtes Essverhalten zu vermeiden und dem Missbrauch von Medikamenten bis hin zur Einnahme von Dopingsubstanzen sowie der Anwendung von Dopingmethoden zu begegnen.

Tauglichkeitsuntersuchungen
Dazu dienen im Kern die jährlichen Tauglichkeitsuntersuchungen (Jahreshauptuntersuchungen) der berechtigten Kadersportler sowie des Weiteren die Einleitung von Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen und Verletzungen sowie eine sportmedizinische Beratung wie zum Beispiel in Fragen der Ernährung, der Reisemedizin oder bei erschwerten Umgebungsbedingungen bei Wettkämpfen.
Die Wahrnehmung der beschriebenen Aufgaben erfolgt durch die vier sportmedizinischen Untersuchungszentren an den vier sportmedizinischen Ambulanzen der Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen/Stuttgart und Ulm. Im Falle weiter abklärungsbedürftiger Befunde oder einer notwendigen Therapie steht den Sportlern im Rahmen der Regelversorgung auch die zusätzliche Expertise der weiteren Fachrichtungen der Universitätskliniken zur Verfügung. Die berechtigten Kaderathleten werden mit Hilfe des entsprechenden Formulars durch ihren Fachverband zur jährlichen Tauglichkeitsuntersuchung angemeldet. Anschließend erhalten die Athleten von ihrer Untersuchungsstelle ein Einladungsschreiben und vereinbaren einen entsprechenden Termin. Das Untersuchungsergebnis soll zukünftig über die Leistungssport-Datenbank des LSV (DaLiD) den Athleten und ihren zugewiesenen Trainern zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Sportmedizinischen Untersuchungszentren in Baden-Württemberg

Universitätsklinikum Freiburg

Universitätsklinikum Heidelberg

Sportmedizinische Untersuchungsstelle

Herr Prof. Dr. Peter Deibert
Hugstetterstraße 55
79106 Freiburg
Tel. 0761/270 74 510
Fax 0761/270 74 700
E-Mail: sportmedizin@uniklinik-freiburg.de
www.uniklinik-freiburg.de/sportmedizin.de

Abteilung Innere Medizin VII: Sportmedizin, Medizinische Universitätsklinik
Sportmedizinische Ambulanz am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar

Im Neuenheimer Feld 710
69120 Heidelberg
Tel. 06221/568 251
Fax 06221/565 363
E-Mail: ambulanz.sportmedizin@med.uni-heidelberg.de

Universitätsklinikum Tübingen

Universitätsklinikum Ulm

Medizinische Klinik
Abteilung Sportmedizin

Prof. Dr. med. Andreas M. Nieß
Hoppe-Seyler-Str. 6
72076 Tübingen
Tel. 07071/298 64 93
Fax 07071/292 50 28
E-Mail: sportmed@med.uni-tuebingen.de
www.med.uni-tuebingen.de

Außendienststelle am Olympiastützpunkt Stuttgart

SpOrt Medizin Stuttgart GmbH
Fritz-Walter-Weg 19
70372 Stuttgart
Tel. 0711/794 85 70
Fax 0711/794 85 715
E-Mail: Sportmedizin@sport-medizin.eu
www.sport-medizin.eu

Abteilung Sport- und Rehabilitationsmedizin

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jürgen M. Steinacker
Leimgrubenweg 12-14
89075 Ulm/Donau
Tel. 0731/500 45 350 /-352
Fax 0731/500 45 353
www.uni-ulm.de/sportmedizin