Leistungssportförderung: Athleten

Im Mittelpunkt der Leistungssportförderung steht der Athlet, der sich freiwillig und mit zunehmender Leistungsbereitschaft und Kreativität Ziele steckt und diese anstrebt. Parallel dazu hat er sich den Anforderungen einer nachhaltigen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung zu widmen, damit er sowohl während, als auch nach Beendigung seiner leistungssportlichen Karriere befähigt ist, eigenverantwortlich ein selbstfinanziertes und erfolgreiches Leben zu führen. Der für die Leistungssportförderung zuständige Landessportverband arbeitet im Sinne der gemeinsamen Zielsetzung mit den Athleten zusammen, um die Trainingszeiten, Betreuung durch die Trainer, den Lebensunterhalt und die Ausbildung bzw. berufliche Perspektive sicherzustellen.

Die Eliteschulen des Sports, die Stiftung OlympiaNachwuchs und die Stiftung Soziale Hilfe für Spitzensportler sorgen für die bestmögliche sportliche und berufliche Ausbildung von Athletinnen und Athleten aus dem Land.

Eliteschulen des Sports

Eliteschulen des Sports sind Verbundsysteme aus Schule, Wohnen und Sport, die sportlich Talentierte unter dem Leitsatz „Weltmeister werden und den Schulabschluss schaffen“ fördern. Sie koordinieren die „duale Karriere“ der künftigen Spitzenathleten, die parallele schulische Bildung und sportliche Ausbildung, so dass keiner der beiden Bereiche vernachlässigt wird.

Die Sportler und Sportlerinnen werden in eigens eingerichteten Sportlerklassen unterrichtet. Schule und Training werden eng aufeinander abgestimmt, so dass die Schüler ihre Zeit bestens ausnutzen können.

Der Titel „Eliteschule des Sports“ wird durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Vierjahresrhythmus vergeben. In Baden-Württemberg gibt es insgesamt sieben Eliteschulen des Sports.

Schulverbund
• Rotteck-Gymnasium
• Staudinger Gesamtschule
• Max-Weber-Schule (berufliche Schule)

Zuständiger Olympiastützpunkt: Freiburg

Schulverbund:
• Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschulzug
• Robert-Gerwig-Schule (berufliche Schule)
• Hochschule Furtwangen

Zuständiger Olympiastützpunkt: Freiburg

Schulverbund:
• Helmholtz-Gymnasium
• Johannes-Kepler-Realschule
• Willy-Hellpach-Schule (berufliche Schule)

Zuständiger Olympiastützpunkt: Metropolregion Rhein-Neckar

Schulverbund:
• Otto-Hahn-Gymnasium

Zuständiger Olympiastützpunkt: Metropolregion Rhein-Neckar

Schulverbund:
• Ludwig-Frank-Gymnasium und integrierte Grundschule

Zuständiger Olympiastützpunkt: Metropolregion Rhein-Neckar

Schulverbund:
• Wirtemberg-Gymnasium
• Linden-Realschule
• Schickhardt-Gymnasium
• Lerchenrain-Schule
• Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule (berufliche Schule)
• Merz-Schule

Zuständiger Olympiastützpunkt: Stuttgart

Schulverbund:
• Matthias-Grünewald-Gymnasium
• Riemenschneider-Realschule
• Pestalozzi-Hauptschule
Kaufmännische Schule (berufliche Schule)

Zuständiger Olympiastützpunkt: Tauberbischofsheim

Eliteschulen des Fußballs

Der Deutsche Fußball Bund zeichnete in Baden-Württemberg die Standorte Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim (Eliteschule des Fußballs für Jungen und Mädchen) und Karlsruhe als Eliteschule aus. Jede Eliteschule des Fußballs ist an ein Leistungszentrum eines Vereins gekoppelt.
In Stuttgart und Freiburg sind die Eliteschulen des Fußballs identisch mit den Eliteschulverbünden des Sports.

Schulverbund:
• Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim
• Theodor-Heuss-Schule Sinsheim
• Kraichgau-Realschule Sinsheim
• Friedrich-Hecker-Schule Sinsheim (berufliche Schule)
• Max-Weber-Schule Sinsheim (berufliche Schule)
• Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim (berufliche Schule)

Zuständiger Olympiastützpunkt: Metropolregion Rhein-Neckar

Schulverbund:
• Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe
• Engelbert-Bohn-Schule (berufl. Schule)
• Tulla-Realschule
• Eichendorff GWRS

Stiftung OlympiaNachwuchs

Nur derjenige Athlet kann sich voll auf seinen Sport konzentrieren, dessen Umfeld stimmig ist und der sich keine Sorgen um seine berufliche Zukunft machen muss. In aktiver Zusammenarbeit mit dem Landessportverband Baden-Württemberg und den Olympiastützpunkten werden Athletinnen und Athleten zur Förderung ausgewählt, die bereits zur internationalen Spitze und aufgrund ihrer herausragenden Leistungen zum engen Kreis der Olympiakandidaten gehören.

Zudem stellt die Stiftung Gelder für Sportlerinnen und Sportler bereit, die den internationalen Durchbruch noch nicht ganz geschafft haben, jedoch bereits mit starken Leistungen aufwarten konnten. Sie werden in den Perspektivkader der Stiftung aufgenommen.

Außerdem verfolgt die Stiftung den Zweck, baden-württembergischen Spitzensportlern, die von anderer Seite nicht die gebotene Hilfe erfahren und die in Folge ihrer sportlichen Betätigung einer besonderen Hilfe bedürfen, Beihilfen zu einer angemessenen schulischen und beruflichen Ausbildung zu gewähren sowie in sozialen Notfällen Unterstützung zu leisten.

Die Stiftung OlympiaNachwuchs ist ein weiterer Baustein im Gesamtkonzept Leitungssport in Baden-Württemberg. Sie ermöglicht eine individuelle Förderung und ergänzt so die bereits bestehenden leistungssportlichen Strukturen. Im Verbund mit den vier Olympiastützpunkten, den Eliteschulen des Sports und den Partneruniversitäten sorgt sie für die bestmögliche Unterstützung der Athletinnen und Athleten. Durch die Stiftung wird der Sportstandort Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt.

Die Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg wurde im Jahr 2000 gegründet, um junge Talente bei der Verwirklichung ihrer sportlichen und schulischen bzw. beruflichen Ziele zu unterstützen. Eine duale Karriereplanung ist unbedingt notwendig, um auch in Zukunft international wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Hier finden Sie alle Anträge zum Download.

Organe

Kontakt

Stiftung OlympiaNachwuchs
c/o Landessportverband Baden-Württemberg e.V.
Geschäftsführung
Kristin Redanz
Fritz-Walter-Weg 19
70372 Stuttgart
Tel. 0711/280 77 847
Fax 0711/280 77 878

Spendenkonto

Stiftung „OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg“
Baden-Württembergische Bank
IBAN: DE81 6005 0101 0002 4716 13
BIC: SOLADEST600

Stützunterricht

Eine erfolgreiche schulische und berufliche Ausbildung steht auch für Kaderathleten im Vordergrund. Der LSV gewährt daher Zuschüsse zur Finanzierung eines außerschulischen Stütz-, Förder- und Nachhilfeunterrichtes. Partnerschulen und Olympiastützpunkte helfen hierbei unterstützend und koordinierend. Ziel eines entsprechenden Zuschusses sind die Verbesserung und Vermeidung schlechter Noten in den zur Versetzung maßgeblichen Fächern bzw. die Anhebung des Notenspiegels, insbesondere wenn versetzungs-, bewerbungs- und abschlussrelevante Zeugnisse bevorstehen.

Gefördert werden D- (mind. D3) und D/C-Kaderathleten, deren Zeitaufwand für Training und Wettkampf mindestens 12 Stunden pro Woche umfasst. Durch die Fachverbände soll eine Auswahl förderungswürdiger Schüler unter besonderer Berücksichtigung der Persönlichkeitseigenschaften wie Lern- und Anstrengungsbereitschaft, Erfolgswille, Leistungsmotivation erfolgen. Das Antragsformular für den Stützunterricht sowie ein Merkblatt mit Auswahlkriterien finden Sie hier.

Partnerhochschulen

Der Spitzensport  beansprucht während der aktiven Wettkampflaufbahn einen be­trächt­lichen Zeitaufwand. Der Sport kann aber nur in seltenen Fällen auf Dauer zum Beruf werden. Spitzensportler benötigen daher – anders als Musiker oder Künstler – eine fundierte berufliche Qualifikation für Tä­tig­keitsfelder außerhalb des Sports, die sie in der Regel gerade in der Zeit, in der sie im Spitzensport aktiv sind, erwerben müssen. Studierende und Hoch­schul­absolventen bilden eine besonders große und erfolgreiche Gruppe im deutschen Spitzensport.

Hervorragende spitzensportliche Infra- und Förderstrukturen in der unmittelbaren Nähe des Studienorts sowie ein Ablauf von Studium und Prüfungen, der Training und Wettkampf während des Studiums zulässt, sind Grundvoraussetzungen für die Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium.

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt 15 Partnerhochschulen:

  • Hochschule Furtwangen

  • Universität Heidelberg
    PH Heidelberg
    Fachhochschule Heidelberg
  • Universität Mannheim
    Hochschule Mannheim
    Duale Hochschule Mannheim
  • Universität Ulm
    Hochschule Ulm
  • Universität Karlsruhe
    PH Karlsruhe
    KIT Karlsruhe
  • Universität Konstanz
  • Fachhochschule Ravensburg-Weingarten
    PH Weingarten
  • Duale Hochschule Stuttgart

Spitzensportförderung Polizei BW

Mit der Spitzensportförderung hat die Polizei Baden-Württemberg und der Landessportverband für herausragende Sportler die Möglichkeit geschaffen, sowohl die Berufsausbildung als auch die spätere Berufsausübung mit Freiräumen für Trainings- und Wettkampfzeiten zu vereinen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm ist die Ausübung einer olympischen Sportart sowie die Zugehörigkeit zu einem geförderten Bundeskader. Für erforderliche Trainingseinheiten und Wettkämpfe auf Weltklasseniveau kann die Ausbildung unterbrochen und von regulär 30 Monaten auf bis zu 5 Jahre gestreckt werden.

Nach Ausbildungsabschluss werden Sie als Polizeibeamter auf Probe eingestellt. Ihre sportliche Förderung kann direkt fortgesetzt werden. Unter Fortbezahlung der Bezüge können Sie − im jeweils erforderlichen Umfang − für Trainingseinheiten und Wettkämpfe vom Dienst freigestellt werden. Nach Beendigung der Spitzensportförderung werden die Sportler in den regulären Dienstbetrieb der Landespolizei übernommen. Dabei ist eine Weiterqualifizierung bzw. Spezialisierung innerhalb des Polizeidienstes möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier.