Seit der Landtagswahl im März 2016 hatte die Regierung genügend Zeit, sich zu konstituieren und ihre Ziele im Koalitionsvertrag zu benennen. Als größte Jugendorganisation im Land wird die Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ) nun am 26. April 2017 mit den jugendpolitischen Sprechern der im Landtag vertretenen Fraktionen Jürgen Keck (FDP), Andreas Kenner (SPD), Christine Neumann (CDU) und Thomas Poreski (Bündnis 90/Die Grünen) über die fachlich-strukturelle Ausgestaltung der Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der Verhandlungen zum Zukunftsplan Jugend II
diskutieren.

„Ich wurde ja nicht nur von den Eltern erzogen, sondern von der ganzen Welt, Freunden, Lehrern“ – dieses Zitat aus dem aktuellen Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung zeigt die Bedeutung von unterschiedlichen Bildungsorten die Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen unterstützen. Als ein wesentlicher Teil dieser  Bildungsorte jenseits von Familien nimmt der organisierte Sport eine zentrale Rolle im Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein.

Neben Themen wie der Stärkung von jungem Engagement, der Bewältigung des demographischen Wandels und dem Ausbau politischer Bildung hinsichtlich aktuell stärker werdender Radikalisierungs- und Abgrenzungstendenzen in der Gesellschaft spielt selbstverständlich auch die Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit eine Rolle. Deshalb wird die Zusicherung der Regierung in ihrem Koalitionsvertrag, die Arbeit der Jugendverbände nachhaltig angemessen zu finanzieren auf den Prüfstand kommen.

Um diese Finanzierung zu gewährleisten, erhob die BWSJ bereits seit 2015 ihre „1-Euro-Forderung“. Dies bedeutet, dass die BWSJ für eine verlässliche Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit einen Euro pro Kind pro Jahr im organisierten Sport in Baden-Württemberg fordert. Nur durch eine angemessene Förderung können die Herausforderungen in der Kinder- und Jugendarbeit zukunftsorientiert angegangen und tragfähige Lösungen gefunden werden.

„In den nächsten Jahren wird der Kinder- und Jugendsport in Baden-Württemberg vor großen Herausforderungen stehen. Als größter Jugendverband im Land wollen wir von der Politik wissen, wie sie uns dabei in dieser Wahlperiode unterstützen wird“ äußert sich Tobias Müller zum geplanten Fachtag.

Die große Bandbreite der Kinder- und Jugendarbeit im Sport wird an diesem Abend durch verschiedene Vereine abgebildet, die sich durch eine hervorragende Jugendarbeit auszeichnen. Die Vereinsvertreter werden aus erster Hand von den Herausforderungen einer gelingenden Kinder- und Jugendarbeit berichten und können im Dialog mit den Vertretern der Politik ihre Wünsche und Sichtweisen äußern. Die Gelegenheit dafür wird sich nach einem kurzen gemeinsamen Auftakt in diversen Kleingruppen mit den Politikern bieten. Die dort geführten Diskussionen werden anschließend in einer großen Talkrunde mit den Jugendpolitischen Sprechern und dem Vorsitzenden der BWSJ, Tobias Müller, zusammengefasst und der Fahrplan für die Kinder- und Jugendarbeit in den nächsten Jahren umrissen.

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen am 26. April 2017 von 18:00 bis 21:00 Uhr an der Veranstaltung im SpOrt Stuttgart teilzunehmen.
Adresse: Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart.
Anmeldung bis zum 20.04.17 unter t.kotzmann@lsvbw.de.