Qualifizierung – FIT FÜR DIE VIELFALT

Die Zuwanderer, die nach Deutschland kommen, bringen neue Kulturen, neue Gebräuche und Rituale mit und machen unsere Gesellschaft vielfältiger. Dies führt zu kulturellen Überschneidungssituationen. Auch im Sport finden interkulturelle Begegnungen statt, trifft Eigenkultur auf Fremdkultur. Daraus können sich Chancen und Potentiale ergeben, für die Gesellschaft wie für den Sport. Das integrative Potential des Sports entfaltet sich vor allem dort besonders stark, wo die Begegnung der Kulturen konstruktiv gestaltet und Vielfalt gelebt wird.

Das Bildungsprogramm FIT FÜR DIE VIELFALT – SPORT INTERKULTURELL hilft Ihnen im Umgang mit verschiedenen Kulturen. Es ist auf die Situation im Sportverein ausgerichtet, verknüpft theoretische Hintergründe mit praktischen Übungen und ermöglicht den Teilnehmern die oft überraschende Reflexion ihres eigenen Verhaltens. So unterstützt es die tägliche Arbeit ganz unterschiedlicher Teilnehmergruppen. Übungsleiter und Trainer profitieren von den Seminaren ebenso wie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter von Vereinen oder Verbänden. Den Zugang erleichtern verschiedene Formate: Neben dem mehrtägigen Intensivseminar, das zentral stattfindet, gibt es das Tagesseminar sowie das Kompaktseminar, die auf Anfrage auch vor Ort durchgeführt werden können.

Das Intensivseminar FIT FÜR DIE VIELFALT wird von den meisten Sportverbänden zur Lizenzverlängerung anerkannt.

Veranstaltungsformate

Intensivseminar
Tagesworkshop
Kompetenter Einstieg

Berichte

 „Fit für die Vielfalt“ – auf dem Weg zu sich selbst

14 Frauen und Männer mit zum Teil verschiedenen kulturellen Wurzeln trafen sich von 13. bis 15. April zum Intensivseminar „Fit für die Vielfalt“ in der nordbadischen Sportschule Schöneck. Das Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt im Sport. Dies geschieht sowohl über theoretische, als auch sportpraktische Übungen und Spiele, die Hintergründe zum Thema Interkulturalität vermitteln und zum Nachdenken über sich selbst anregen. Während des Seminars, das sowohl Körper, als auch Geist in Bewegung bringt, analysieren die Teilnehmer nicht nur alltägliche, interkulturell geprägte Vereinssituationen, sondern auch, und eher nebenher, ihre eigene Haltung zu dem Thema, mit häufig überraschenden Erkenntnissen über „sehr interessante, originelle und teilweise außergewöhnliche Methoden“, wie es ein Teilnehmer abschließend formulierte.

Verschiedene Seminarbausteine informieren beispielsweise über die Geschichte der Migration in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkriegs oder beleuchten die Entstehung von kulturellen Werten und Normen durch Prägung. So wird im Laufe des Seminars klar, dass jeder Mensch durch seine individuellen biografischen Prägungen eine eigene „kulturelle Brille“ trägt, die seine Wahrnehmung und Interpretation der persönlichen Umwelt und Mitmenschen beeinflusst und die auch Auswirkungen auf den Alltag im Sportverein hat. Diese Erkenntnis schafft Verständnis für andere Kulturen, Gebräuche und Sitten und fördert einen wertschätzenden Umgang miteinander. Über die während des Seminars erlebten praktischen Übungen und Spiele kann dieses Verständnis im Vereinsalltag entwickelt und etabliert werden.

Das Seminar fand als gemeinsame Weiterbildung des Programms „Integration durch Sport“ des Landessportverbandes Baden-Württemberg und des Badischen Sportbunds Nord statt.

Teilnehmerstimmen

„Originelle und teilweise außergewöhnliche Methoden.“
(Wolfram aus Karlsruhe, Teilnehmer 2018)

„Der Perspektivwechsel in Bezug auf mich selber und auf den Umgang mit Migranten hat mir besonders gut gefallen.“
(Sabine aus Friedrichshafen, Teilnehmerin 2018)

„Ganz toll fand ich, dass die Inhalte an die Erwartungen der Seminarteilnehmer angepasst wurden.“
(Martina aus Freiburg, Teilnehmerin 2015)

„Ich kann sehr vieles aus diesem Seminar in meinen Vereinsalltag mitnehmen, vor allem verstehe ich jetzt die Zusammenhänge besser, warum andere Menschen Dinge anders beurteilen und betrachten.“
(Ivica aus Stuttgart, Teilnehmer 2014)