Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) fördert gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen und in Partnerschaft mit der Politik bestmöglich den organisierten Sport im Land. Durch gewinnbringende und zukunftsweisende Kooperationen, Beschlüsse und Verträge ist es dem LSVBW in den vergangenen drei Jahren gelungen, die Rahmenbedingungen für den Freizeit-, Breiten- und Leistungssport sowie den Behindertensport maßgeblich weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Der folgende Bericht zeigt die bearbeiteten Themen, Projekte und Maßnahmen auf. Er ist weder chronologisch noch in der Reihenfolge der Bedeutung der Themen aufgebaut, sondern bündelt die unterschiedlichen Bereiche.
Noch zur Mitgliederversammlung 2022 befanden wir uns mitten in der Corona-Pandemie. Doch, und das war das Positive, die Pandemie war am ausklingen, langsam hat sich das gesellschaftliche wie auch das sportliche Leben wieder normalisiert. An eine komplette Rückkehr zur Normalität war allerdings leider nicht zu denken. Denn der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine brachte nicht nur einen anschwellenden Strom an Geflüchteten zu uns, sondern im Zuge der Sanktionen gegen Russland auch steigende Energiekosten. Deshalb hat sich der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) im Herbst an Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit der Bitte um politische Unterstützung in Gesprächen mit der Bundesregierung gewandt. Mit Erfolg. Wenige Wochen später wurde der Sport, wie auch Unternehmen und Haushalte, in die Energiepreisbremse für Gas und Strom einbezogen.
Auch in der Frage der Unterbringung der Geflüchteten aus der Ukraine hat der LSVBW direkt an Ministerpräsident Kretschmann eine eindringliche Bitte geschrieben, nachdem dieser auch Sporthallen als Unterkünfte nicht ausschließen wollte. Dabei war die Belegung von Sporthallen aus zwei Gründen nicht zielführend. Zum einen leisten Sportvereine einen enormen Beitrag bei der Integration von Geflüchteten, etwa im Bundesprogramm „Integration durch Sport“. Diese wichtige Arbeit können sie jedoch bei geschlossenen Sporthallen nicht mehr absolvieren. Dabei ist auch für die Geflüchteten sportliche Bewegung wichtig, dadurch können sie zum Beispiel Ablenkung finden. In eine Erklärung nach einem Flüchtlingsgipfel im Neuen Schloss in Stuttgart wurde auf Drängen des LSVBW der Zusatz aufgenommen, dass die Nutzung von Sportstätten nur als ultima ratio geprüft wird. Letztlich haben die meisten Kommunen im Land diese letzte Möglichkeit nicht gezogen.
Wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern ihre Sportvereine sind, zeigt die ständig anwachsende Zahl an Mitgliedschaften. Im Jahr 2024 wurde erstmals mit 4,18 Millionen Mitgliedschaften die Vier-Millionen-Hürde übersprungen, in diesem Jahr wurden 4.300.033 Mitgliedschaften von den 11 219 Sportvereinen im Land gemeldet.


