Vorwort und
Grussworte

Jürgen Scholz

Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg

Wir erleben gerade aufgeregte Zeiten. Als Gesellschaft sind wir gefordert, da aus verschiedenen Richtungen Gefahren drohen. Zum einen von außen, etwa durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht sind die Zeiten unruhig. Und innerhalb Deutschlands erfahren die politischen Ränder Zuspruch. Deshalb haben wir beim Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) keine Sekunde gezaudert und sind dem Landesbündnis „Demokratie und Menschenrechte“ beigetreten. Mit seinen 4,3 Millionen Mitgliedschaften in 11 219 Vereinen ist der organisierte Sport die größte Personenorganisation in Baden-Württemberg.

In den Sportvereinen engagieren sich zehntausende Menschen ehrenamtlich. Neben der fachlichen Anleitung sind sie insbesondere auch pädagogisch wirksam. Die Trainerinnen und Trainer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Betreuerinnen und Betreuer, Kampf- und Schiedsrichterinnen, Kampf- und Schiedsrichter sowie Funktionärinnen und Funktionäre sowie Eltern sehen ihren Auftrag auch in der Vermittlung der Werte des Sports wie z.B. Weltoffenheit, Internationalität, Teamgeist, Abbau von Vorurteilen, Respekt, Fairness, Zusammenhalt und menschenwürdiger Umgang. Damit tragen alle im Sport eine große Verantwortung für Zusammenhalt und Toleranz in unserer Gesellschaft. Unter anderem widmen sich unsere gemeinsam mit den Sportbünden verantworteten Programme „Zusammenhalt im Sport in Baden-Württemberg“ sowie „Integration durch Sport“ genau diesen Herausforderungen.

Gefordert hat uns in den zurückliegenden Monaten das Thema psychische und physische Gewalt. Mit der Berufung einer unabhängigen Arbeitsgruppe mit Experten aus verschiedenen Fachbereichen hat der LSVBW die Basis gelegt, dass strukturelle Defizite im System ermittelt werden und ein Prozess angeschoben wird, der zu strukturellen Veränderungen führt.   

Eine in der Satzung festgeschriebene Aufgabe des LSVBW ist die Förderung des Leistungssports in Baden-Württemberg einschließlich Talentsuche und Talentförderung. In diesem Bereich können der LSVBW gemeinsam mit den Fachverbänden von einer erfreulichen Entwicklung berichten. Dies zeigte sich im vergangenen Jahr bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris. Sowohl was die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Erfolge anbelangt können wir mehr als zufrieden sein.

Auf Bundesebene hat der Sport nach der Bundestagswahl 2025 eine neue Anlaufstelle. Direkt im Kanzleramt werden die diversen Belange des Sports gebündelt. Dr. Christiane Schenderlein ist als Staatsministerin für Ehrenamt und Sport die Ansprechpartnerin. Als Speerspitze der Landessportbünde, denen der LSVBW momentan vorsitzt, haben wie bereits die Themen, die den Sport umtreiben, hinterlegt: das Sportfördergesetz, die Spitzensportförderung im allgemeinen und die Finanzierung der Olympiastützpunkte sowie die Verwendung der Mittel aus dem Sportinfrastrukturpaket.

Welch besonderen Einfluss Großveranstaltungen wie Olympische und Paralympische Spielen oder auch Welt- und Europameisterschaften auf die Gesellschaft haben, konnten wir ebenfalls schon mehrfach konstatieren. Die Begeisterung ist besonders greifbar, wenn die Erfolgschancen deutscher Athletinnen und Athleten oder Mannschaften groß sind. Doch diese gibt es nicht ohne Einsatz. Einsatz in Form von intensivem Training der Sportlerinnen und Sportler, aber auch Einsatz in Form von qualifiziertem Personal und der Schaffung einer geeigneten Infrastruktur.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde der Sport über die verschiedenen Solidarpakte Sport gut ausgestattet. In den kommenden Wochen und Monaten müssen wir über die Ausstattung des Solidarpakts Sport V verhandeln. Wir gehen dabei weiterhin von der nötigen Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg aus.

Bedanken möchte ich mich bei den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sportvereinen, den Dachverbänden, Verbänden mit besonderen Aufgaben und den Sportbünden für ihre unermüdliche Arbeit. Mein Dank geht auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle. Doch was wäre der Sport ohne die Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg? Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass die Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium, mit dem Ministerium für Kultus Jugend und Sport wie auch allen anderen Ressorts von Vertrauen wie auch Respekt geprägt. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Partner, die den Sport fördern.

      

Jürgen Scholz
Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Gerade in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen wächst der Wunsch nach Zusammenhalt. In dieser Hinsicht leisten unsere Sportvereine einen unverzichtbaren Beitrag. Sie bieten nicht nur Raum für körperliche Aktivität, sondern verbinden Menschen unabhängig von Alter und Herkunft und stärken damit das soziale Miteinander. 

Sportvereine spielen für viele Menschen zudem eine zentrale Rolle bei der Identifikation mit ihrer Region und ihrem Heimatort. Besonders wichtig ist dabei auch das Engagement für die junge Generation. Die Vereine bieten nicht nur eine Plattform für die Persönlichkeitsbildung, sondern auch die Möglichkeit, junge Sport-Talente zu entdecken und gezielt zu fördern. 

Mit dem Vorsitz der Sportministerkonferenz 2025 und 2026 übernimmt Baden-Württemberg große Verantwortung für die Zukunft des Sports in Deutschland. Die Sportministerkonferenz hat insbesondere den Kinder- und Jugendsport als zentrales Zukunftsthema in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Umso bedeutender ist es, dass wir uns dabei auf die starken und engagierten Vereine im Land verlassen können. Gemeinsam mit dem Landessportverband wollen wir Impulse setzen und notwendige Veränderungen anstoßen. 

Mein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen und den Verantwortlichen des Landessportverbandes, die mit unermüdlichem Engagement und Leidenschaft einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Sportvereine und für den Zusammenhalt der Gesellschaft leisten. 

Ich wünsche allen Beteiligten der 21. Mitgliederversammlung des Landessportverbandes Baden-Württemberg e. V. einen erfolgreichen Verlauf und einen inspirierenden Austausch, der neue Perspektiven und Ideen für die künftige Arbeit hervorbringt! 

 

Winfried Kretschmann 
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg 

Thomas Weikert

Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde,

es ist mir eine große Freude, Sie im Namen des Deutschen Olympischen Sportbundes herzlich zur Mitgliederversammlung des Landessportverbandes Baden-Württemberg begrüßen zu dürfen.

Der Sport in Deutschland steht aktuell vor wichtigen Aufgaben. Die Herausforderungen werden nicht kleiner und die Anforderungen an Vereine und Verbände steigen stetig. Bewegungsmangel, in die Jahre gekommene Sportstätten, der Klimawandel, eine immer älter werdende Gesellschaft und die Digitalisierung sind nur einige Themen, denen wir uns auch im Sport stellen müssen.

Mit dem Landessportverband Baden-Württemberg weiß ich um einen starken Partner, mit dem wir Lösungen finden und eine bessere Zukunft gestalten können. Denn die Zukunft des Sports in Deutschland können wir nur gemeinsamen gestalten. Mit Optimismus, mit Innovationsfreude und mit der festen Überzeugung, dass Sport mehr ist als Bewegung – Sport ist Begegnung, Bildung, Gesundheit und Integration.

Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam diese Aufgaben stemmen werden, denn der organisierte Sport ist eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sport verbindet, integriert und inspiriert. Er lehrt Fairness, Respekt, Teamgeist und den Leistungsgedanken Werte, die heute wichtiger sind denn je.

Die Verhandlungen zum neuen Koalitionsvertrag der Bundesregierung haben wichtige Impulse für den organisierten Sport in Deutschland gesetzt. Es ist ein erfreuliches Signal, dass Sport in seiner ganzen Vielfalt und gesellschaftlichen Relevanz eine größere Wertschätzung erfahren soll. Wir sehen vier hoffnungsvollen Jahren für den Sport entgegen und werden doch weiter hart arbeiten und in unseren Bemühungen für einen besseren Sport nicht nachlassen.

Besonders hervorheben möchte ich die geplante Stärkung des Ehrenamts. Ohne das unermüdliche Engagement der vielen Ehrenamtlichen wäre der deutsche Sport, wie wir ihn heute kennen und schätzen, undenkbar. Deshalb ist es richtig und notwendig, Bürokratie abzubauen, Anreize zu schaffen und die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement weiter zu verbessern.

Denn es sind die Vereine mit ihren Mitgliedern, den Übungsleiterinnen und Übungsleitern und den Ehrenamtlichen, die Tag für Tag den Sport am Laufen halten. Bewegung und Sport sind kein Zusatz, sie sind ein Grundbedürfnis. Vereine und Kommunen müssen dafür noch enger zusammenarbeiten. Nur so schaffen wir es, eine gesunde, aktive und solidarische Gesellschaft von morgen aufzubauen. So können wir Deutschland fit machen. Und ich bin überzeugt, dass uns auf diesem Weg auch eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele helfen wird.

Ich danke Ihnen allen für Ihr unermüdliches Engagement, Ihre Leidenschaft und Ihre Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen, um Menschen für den Sport zu begeistern. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Sport in Baden-Württemberg und ganz Deutschland weiterhin ein Anker für unsere Gesellschaft bleibt.

Bei Bewältigung der künftigen Aufgaben und bei Ihrer Mitgliederversammlung wünsche ich Ihnen gutes Gelingen.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement – und bleiben Sie in Bewegung!

 

Mit sportlichen Grüßen
Thomas Weikert
Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

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