Qualifizierung – FIT FÜR DIE VIELFALT

Woran denken Sie, wenn Sie den Begriff Vielfalt hören? An etwas Interessantes? An Abwechslung vielleicht, oder an eine Auswahl verschiedener Möglichkeiten? Dazu gäbe es guten Grund. Denn für das Zusammenleben mit anderen Menschen bedeutet Vielfalt vor allem eines: Chancen. Wer dieses Potenzial nutzen will, muss allerdings wissen, wie heterogene Gruppen „ticken“ und wie man integrative Prozesse in ihnen befördern kann.

Das Bildungsprogramm FIT FÜR DIE VIELFALT – SPORT INTERKULTURELL hilft Ihnen dabei. Es verknüpft theoretische Hintergründe mit praktischen Übungen und ermöglicht den Teilnehmern die oft überraschende Reflexion ihres eigenen Verhaltens. So unterstützt es die tägliche Arbeit ganz unterschiedlicher Teilnehmergruppen. Übungsleiter und Trainer profitieren von den Seminaren ebenso wie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter von Vereinen oder Verbänden. Den Zugang erleichtern verschiedene Formate: Neben dem mehrtägigen Intensivseminar, das zentral stattfindet, gibt es das Tagesseminar sowie das Kompaktseminar, die wir auf Anfrage inhouse durchführen.

Das Intensivseminar FIT FÜR DIE VIELFALT wird von den meisten Sportverbänden zur Lizenzverlängerung anerkannt.

Weitere Informationen zu den Formaten:

Intensivseminar
Tagesworkshop
Kompetenter Einstieg

Aktuelle Termine und Anmeldungen

Teilnehmerstimmen

„Ganz toll fand ich, dass die Inhalte an die Erwartungen der Seminarteilnehmer angepasst wurden.“
(Martina aus Freiburg, Teilnehmerin 2015)

„Ich kann sehr vieles aus diesem Seminar in meinen Vereinsalltag mitnehmen, vor allem verstehe ich jetzt die Zusammenhänge besser, warum andere Menschen Dinge anders beurteilen und betrachten.“
(Ivica aus Stuttgart, Teilnehmer 2014)

„Ich habe nicht nur etwas über das Thema und andere Kulturen, sondern vor allem auch viel über mich selbst gelernt.“
(Christoph aus Waiblingen, Teilnehmer 2012)

„Ich nehme viele neue Spiele vom Seminar mit, die ich gleich in der kommenden Woche in meiner Gruppe ausprobieren möchte.“
(Ioana aus Karlsruhe, Teilnehmerin 2012)

Berichte

Voneinander für die Praxis lernen. Intensivseminar „Fit für die Vielfalt“ in der Sportschule Ruit

Wie können wir unsere Sportvereine auf die aktuelle Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Entwicklungen vorbereiten? Welche Strategien und Erfahrungen im Umgang mit kultureller Vielfalt im Sportverein haben sich bewährt und welche Hindernisse sind zu erwarten?

Mit diesen und weiteren Fragen befassten sich über 20 Teilnehmer/innen beim Intensivseminar „Fit für die Vielfalt“ vom 18. bis 20. November in der Sportschule Ruit. In den drei Tagen tauschten sich die Seminarteilnehmer/innen, Trainer/innen und Funktionsträger/innen aus verschiedenen baden-württembergischen Sportvereinen, über ihre Erfahrungen an der Vereinsbasis aus und diskutierten über aktuelle Entwicklung in der Vereinsarbeit. Neben diesem Erfahrungsaustausch standen auch neue Methoden der Interaktionspädagogik und der interkulturellen Arbeit auf dem Programm: „Unsere Seminare leben von den vielfaltigen Erfahrungen der Teilnehmer/innen. Es ist immer interessant, wenn verschiedene Personen zusammen kommen, die auch unterschiedliche Erwartungen und kulturelle Prägungen mitbringen. Dies führt meistens zu lebhaften Diskussionen, die als sehr aufschlussreich wahrgenommen werden“, erklärt Seminarleiter Michael Zeile den didaktischen Ansatz des Seminars. „Wir setzen uns mit aktuellen Beispielen aus der Vereinspraxis auseinander. So gehen die meisten Beteiligten mit einem veränderten Blick auf die Herausforderungen der kulturellen Vielfalt in ihrem Verein nach Hause. Außerdem bekommen sie praktische Hilfestellung für ihre tägliche Arbeit vermittelt“, so Zeile weiter.

Den Eindruck der kulturellen Vielfalt im Sport und der Gesellschaft nahmen die Teilnehmer/innen mit nach Hause. Das lag an den unterschiedlichen kulturellen Prägungen der Teilnehmer/innen. So verfügten einige über Migrations- oder Fluchterfahrung, andere wurden in Deutschland sozialisiert und kannten Migration und Flucht nur aus Erzählungen. „Das Seminar öffnet den Blick dafür, dass Fremdsein und in ein unbekanntes Land flüchten zu müssen, schwierige Lebensphasen sind, die sehr viel Mut, Selbstreflexion und gleichzeitig Offenheit für andere Umgangsformen und Traditionen erfordern. Dadurch bekommt man eine ganz andere Wertschätzung für den Umgang mit Zugewanderten, die sehr wertvoll sein wird für meine weitere Arbeit“, lobte Susanne Brand aus Göppingen das Seminar. „In meinem Projekt ‚aktiF‘, bei dem es um die Zielgruppen der Mädchen und Frauen mit Zuwanderungsgeschichte geht, möchte ich Bausteine daraus für die Vereinsvertreter verwenden“, so Brand weiter.
Das Intensivseminar „Fit für die Vielfalt“ wurde als gemeinsame Qualifizierungsmaßnahme des Programms „Integration durch Sport“ beim Landessportverband Baden-Württemberg e. V. und dem Württembergischen Landessportbund e. V. organisiert. Es soll die Sportorganisationen im Land und ihre Fachkräfte auf die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt vorbereiten und die Integrationsarbeit im Sport fördern.