Die evangelische Kirche und der organisierte Sport in Baden-Württemberg haben bei einem Spitzengespräch in Stuttgart die Integration von Flüchtlingen und den Sonntagsschutz als gemeinsame gesellschaftliche Herausforderungen benannt. Beide Seiten plädierten für eine Weiterführung des Bildungszeitgesetzes, um das Ehrenamt in Kirche und Sport zu stärken.

Badens Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) und sein württembergischer Amtskollege Frank Otfried July (Stuttgart) sowie Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg e. V. (LSV), würdigten das „sehr anregende Strategiegespräch“. „Wir ziehen in vielen Bereichen an einem Strang, zum Beispiel in Fragen der Integration, der Inklusion und im Bemühen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken“, erklärten die Bischöfe. Als konkrete Herausforderung nannten sie die Weiterführung des Bildungszeitgesetzes; es ermögliche Ehrenamtlichen, „sich gut fortzubilden, um sich selbstbewusst und kompetent in Sport und Kirche engagieren zu können“, erklärten die Vertreter der Kirchen.

Für den Sport resümierte Elvira Menzer-Haasis: „Die lange und immer tragfähige Kooperation von Kirche und Sport bei zentralen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung, konnte beim Spitzentreffen weiter ausgebaut werden. Sport und Kirche als die beiden größten zivilgesellschaftlichen Akteure in Baden-Württemberg wollen ihren gemeinsamen Wertekanon nutzen, um Menschen in den Kirchengemeinden und Sportvereinen Gemeinschaft und Gestaltungsfreiräume bieten zu können.“

Die Spitzenvertreter haben sich zu weiteren, regelmäßigen Strategiegesprächen und Fachgesprächen vereinbart.