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Startschuss zur baden-württembergweiten Kampagne "Cool and clean"


"Sag nein zu Tabak, Alkohol und Doping. Sag ja zu Fairness und Teamgeist!" Am 6. März ist der Startschuss zum großen Präventionsprogramm »cool and clean« gefallen. »cool and clean« wird initiiert von der Württembergischen Sportjugend. Das Ziel: Möglichst viele Trainer und Betreuer, Übungs- und Jugendleiter sollen sich mit ihren jugendlichen Sportlern zu einem sauberen und fairen Sport bekennen.

»cool and clean« stammt ursprünglich aus der Schweiz und wird dort von Swiss Olympic, der Dachorganisation der Schweizer Sportverbände, als nationales Programm für den gesamten Schweizer Sport umgesetzt.
An »cool and clean« können und sollen sich möglichst viele Sportvereine, Mann schaften, Teams und Vereinsgruppen beteiligen. Zur »cool and clean«-Zielgruppe gehören somit Kinder und Jugendliche sowie deren Trainer, Betreuer und Jugend- leiter aus allen Sportvereinen in Baden-Württemberg.
Die Anmeldung erfolgt über das Internet unter www.coolandclean.de.
Quelle: wsj

Weitere Informationen finden Sie unter www.coolandclean.de.

Ernährungsfonds „Eine Mahlzeit für alle Kinder“ fördert Ernährungsprojekte


Eine gesunde Ernährung ist die Basis für eine gute Entwicklung unserer Kinder. Besonders wichtig ist es daher, Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Bildungsschichten zu unterstützen. Ein fataler Trend lässt sich seit Jahren bei diesen Kindern beobachten. Sie bekommen oft tagsüber gar keine warme Mahlzeit. Sie müssen hungern und ihre Leistungsfähigkeit in der Schule sinkt dramatisch. Um dieser unerträglichen Situation entgegenzuwirken, hat das Deutsche Kinderhilfswerk den Fonds „Eine Mahlzeit für alle Kinder“ ins Leben gerufen. Der Fonds unterstützt vor allem Spielmobile, Abenteuer- und Aktivspielplätze, Nachbarschaftshäuser sowie Initiativen in Brennpunktgebieten (Quartiersmanagement).
Kochkurse für Kinder
Kochkurse für Kinder
Diese Einrichtungen sind ideale Orte, um Kinder über gesundes Essen aufzuklären und dafür zu sorgen, dass auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien täglich eine gesunde Mahlzeit bekommen. Die Aktion richtet sich schwerpunktmäßig an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 16 Jahre.

Gefördert werden
· gemeinsame Kochkurse für Kinder und teilweise Eltern
· Aufklärung über gesunde Ernährung mit einer Ernährungsberaterin/einem Ernährungsberater
· Beteiligung der Kinder an den Kochkursen
· Aufklärungsarbeit über gesunde Ernährung
· Mittelpunkt der Kochkurse ist das gemeinsame Gruppenerlebnis
· Kinder entwickeln eigene Rezeptideen (Zutaten, Mengen und Preise)
· kostenlose Mittagstische für Kinder mit pädagogischer Betreuung

Bewerbungsstart ist der Weltgesundheitstag am 7. April 2010. Anträge können ganzjährig gestellt werden. Ein Projektkonzept und ein verbindlicher Kosten und Finanzierungsplan ist dem Antrag beizufügen. Bei Vereinen sind die Vereinsunterlagen wie Satzung, Vereinsregisterauszug und Freistellungsbescheid einzureichen. Ausgewählt werden aus jedem Bundesland 1 - 2 Projekte, die eine Förderung von 1.000,00 € erhalten. 3 Projekte erhalten den Status von
Kooperationsprojekten mit einer Förderung von 10.000 €.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen erhalten Sie hier Ernährungsfonds "Eine Mahlzeit für alle Kinder"

Bundesweiter Wettbewerb „Unser Verein – IN FORM“ gestartet


„Für die Umsetzung des nationalen Aktionsplans ‚IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung’ sind die Vereine unverzichtbar. Wenn die Vereine sich mit uns gemeinsam für gesunde Ernährung und viel Bewegung engagieren, wird es uns gelingen, noch mehr Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren “, sagte Bundesernährungsministerin Ilse Aigner zum Start des bundesweiten Wettbewerbs „Unser Verein – IN FORM“ an der Deutschen Sporthochschule in Köln.


„Vereine spielen im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle. Hier wird Verantwortung gelernt und die Grundlage für bürgerschaftliches Engagement gelegt. Deshalb ist es so wichtig, die Vereine ins Boot zu holen,“ sagte Bundesministerin Aigner.
Durch den Wettbewerb „Unser Verein – IN FORM“ sollen Vereine bei der Förderung eines gesunden Lebensstils unterstützt werden. Ziel ist die Bildung eines Netzwerkes von Vereinen, die sich für gesunde Ernährung und vielseitige Bewegung einsetzen. Im Sinne von IN FORM sollen gute und erfolgreiche Aktionen in den Vereinen bekannt gemacht und in die Breite getragen werden.
Alle Vereine, die sich für ausgewogene Ernährung und viel Bewegung engagieren, können sich bewerben. In einem zweistufigen Bewerbungsverfahren werden die Siegervereine ausgewählt. Neben Preisgeldern von insgesamt 15.000 Euro werden Fortbildungsgutscheine und Medien im Wert von über 15.000 Euro verliehen.
Die DFB-Frauenfußballnationalmannschaft , insbesondere Ursula Holl, Renate Lingor sowie die Trainerin Silvia Neid, unterstützen den Wettbewerb als Paten.
Das Bundesernährungsministerium und das Bundesgesundheitsministerium stellen für die
Umsetzung der Initiative IN FORM jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. IN FORM bildet das Dach einer Vielzahl von Maßnahmen und Initiativen zur Förderung
eines gesunden Lebensstils.
Quelle: dsj

Weitere Informationen finden Sie unter www.in-form.de

"Kenn Dein Limit" - Risiken übermäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen


Jeder fünfte 12- bis 17-Jährige in Deutschland praktiziert derzeit mindestens einmal im Monat das Rauschtrinken. "Viele Jugendliche unterschätzen die Gefahren von hohem Alkoholkonsum in kurzer Zeit", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Da sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, wirkt das Zellgift Alkohol bei Jugendlichen viel schneller und schädlicher als bei Erwachsenen. Jeder Rauschzustand ist eine Vergiftung."
Zu viel Alkohol kann lebensgefährlich sein Im Rauschstadium verschlechtert sich die Sehfähigkeit, die Sprache wird undeutlich und die Reaktionsfähigkeit nimmt rapide ab. Das Unfallrisiko ist zehnmal höher, als unter nüchternen Bedingungen und die Gewaltbereitschaft nimmt zu. Lebensgefährlich wird es, wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viel Alkohol getrunken wird. Denn dann fehlt dem Körper die Zeit, sich durch Übelkeit und Erbrechen gegen das Zellgift zu wehren. Der hohe und schnelle Konsum von Alkohol kann zu Atemstillstand und letztlich zum Tod führen.


Darüber hinaus hat Alkohol eine enthemmende Wirkung, wodurch Jugendliche schnell in riskante Situationen geraten können. Laut einer Repräsentativbefragung der BZgA ist Alkohol einer der entscheidenden Gründe dafür, dass Jugendliche beim Geschlechtsverkehr nicht verhüten: Etwa jedes fünfte Mädchen und jeder zehnte Junge zwischen 14 und 17 Jahren verzichten unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Suchtmitteln auf ein Kondom. Die Gefahr, sich mit dem HI-Virus oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken, steigt.
Erwachsene und Eltern müssen Verantwortung übernehmen Insbesondere Eltern sind gefordert, ihre Kinder vor den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen. "Eltern sollten mit ihren Kindern über die Gefahren des Alkohols reden", betont Prof. Dr. Pott. "Auch zu Karneval müssen sie mit gutem Beispiel vorangehen und sollten nicht leichtfertig vor den Augen ihrer Kinder zu viel Alkohol trinken."
Um Kinder und Jugendliche zu schützen, gilt in Deutschland mit dem Jugendschutzgesetz ein striktes Abgabeverbot von Alkohol an unter 16-Jährige. Spirituosen und spirituosehaltige Getränke dürfen erst an über 18-Jährige abgegeben werden. Die Betreiber von Gaststätten, Kiosken, Tankstellen und anderen Verkaufsstellen von Alkohol sind verpflichtet, diese Bestimmungen einzuhalten.
Quelle: BZgA

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.kenn-dein-limit.info

Gesundes Aufwachsen in Baden-Württemberg



„Gesundheit ist nicht nur aus der Perspektive des Einzelnen wichtig, sondern auch aus dem Blickwinkel der Gesamtgesellschaft“, so Thomas Halder, Ministerialdirektor des Ministeriums für Arbeit und Soziales, zum Auftakt der Tagung „Gesundes Aufwachsen in Baden-Württemberg“. 160 Teilnehmer besuchten den Fachtag der Baden-Württembergischen Sportjugend (BWSJ) im Landessportverband Baden-Württemberg e. V. und des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) im SpOrt Stuttgart. Hintergrund der Veranstaltung war der 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, der regelmäßig die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik bilanziert.
Roland Klinger, Verbandsdirektor des KVJS, ging in seinem Eingangsstatement schon auf die Forderungen von Prof. Dr. Heiner Keupp ein: „Mit dieser Tagung machen wir einen ersten Schritt in die richtige Richtung, nämlich dass eine Vernetzung von verschiedenen Bereichen unumgänglich ist, wenn man langfristigen Erfolg in der Kinder- und Jugendförderung haben möchte.“ In diesem Zusammenhang hob er auch die Wichtigkeit hervor, dass Ministerialdirektor Halder die Teilnehmer über die Gesundheitsstrategie des Landes informierte.
Magdalena Heer
Magdalena Heer
Magdalena Heer (Bild re.), stellvertretende BWSJ-Vorsitzende, mahnte in Ihrer Begrüßungsrede, dass den Angeboten der Sportorganisation in diesem Themenfeld mehr Bedeutung zugemessen werden müsste: „Sportvereine mit ihren Angeboten sind die beste und billigste Medizin und Prävention für Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen. Dies muss auch von der Politik anerkannt und entsprechend gefördert werden.“
Als Hauptreferent konnten die Veranstalter, neben der BWSJ und dem KVJS waren auch die Kommunalen Landesverbände, die Liga der freien Wohlfahrtspflege und das Landesgesundheitsamt beteiligt, Professor Dr. Heiner Keupp (Bild li.), Vorsitzender der Sachverständigenkommission des 13. Kinder- und Jugendberichts, gewinnen. Er stellte verschiedene Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung und Prävention vor und nannte es „eine gemeinsame Aufgabe in der Kinder- und Jugendhilfe, diese Ansätze konsequent zu verfolgen“. Vor allem auf die Kooperation der unterschiedlichen Akteure legte er großen Wert.
Professor Dr. Heiner Keupp
Professor Dr. Heiner Keupp
Nur so könne Erfolg langfristig gewährleistet werden. Die strukturelle Unwissenheit unter den Akteuren müsste aufgearbeitet und die geforderten Netzwerke und Kooperationen müssten professionell angegangen werden, so Keupp, damit diese nicht zu "Verhinderungen" würden.
Keupp bemängelte auch die fehlende Dynamik in dem Gesamtprozess, es müssten endlich Taten folgen und es dürfe nicht nur beim Reden bleiben. Er sprach in diesem Zusammenhang an, dass dafür klare Aufträge und klare Kompetenzen nötig seien.
Nachmittags diskutierten die Teilnehmer in verschiedenen Workshops Praxisbeispiele aus Baden-Württemberg und erarbeiteten konkrete Konzepte zur Umsetzung. Themen waren vor allem Kindertagesstätten und Schulen, Angebote der Sportvereine und Verbände, psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen. Bestandteil der Diskussionen war auch das Thema, dass der Schwerpunkt momentan vor allem auf Kinder gelegt wird und die Förderung der Jugend vernachlässigt wird. Zudem forderten die Beteiligten mehr Ressourcen, um eine qualitativ hochwertige Kinder- und Jugendarbeit zu gewährleisten.
In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Empfehlungen von Keupp nochmals aufgegriffen und die Ergebnisse der Workshops miteinbezogen. Die betroffenen Organisationen müssen nach Keupp ihre Arbeitsstruktur verändern, damit die Arbeit zum Wohl der Kinder und Jugendlichen geht.
Die Zielgruppe der Veranstaltung waren Führungskräfte, Fachleute, Gremienmitglieder und Verbandsvertreter öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Eingliederungshilfe und des Sports sowie Kinder- und Jugendärzte, Kinder- und Jugendpsychiater, (Familien-)Hebammen, Kinderkrankenschwestern und die Regionalen Arbeitsstellen Kooperation der Schulverwaltung.

Alle Vorträge des Fachtags und die Kernthesen aus den Workshops sind hier zu finden.
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Bewegungsmangel - „Verhaltensdimensionen prägen sich früh aus“


Das Motorik-Modul (Testreihe) des Forschungszentrums für den Schulsport in Karlsruhe hat die schwunghafte Diskussion um Bewegungsmangel und -Defizite im Kindes- und Jugendalter belebt.
Die MOMO-Studie von Professor Klaus Bös liefert eine Vielzahl repräsentativer Daten, „das macht eigentlich diese Studie einmalig.“ Ergebnisse der Untersuchung zwischen 2001 und 2007 diskutierte der Sportwissenschaftler im Auftakt-Vortrag beim 24. Darmstädter Sport-Forum („Kinder und Jugend im Fokus der Sportwissenschaft “).
Alle zwei Jahre vermindert sich die Leistungsfähigkeit des Menschen um ein Prozent. Bös: „Verhaltensdimensionen prägen sich früh aus und bleiben in der Lebensspanne relativ stabil.“ Deshalb gilt es im Grundschulalter die funktionelle Reserve auf- und auszubauen: „Man muss relativ früh intervenieren.“
Die Befunde der Karlsruher Studie liefern andere Daten:
Zwischen 1975 und 2006 sank die Leistungsfähigkeit von Kindern. „Zehn Prozent ist eigentlich richtig viel, die uns da verloren gehen.“ Gerade im Grundschulalter, wo sich viele motorische Fähigkeiten leichter erlernen ließen, mangelt es an täglicher Bewegungszeit. Sportunterricht wird überwiegend fachfremd unterrichtet, bundesweit 70 bis 80 Prozent, schätzt Bös.
Bei der motorischen Leistungsfähigkeit erreichen 43 Prozent der Kinder mit der Rumpfbeuge nicht mehr ihre Fußsohle. 35 Prozent können nicht kontrolliert rückwärts laufen. Übergewicht ist ein Grund für die körperlichen Schwächen. Wobei Körpermasse im Bewegungsverhalten (Motorik) hinderlich ist. Bei Kraftübungen (Werfen) kann es Vorteile bescheren.
Auch das Elternhaus bestimmt Aktivität und Fitness. Bei Mädchen („ab zehn Jahren passiert fast nichts mehr“) oder Kindern mit Migrations-Hintergrund ist dies besonders auffällig. Bei vier bis 17 Jahre alten Jugendlichen sind Mitgliedschaften im Sportverein mit 45 Prozent in einem und 13 Prozent in mehreren Clubs quantitativ hoch.
Doch Bös verlangt Qualität: „Kinder sollten mindestens 60 Minuten bei mindestens moderater bis starker Intensität aktiv sein. „Das schaffen im Grundschulalter knapp ein Drittel, im Jugendalter lediglich zehn Prozent. Es ist nicht möglich, fehlende Alltagsaktivität durch eine Stunde Sport pro Woche zu kompensieren“, sagt er. Er schätzt, dass pro Sportstunde im Durchschnitt lediglich 10 bis 15 Minuten – in der Grundschule weniger - aktive Bewegungszeit bleibt. „Der Einfluss der Sportstunden auf körperliche Fitness ist relativ gering.
Über 50 Prozent der Jungen im Verein strengen sich zumindest noch an, bei den Mädchen sind es lediglich bis zu 30 Prozent. Bös fordert deshalb: „Nicht nur die Vielfalt betonen, sondern sich auch tatsächlich anstrengen, dass sie schwitzen.“ Sein Motorik-Modul und den von ihm entwickelten Deutschen Fitnesstest verteidigte er in der lebhaften Diskussion nach dem Vortrag. Deren Übungen seien nicht weltfremd, ignorierten weder den Kindheitsalltag noch die moderne Bewegungswelt der Jugend. Laufen und Springen bilden für Bös weiterhin die Basis für Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit. „Diese grundmotorischen Fertigkeiten, das motorische Rüstzeug, sind schlechter geworden.“ Auch weil klassische Bewegungsformen schwieriger zu erlernen sind. „Trendsportarten lernen Sie viel, viel, viel schneller“, begegnete er dem Argument von Professor Franz Bockrath (TU Darmstadt), dem Organisator des Sport-Forums 2009: „Jugendliche bewegen sich eigentlich nicht weniger, sondern anders.“ Die angesagten Bewegungswelten betonen Geschicklichkeit und Balance (Skatebord, Snowboard, Surfen, Erlebnisparcours, Klettern) und sind in Vereinsangeboten und im Schulalltag unterrepräsentiert.
Die Kinderwelt ist vielfältiger geworden, „die Indoorwelt attraktiver als die Outdoorwelt. „95 Prozent der zehn Jahre alten Kinder haben heute einen Computer, 35 Prozent einen Fernseher in ihrem Zimmer.“ Damit verschwindet die Grundbewegung aus dem Alltag. „Bewegung im Freien ist heute viel schwieriger geworden.“
Bös verlangt vom modernen Sportunterricht zumindest in den kritischen Jahren der Bewegungsunlust während der Pubertät (zehn bis zwölf Jahre) Kinder und ihre Wünsche stärker einzubeziehen und sie an der Unterrichtsgestaltung partizipieren zu lassen.
„Wir brauchen den Körper, weil wir mit dem Körper unsere Persönlichkeit ausdrücken“, heißt für ihn der Schlüssel zur persönlichen Leistungsfähigkeit. Bös löst sich hier vom engen Sportbegriff und rückt qualifizierte Bewegung und Beweglichkeit, gerade im Kindesalter, in den Vordergrund.
„Lebenslange Aktivität und Fitness sind unverzichtbar. Es geht um Vielfalt und Könnens-erfahrung. Kinder brauchen Bewegung, aber sie brauchen ganz sicher auch Sport.“ Die Ganztagsschule, „in 20 Jahren überall Alltag“, begreift er als große Chance für den Sport. Hier muss sich stärkere Kooperation zwischen Schule und Verein entwickeln.

Auftaktveranstaltung „Komm mit in das gesunde Boot – Grundschule“


"Komm mit in das gesunde Boot – Grundschule" ist ein umfassendes Programm zur Gesundheitsförderung von Grundschulkindern. Das neue Präventionsprogramm der Landesstiftung Baden-Württemberg wird von einem Wissenschaftlerteam um Professor Dr. Jürgen Steinacker vom Universitätsklinikum Ulm umgesetzt und wissenschaftlich begleitet. Es basiert auf den positiven Erfahrungen des Forschungsprojekts "URMEL-ICE" der Universität Ulm, das seit dem Schuljahr 2006/2007 in 64 Klassen in der Region Ulm erfolgreich durchgeführt worden ist.

Ziel des Programms "Komm mit in das gesunde Boot – Grundschule" ist es, Kinder in der Entwicklung eines gesunden Lebensstils zu unterstützen und so ihre Lebensqualität im körperlichen, geistigen und emotionalen Bereich zu steigern. Um dies zu erreichen, sollen über die Lehrerinnen und Lehrer im Fach "Mensch, Natur und Kultur" (MeNuK) Kinder langfristig in ihrem Gesundheitsverhalten gestärkt werden. Dabei wird auch die Familie miteinbezogen.
Dieses Programm, das Ziele und Inhalte des Bildungsplans für die Grundschule verfolgt, soll mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 starten. Es unterstützt Lehrerinnen und Lehrer besonders in jenen MeNuK-Themen, in denen die Kinder Kompetenzen erwerben, um sich gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Quelle: Landesstiftung Baden-Württemberg

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundes-boot.de

Abschlussbericht zur Motorik-Modul-Studie MoMo


Bundesministerin von der Leyen: "Kindern, die Sport treiben, fällt es auch später leichter, den inneren Schweinehund zu überwinden"
Bundesfamilienministerium und Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe stellen Abschlussbericht zur Motorik-Modul-Studie vor:

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland haben große motorische Schwächen und sind nicht in der Lage, selbst einfache sportliche Aufgaben zu meistern. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Karlsruhe im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gründe für diese Ergebnisse sind häufige Inaktivität, mit zunehmendem Alter sinkende Bereitschaft sich anzustrengen sowie Übergewicht und Adipositas. Darüber hinaus beeinflussen auch Faktoren wie Sozialstatus, Migrationshintergrund und die Wohngegend die motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
"Wer sich schon als kleines Kind zu wenig bewegt, dem geht später allzu schnell die Puste aus. Wer aber früh lernt, dass sportliche Anstrengung glücklich macht, überwindet auch später als Erwachsener leichter den inneren Schweinhund", sagt Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen. "Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Im Kindergarten toben sie im Sandkasten herum oder rennen um die Wette und strotzen dabei vor Kraft und Energie. Doch spätestens in der Schule bewegen sich einige Jugendliche oft nur noch, wenn sie müssen. Manche Kinder kommen nur im Sportunterricht so richtig ins Schwitzen", so Ursula von der Leyen.
Beim Blick auf die motorische Leistungsfähigkeit zeigt die Studie, dass die Ausprägung von Gleichgewicht und die Beweglichkeit von Kindern und Jugendlichen abgenommen haben. Dabei hat sich vor allem die Fähigkeit körperliche Kraft zu entwickeln in den vergangenen 30 Jahren um 14 Prozent verschlechtert. Mehr als ein Drittel der getesteten Kinder und Jugendlichen im Alter von 4 bis 17 Jahren
(35 Prozent) waren nicht in der Lage, zwei oder mehr Schritte auf einem 3cm breiten Balken rückwärts zu balancieren. Beim Balancieren auf der T-Schiene gelingt es 86 Prozent der Mädchen und Jungen nicht, eine Minute auf der Schiene zu stehen ohne mit den Fußsohlen den Boden zu berühren. Jungen schneiden hier mit
53 Prozent noch deutlich schlechter ab als Mädchen mit 33 Prozent. Und das, obwohl 58 Prozent der Kinder und Jugendlichen Mitglied in einem Sportverein sind.
Dennoch beschränkt sich ihre körperlich-sportliche Aktivität überwiegend auf eine Trainingseinheit pro Woche. Im Alltag ist ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen körperlich relativ wenig aktiv.
"Bewegung macht nicht nur Spaß, sie ist auch sehr wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung. Viele Kinder können heute diesen Drang aber nicht mehr ausleben und leiden unter Bewegungsmangel - anstatt auf dem Spielplatz zu toben oder auf Bäume zu klettern, sitzen sie stundenlang vor dem Fernseher oder dem Computer. Hier sind vor allem die Eltern gefordert, gemeinsam mit den Kindern raus an die frische Luft zu gehen, zu bolzen oder mit dem Rad zu fahren. Für Kinder sind die richtigen Vorbilder ganz entscheidend", so Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen.
Motorische Leistungsfähigkeit und sportliche Aktivität hängen eng zusammen mit der gesundheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Bisher gab es dazu keine bundesweiten Daten und Zahlen. Mit dem Abschlussbericht zum Motorik-Modul liegen jetzt erstmals umfangreiche Vergleichswerte vor. Das Bundesjugendministerium hat das Motorik-Modul im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert Koch Instituts mit einer Million Euro gefördert. Die Studie wurde zwischen 2002 und 2008 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 4500 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren in fast 170 Orten in ganz Deutschland getestet.
Quelle: BMFSFJ

Weitere Informationen finden Sie unter www.motorik-modul.de

Informationen und Hilfe bei Magersucht und Bulimie


Das Bundesfamilienministerium gibt die Informationsbroschüre "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" für Eltern und Pädagogen heraus.
Essstörungen wie Anorexie und Bulimie bilden eine immer größere Gefahr: Fast ein Viertel (22 Prozent) der 11- bis 17-jährigen Mädchen in Deutschland leidet an Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) - Tendenz steigend. Die Folgen sind gravierend, rund 20 Prozent der Betroffenen sterben. Verschärft wird das Problem durch das Internet: Auf Websites und in Chatforen werden Anorexie ("Ana") und Bulimie ("Mia") verharmlost oder verherrlicht und als erstrebenswerter Lifestyle dargestellt.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb gemeinsam mit der länderübergreifenden Initiative "jugendschutz.net" eine Informationsbroschüre für Eltern, pädagogische Fachkräfte und Provider entwickelt. Die Broschüre mit dem Titel "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erklärt Ursachen und Symptome der Krankheiten, zeigt die Folgen auf und bietet Hilfe: Wie erkennt man eine Pro-Ana-Website? Wo gibt es Rat, wenn mein Kind betroffen ist? Auch verantwortungsbewusste Internet-Anbieter werden angesprochen: Sie finden Vorschläge, wie sie mit Pro-Ana/Mia-Angeboten umgehen können. Die Broschüre "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erscheint im Rahmen der ressortübergreifenden Initiative der Bundesregierung "Leben hat Gewicht".
Quelle: Jugendnetz BW

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de

Drogen- und Suchtbericht 2008


Die erfreuliche Nachricht: Immer weniger Jugendliche rauchen. Dafür allerdings ist der exzessive Alkoholkonsum angestiegen. Dies geht aus dem Drogen- und Suchtbericht hervor, der in Berlin vorgestellt wurde. Die Bundesregierung erarbeitet deshalb zurzeit ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention.
"Sucht- und Drogenkonsum betreffen keine kleine Randgruppe in der Gesellschaft", erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (Foto rechts): "Auch wenn es in manchen Bereichen, wie bei Tabak- und Cannabiskonsum, erfreuliche Rückgänge gibt, missbräuchlicher Konsum und Sucht betreffen immer noch eine große Zahl von Menschen. Wir dürfen nicht nachlassen, uns weiter gegen Missbrauch und Sucht einzusetzen."

Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Zu viel Nikotin-, Alkohol- und Drogenkonsum
Bätzing wies darauf hin, dass in Deutschland noch immer ein Drittel der Erwachsenen rauchten und 9,5 Millionen Menschen in riskanter Weise Alkohol konsumierten. Etwa 1,3 Millionen Menschen seien alkoholabhängig und mehr als 1,4 Millionen medikamentenabhängig. Etwa 600.000 vorwiegend junge Menschen missbrauchten Cannabis oder seien davon abhängig. Weitere 200.000 Menschen konsumierten Opiate, Kokain, Amphetamine und Halluzinogene.
Studien zufolge ging der gelegentliche Alkoholkonsum bei Schülerinnen und Schülern gegenüber 2003 leicht zurück. Der Konsum von Alkopops sei sogar drastisch gesunken. Die Menge des konsumierten Alkohols bei Kindern und Jugendlichen sei jedoch stark angestiegen. Auch das so genannte "Binge Drinking" (etwa: Trinken bis zur Bewusstlosigkeit oder Koma-Trinken) habe bei Jugendlichen stark zugenommen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat "gebingt" hatten, seien es 2007 schon 26 Prozent gewesen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen 10- bis 20-Jähriger wegen Alkoholvergiftung habe sich von 2000 bis 2006 mehr als verdoppelt.

In der Probezeit: Auto fahren nur mit 0,0 Promille
Die Bundesregierung setzt in der Alkoholprävention weiterhin auf ein Bündel verschiedener präventiver und gesetzlicher Maßnahmen. Derzeit ist ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention in Vorbereitung, in dem Jugendliche besonders berücksichtigt werden. Das im letzten Jahr eingeführte Alkoholverbot für Fahranfängerinnen und -anfänger in der Probezeit ist ein Bespiel für gesetzliche Maßnahmen.
Kritisch bewertete die Drogenbeauftragte die Alkoholwerbung. Zwar spreche die Werbung ganz offensiv jugendliche Lebenswelten und Images an. Die negativen Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums kämen darin aber nicht vor.

Nichtraucherschutzgesetze wirken
Erstmals sei es gelungen, einen flächendeckenden Nichtraucherschutz für öffentliche Innenräume zu schaffen. Nichtrauchen werde in öffentlichen Einrichtungen und Gaststätten sehr schnell zum Normalfall. Dies zeigen auch die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern wie Irland oder Italien.
Einer repräsentativen Umfrage in Deutschland zufolge begrüßten 71 Prozent der Befragten Rauchverbote in Gaststätten. Die aktuelle Diskussion um Ausnahmeregelungen bei Gaststätten zeige, so Bätzing, "dass wir nicht die Nichtraucherschutzgesetze überdenken müssen, sondern die Ausnahmeregelungen." Die Drogenbeauftragte appellierte an die Länder, die Ausnahmeregelungen bei Gaststätten zu streichen.
Sehr erfreulich sei, dass immer weniger Jugendliche rauchen. 2001 betrug der Raucheranteil bei Jugendlichen 28 Prozent, 2007 nur noch 18 Prozent. Bätzing wertete dies als einen großen Erfolg für die Tabakpolitik in Deutschland. Derzeit werde ein nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention erarbeitet. Erste positive Wirkungen zeigt schon das Rauchverbot an Schulen. Nach einer Studie gaben ein Drittel der rauchenden Schüler an, deshalb das Rauchen im schulischen Kontext aufgegeben zu haben. 17 Prozent lassen es sogar ganz.

Sorgenkind Heroin
Die Zahl der Drogentoten ist im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent gestigen. An den Folgen des Konsums illegaler Drogen starben 2007 1.394 Menschen. Im Jahr zuvor waren es 1.296.
Sucht und Drogen kennen bekanntlich keine Grenzen. Die Drogenbeauftragte bekräftigte deshalb die Absicht, auch grenzüberschreitend die Sucht und all ihre negativen Begleiterscheinungen anzugehen. Die Auswirkungen des internationalen Drogenhandels und -anbaus seien auch in Deutschland spürbar.
Deutschland habe die EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 genutzt, um die internationale Kooperation in der Sucht- und Drogenpolitik voranzutreiben. Entscheidend für die Verringerung des Drogenanbaus und -handels sind: Armutsbekämpfung, bessere Bildungschancen und Lebensbedingungen sowie die Reduzierung des Drogenanbaus in den Anbauländern.
Quelle: PM vom 05.05.2008

Weitere Informationen und den "Drogen- und Suchtbericht 2008" zum Download finden Sie hier: www.drogenbeauftragte.de

LBS-Kinderbarometer Deutschland 2007


Das „LBS-Kinderbarometer Deutschland 2007“ ist die größte Studie ihrer Art. Erstmals wurde sie 1997 in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Seither nahmen mehr als 24.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren daran teil. Das Ziel der Studie, es ist, eine Plattform für die Meinungen, Einstellungen, Wünsche und Ängste der Kinder in Deutschland zu schaffen.
Eine Zweidrittelmehrheit der Kinder in Deutschland hält sich körperlich für fit (65 Prozent). Allerdings fühlt sich auch ein Drittel der Neun- bis Vierzehnjährigen manchmal bzw. häufiger krank, nicht zuletzt wegen ungesunder oder einseitiger Ernährung. Das ergab das LBS-Kinderbarometer Deutschland unter Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, das jetzt in Berlin vorgestellt wurde.
In der für Deutschland repräsentativen Studie stehen die Themen Gesundheitsbewusstsein und das Ernährungsverhalten der Kinder im Vordergrund. Das LBS-Kinderbarometer greift damit u.a. die aktuelle Diskussion zu übergewichtigen und unter Bewegungsarmut leidenden Kindern auf. Dabei stellt es fest, dass sich die meisten Kinder wohl fühlen.
Bei einem Viertel der Kinder kann man von multiplen Belastungen sprechen: Sie fühlen sich häufig krank, ernähren sich in der Regel schlechter als ihre Altersgenossen und treiben weniger Sport. In dieser Risiko-Gruppe haben 37 Prozent Allergien und sogar 42 Prozent Stresskopfschmerzen. Fast zwei Drittel (64 Prozent in dieser Gruppe) empfinden sich als zu dick. Zudem weisen sie in allen Bereichen ein deutlich niedrigeres Wohlbefinden auf.
Zusammenhang von Gesundheit und Ernährungsverhalten
Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und allgemeinem Krankheitsempfinden: Demnach fühlen sich Kinder häufiger krank, die oft zu Chips, Kuchen und Fast Food greifen. Ebenfalls einen deutlichen Zusammenhang zeigt sich bei Kindern, die in der Vergangenheit bereits eine Diät zum Abnehmen gemacht haben: auch sie meinen, öfter krank zu sein.
Bei den Ernährungsgewohnheiten lässt sich allgemein ein recht hohes Gesundheitsbewusstsein feststellen. So essen rd. 69 Prozent oft oder sehr oft Obst – lediglich bei 7 Prozent gehört es selten oder nie zum Speiseplan. Mehr als die Hälfte der Kinder isst oft oder sehr oft Gemüse, allerdings auch jedes fünfte Kind (20 Prozent) selten oder nie. Fleisch lehnen 16 Prozent und Fisch 13 Prozent aller Kinder ab. Beliebt ist Fast Food: Rund 22 Prozent greifen nach eigener Aussage oft bis sehr oft zu Pommes und Pizza.
Auf der anderen Seite treiben Kinder häufig Sport, denn der ist bekanntlich gesundheitsfördernd. Fast alle bewegen sich mindestens einmal in der Woche beim Schulsport, darüber hinaus sind 69 Prozent in Sportvereinen aktiv. Doch auch ohne Institutionen lässt sich Sport treiben: 83 Prozent spielen mindestens einmal wöchentlich Fußball, skaten oder fahren Rad.
Häufigste Erkrankung: Stress-Kopfschmerzen
Kinder aus von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien fühlen sich öfter krank als ihre Altersgenossen aus Elternhäusern, in denen Vater und Mutter einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Insgesamt sind die häufigsten Erkrankungen des Nachwuchses Stress-Kopfschmerzen (33 Prozent) und Allergien (28 Prozent), wobei Heuschnupfensymptome mit 12 Prozent zu Buche schlagen. Auch stressbedingte Bauchschmerzen machen jedem fünften Kind (22 Prozent) zu schaffen. Es fällt auf, dass Stress-Kopfschmerzen bei Mädchen häufiger auftreten als bei Jungen (40 bzw. 27 Prozent).
Quelle: Pressemitteilung

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - Leitfaden für Eltern und Erziehende


Nach aktuellen Ergebnissen der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts sind 15 Prozent der Kinder zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig, weitere 6 Prozent leiden an Adipositas. In diesem Fall empfehlen die behandelnden Ärzte, das Gewicht zu normalisieren. Denn schon in jungen Jahren können dadurch ernsthafte gesundheitliche oder psychische Probleme auftreten. So kann Übergewicht die Blutfette und den Blutzuckerspiegel verschlechtern und Diabetes fördern. Gelenkschäden und Haltungsfehler können auftreten. Ständige Hänseleien können dazu beitragen, dass junge Menschen an Angst, Depressionen bis hin zu Ess-Störungen leiden.

Wie aber können Kinder abnehmen, ohne Diät zu halten, Medikamente einzunehmen oder sich chirurgischen Eingriffen zu unterziehen? In Deutschland gibt es eine Vielzahl verschiedener Angebote - vom Internetprogramm über Ernährungsberatung, Intervention in der Arztpraxis oder Sport im Verein bis hin zum mehrwöchigen Klinikaufenthalt. Viele Eltern sind jedoch überfordert, weil sie nicht wissen, welche Maßnahme für ihr Kind richtig ist. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einen Ratgeber entwickelt, der Eltern bei der Beurteilung eines Programms behilflich ist. Auch interessierte Erzieherinnen und Erzieher werden angesprochen, wenn sie Eltern bei der Auswahl einer bestimmten Maßnahme unterstützen möchten.
Der Leitfaden „Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - So finden Sie ein gutes Programm“ bietet umfangreiche Informationen zu den Ursachen sowie gesundheitlichen Problemen von Übergewicht und bietet Hilfe bei der Einschätzung des Körpergewichts des betroffenen Kindes. Praktische Hinweise informieren darüber, wann Hilfe von außen nötig ist und wie Eltern ihre Kinder aktiv unterstützen können. Es werden Kriterien vorgestellt, die ein gutes Programm ausmachen, damit Kinder Schritt für Schritt auf gesunde Weise ihr Gewicht normalisieren können, ohne dabei Erkrankungen oder Ess-Störungen zu riskieren.
„Eltern, die ein Programm zum Abbau des Übergewichts für ihr Kind suchen, sollten stets auf die Qualität achten. Deshalb spielen die Qualitätsmerkmale eine entscheidende Rolle in dem neuen Leitfaden der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“, so deren Direktorin Dr. Elisabeth Pott. „Konkrete Kriterien helfen, die Maßnahmen zu bewerten und Eltern in ihrer Entscheidung zu unterstützen. Ich wünsche mir, dass viele Betroffene dieses Angebot nutzen und dadurch ein passendes Programm für ihre Kinder finden können.“
Quelle: DOSB-Presse Nr.44 / 31.10.2006

„Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen - So finden Sie ein gutes Programm“- Ein Leitfaden für Eltern und Erziehende können Sie hier downloaden BZgA-Broschüren
Zu bestellen ist der Leitfaden bei: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bzga-kinderuebergewicht.de

BZgA fördert Projekte zu "Sport und Suchtvorbeugung"


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fördert die lokale Vernetzung von Sportvereinen und den Fachstellen für Suchtprävention für gemeinsame Aktionen und Projekte unter dem Motto „Kinder stark machen“.
Sportvereine und lokale Präventions- und Beratungsstellen können zusammen nachhaltige Projekte zum Thema Suchtvorbeugung auf die Beine stellen. Für die BZgA ist der Sport seit langem ein wichtiger Ort, an dem erfolgreich Suchtprävention stattfindet.

Im Rahmen von „Klub 2006“ hat sich diese gute Zusammenarbeit ein weiteres Mal bestätigt. Hier führten mehrere hundert Fußballvereine Aktionstage zum Thema „Kinder stark machen“ durch und erhielten dabei wichtige Unterstützung von den örtlichen Suchtberatungsstellen.
Mit dem neuen Faltblatt „Suchtvorbeugung im Sportverein“ wendet sich die BZgA gezielt an die lokalen und regionalen Präventionsstellen und will weitere Projekte zwischen ihnen und den Sportvereinen fördern. Das Faltblatt gibt Anregungen für Kooperationsmöglichkeiten und Tipps für die gegenseitige Kontaktaufnahme. Es kann kostenlos beim „Kinder stark machen“-Service angefordert werden.
Quelle: BZgA

Weitere Informationen finden Sie unter www.kinderstarkmachen.de

Neue Broschüre der BZgA - "Jugendgesundheit geht alle an!"


Viele Lehrerinnen und Lehrer stellen fest, dass es immer schwieriger wird, dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule nachzukommen. Zappelige und unkonzentrierte Schüler/innen, ein gereiztes, unsolidarisches Klassen- und Schulklima, mangelnde Leistungsbereitschaft und ausbleibende Aufmerksamkeit sind häufige Ursachen dafür, dass viel Unterrichtszeit verwendet werden muss, um die Klassensituation zu befrieden, damit überhaupt unterrichtet werden kann.

Zugleich wachsen die Anforderungen und Erwartungen an die Erziehungs- und Bildungsleistungen der Schule. Dieser tägliche Spagat, zwischen Herstellung einer konzentrierten Lernatmosphäre und Erteilung eines lehrplangerechten Unterrichts, belastet Lehrkräfte mitunter so sehr, dass auch ihre eigene Gesundheit darunter leidet.
Vor diesem Hintergrund setzt sich allmählich in immer mehr Schulen die Einsicht durch, dass schulische Gesundheitsförderung nicht eine weitere Zusatzaufgabe und -belastung für Schulen darstellt, sondern vielmehr dabei helfen kann, dem eigentlichen „Kerngeschäft“ der Bildungsvermittlung besser nachkommen zu können.
Um Gesundheitsförderung in Schulen umzusetzen, ist es zunächst wichtig, sich über die aktuelle Ausgangssituation zu verständigen, um dann gemeinsam zu überlegen, welche gemeinsamen Ziele angesteuert werden sollen und womit begonnen werden kann. Gesundheitstage, Projektwochen oder ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt stehen dabei oft am Anfang nachhaltiger Strategien und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Schulen.
Die vorliegende Broschüre verschafft einen kurzen Überblick zum aktuellen Diskussionsstand der Gesundheitsförderung in Schulen. Sie stellt zugleich Planungshilfen zur Verfügung, die auch bei der Umsetzung eines Jugendgesundheitstages zum Tragen kommen. Schließlich präsentiert sie beispielhaft einige Projekte schulischer Gesundheitsförderung aus Sicht der Beteiligten und stellt im letzten Teil Service- und Kontaktadressen bereit, die bei eigenen Maßnahmen und Aktivitäten unterstützend herangezogen werden können.
Die Broschüre verschafft einen kurzen Überblick zum aktuellen Diskussionsstand der Gesundheitsförderung an den Schulen und stellt zugleich Planungshilfen zur Verfügung.
Quelle: BZgA

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie unter www.bzga.de

BWSJ und "nutella" veranstalten wieder "SportsFinderDays"


In der Öffentlichkeit schon lange diskutiert, wollen wir von der Baden-Württembergischen Sportjugend (BWSJ) im Bereich Jugendgesundheit aktiv werden. Denn die Experten sind sich einig: Schon im Kindesalter werden die Grundlagen für kritische Lebensweisen gelegt. Tatsächlich ist es nicht zu übersehen: Kinder und Jugendliche bewegen sich heute deutlich weniger als vor zwanzig Jahren. Sie sitzen vor dem Fernseher oder am Computer und erbringen viele Stunden täglich ohne jegliche körperliche Betätigung. Die Folge: Bewegungsmangel in Verbindung mit kritischem Essverhalten bildet einen wesentlichen Wirkungszusammenhang für erhebliche gesundheitliche Probleme. Ausgewogene Ernährung, Bewegung und Entspannung sind elementare Faktoren für ein langes und gesundes Leben. Eine besondere Bedeutung im Kampf gegen Bewegungsmangel und Übergewicht sollte der Schule beigemessen werden. Über den Kommunikationsweg Schule werden alle Jugendliche erreicht, es kann dadurch umfassend und nachhaltig für mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung geworben werden.

Gemeinsam mit dem SportsFinderDay-Team und dem Sponsor „nutella“ veranstaltet die Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ) in diesem Jahr wieder „SportsFinderDays“ in Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich um Projekttage an Schulen, bei dem über zahlreiche Bewegungsstationen, eine Entspannungs- und eine Fitnessstation sowie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet den Schülern die Wechselwirkungen zwischen Bewegung – Ernährung – Entspannung vermittelt werden soll.
Attraktive Sport-, Bewegungs- und Erlebnisangebote sollen die beteiligten SchülerInnen beim "SportsFinderDay" zum Ausprobieren von Sportangeboten motivieren. Um eine Nachhaltigkeit im Sinne eines dauerhaften Sporttreibens zu gewährleisten, werden Sportvereine vor Ort in die Umsetzung der Bewegungsstationen einbezogen, denn das lokale Sportvereinsangebot spielt als langfristiges Bindeglied für das Sport- und Bewegungsengagement junger Menschen eine zentrale Rolle.

Im Rahmen des SportFinderDays werden verschiedene aufeinander abgestimmte Module angeboten, deren Ausgestaltungen mit der Schule abgestimmt und koordiniert wird:

- Bewegung: Funsport / Trendsportarten und klassische Sportangebote
- Teamaufgaben: kooperative Angebote
- Entspannung: Ruhebereich unter Anleitung
- Ernährung: Frühstücksbuffet, Wasserbar, „Bewegte Ernährung“, Gerätepark
- SportsFinder: Schnittstelle zu Vereinsangeboten, Abfrage von „Wunschsportarten“ an der Schule

Eingerahmt werden diese Module jeweils durch eine Eröffnung zu Beginn mit einer kleinen Tombola und eine Abschlussveranstaltung zum Ende des "SportsFinderDays", mit einer Auslosung der Gewinner der Tombola und der Prämierung der durchgeführten Sportwettbewerbe.

Bewerbung für 2011:
Die BWSJ ist derzeit auf der Suche nach interessierten Schulen für die SportsFinderDay-Veranstaltungen im nächsten Jahr. Falls Sie Interesse an einer Bewerbung für das Jahr 2011 haben, dann melden Sie sich bei der BWSJ. Ansprechpartner ist Kai Nörrlinger, Tel. (0711) 28077-862, email: k.noerrlinger@lsvbw.de .

Den Bewerbungsbogen können Sie hier einsehen Bewerbungsbogen SportsFinderDays 2011

Weitere Informationen finden Sie unter www.sportsfinderdays.de

Projekt "Kinder in Bewegung" der Badischen Sportjugend Freiburg


Das Projekt "Kinder in Bewegung" ist eine Vernetzung der Kooperationspartner Badische Sportjugend Freiburg, Badischer Sportbund Freiburg e.V., Med. Universitätsklinik Freiburg, Abt. Rehabilitative und Präventive Sportmedizin, Beteiligte Kommunen, Beteiligte Kindergärten, Grundschulen und Sportvereine.
Die Kooperationspartner haben sich zum Ziel gesetzt, so vielen Vor- und Grundschulkindern wie möglich eine tägliche, ausreichende Bewegungszeit sowie eine ausgewogene Ernährung im Alltag zu ermöglichen. Besonderer Fokus wird dabei auf die Prävention von Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) gelegt. Das Projekt ist hauptsächlich auf Multiplikatoren wie Erzieher/innen, Lehrer/innen, Übungsleiter/innen und Trainer/innen ausgerichtet.
Das Gesamtprojekt besteht aus den folgenden vier Säulen:

Ausbildung: Ab 2006 gibt es eine neue Übungsleiter-Ausbildung speziell für die Altersgruppe "3-8-Jährige".

Fortbildung: Hier werden die zentralen Fortbildungslehrgänge Bewegungserziehung und Kinder-Sport an der Sportschule Steinbach angeboten sowie die dezentralen Fortbildungstage zum Thema "Bewegung und Ernährung" in Städten und Gemeinden.

Finanzierungshilfe: Kooperationen zwischen Kindergärten, Grundschulen und Sportvereinen werden in dieser Dreierkonstellation vom Badischen Sportbund finanziell gefördert, über den Landessportverband (LSV) gibt es zurzeit auch eine geförderte Kooperation Kindergarten/Sportverein.

Gütesiegel: Kindergärten, die sich durch eine tägliche Bewegungszeit und weitere Kriterien auszeichnen, können ein Gütesiegel (Zertifikat) über den LSV erhalten, das auf ihr besonderes Profil hinweist.


Die Kooperationspartner haben sich folgende Ziele gesetzt:

- Die Freude an Bewegung, Spiel und Sport von klein an vermitteln.
- Langfristigen Bewegungsdefiziten und Haltungsschäden vorbeugen.
- Vermitteln von Spaß an der Zubereitung und dem Verzehr von ausgewogener Ernährung.
- Langfristige Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas.
- Bewusstseinbildung im Bereich Körperwahrnehmung und Körperwissen.
- Motivation zur regelmäßigen Teilnahme an den Angeboten der Sportvereine.


Weitere Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie bei der Badischen Sportjugend Freiburg

Kampagne "Bleib klar" gegen Alkohol und Drogen


„Bleib klar - Mit Alkohol und Drogen stehst du im Abseits“ mit diesem Slogan, hat das Innenministerium gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales und vielen Partnern vorrangig für die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Kampagne gegen Alkohol- und Drogenkonsum gestartet.

„Wir wollen mit dieser neuen, jugendtypischen Ansprache auf das Problem eines zunehmendes Konsums von Alkohol und Drogen aufmerksam machen und speziell die jungen Leute für unser Anliegen sensiblisieren,“ sagten Innenminister Heribert Rech und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am 8. Juni 2006 bei der Vorstellung der neuen Aktion in Stuttgart. „Wenn wir bei vielen Veranstaltungen feststellen müssen, dass es aufgrund eines exzessiven Alkohol- oder Drogenkonsums erhebliche Probleme gibt, dann müssen wir bereits weit im Vorfeld ansetzen, um hier Wirkung zu erzielen.“

Es gebe zwar schon zahlreiche Informationsangebote zu diesem Themenbereich, hier liege aber auch eine Schwachstelle. Wer gezielt nach Angeboten, Informationen oder Aktionen suche, könne leicht den Überblick verlieren oder finde nicht die Auskünfte, die er benötige. Deshalb hätten sich, ausgehend von der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, die Innungskrankenkasse, die Unfallkasse Baden-Württemberg, der Landesportverband sowie das Landesgesundheitsamt gemeinsam entschlossen, eine zentrale Informationsplattform zu schaffen.

Unter der Internetadresse www.bleib-klar.de stünden ab sofort für die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch für Eltern, Lehrer, Veranstalter und Vereine, für Hersteller, Handel und Gastronomie, sowie für kommunale Verantwortungsträger zielgruppengerechte Informationen zur Verfügung. Dabei werde auf bereits existente landesweite, überregionale, regionale und örtliche Maßnahmen und Informationsangebote hingewiesen. Ob es um allgemeine Informationen zur Suchtproblematik, um Hinweise für Veranstalter von Festen und Feiern gehe, ob gesetzliche Vorschriften zum Jugendschutz oder zum Fahren unter Alkohol- oder Drogenkonsum benötigt würden, oder nach Vortragsangeboten oder regionalen Projekten gesucht würde, seien für jede Anfrage spezielle Informationen hinterlegt.
Mit eigens hergestellten Bannern und Plakaten, solle auf diese neue und zentrale Informationsquelle aufmerksam gemacht werden. „Mit der neuen Aktion wollen wir unser ganzheitliches Konzept der Prävention, Hilfe und Repression ergänzen und verbessern“ sagten die beiden Minister. „Die konkreten Angebote und Projekte vor Ort sollen dadurch unterstützt werden. Erfolgreiche Aktionen können besser publik gemacht werden und unsere Zielgruppen haben eine optimale Informationsplattform“.


Sebastian Freis als Botschafter der Kampagne "Bleib-Klar!":

Für die Aktion BLEIB KLAR! - Gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch - setzt sich mit Unterstützung seines Vereins Karlsruher SC Sebastian Freis, ein junger, sympathischer und erfolgreicher Sportler (aktuell U 21-Nationalspieler) als Vorbild und Botschafter ein.
Sebastian Freis ist es wichtig, gegen den steigenden Alkoholmissbrauch insbesondere bei Kindern und Jugendlichen anzugehen und dabei mit gutem Beispiel voranzugehen.

Sebastian Freis rät Jugendlichen:
- bewusst mit Alkohol umzugehen
- illegale Drogen zu vermeiden
- die Suchtgefahren zu kennen und
- sich im Freundeskreis über Suchgefahren zu unterhalten.

Die Aktion BLEIB KLAR! dankt Sebastian Freis und dem KSC für diese engagierte und wertvolle Unterstützung als einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen!

Weitere Informationen finden Sie unter www.bleib-klar.de

Zusatzinformationen:
Weitere Internet-Adressen zur Verkehrs- und Kriminalprävention:
www.praevention-bw.de
www.polizei-beratung.de
www.time4teen.de (für Kinder und Jugendliche)
www.gib-acht-im-verkehr.de

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales

Das Deutsche Sportabzeichen auch für Jugendliche


Das Sportabzeichen ist die offizielle Auszeichnung für überdurchschnittliche Fitness. Jeder kann das Deutsche Sportabzeichen erwerben, auch wenn er nicht Mitglied eines Turn- und Sportvereins ist. Regionale Landessportbünde, Sportvereine, Sportämter und Prüfer geben Auskünfte über Abnahmezeiten und -orte, Vorbereitungskurse, Sportabzeichen-Treffs und sonstige Fragen der Verleihung. Die sportlichen Bedingungen sind in fünf Gruppen aufgeteilt. Aus jeder Gruppe muss eine Bedingung erfüllt werden. Prüfungszeitraum ist das Kalenderjahr, in dem das angegebene Alter erreicht wird. Die vollständig ausgefüllte und bestätigte Prüfkarte ist dem regional zuständigen Sportbund einzusenden.

Hinweise für für Schüler/innen:
Mädchen und Jungen von 8-12 Jahren können das Deutsche Schülersportabzeichen ablegen. Das Schülersportabzeichen in Bronze gibt es nach der ersten erfolgreichen Prüfung, in Silber nach der zweiten erfolgreichen Prüfung und in Gold nach der dritten erfolgreichen Prüfung. Dazu gibt es eine Sonderausführung "Gold 5", wenn fünf erfolgreiche Prüfungen für das Schülersportabzeichen nachgewiesen werden.

Hinweise für Jugendliche:
Mädchen und Jungen von 13-17 Jahren können das Deutsche Jugendsportabzeichen ablegen. Das Jugensportabzeichen in Bronze gibt es nach der ersten erfolgreichen Prüfung, in Silber nach der zweiten erfolgreichen Prüfung und in Gold nach der dritten erfolgreichen Prüfung. Dazu gibt es eine Sonderausführung "Gold 5", wenn fünf erfolgreiche Prüfungen für das Jugensportabzeichen nachgewiesen werden.

Weitere Informationen und Prüfungsrichtlinien finden Sie hier: www.deutsches-sportabzeichen.de



Bundespräsident Köhler hat das Sportabzeichen erworben:

Nach dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker hat wieder ein deutsches Staatsoberhaupt das Deutsche Sportabzeichen abgelegt. Horst Köhler (FOTO) absolvierte in Berlin gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva Luise die letzte Disziplin und konnte anschließend die Glückwünsche der Vizepräsidentin Breitensport des Landessportbund Berlin, Gabriele Wrede, in Empfang nehmen. Horst Köhler lief für die Erlangung des Sportordens zum Abschluss die 1.000 Meter und blieb in 4:59 Minuten deutlich unter der in seiner Altersklasse geforderten Marke von sechs Minuten. Zuvor hatte der Bundespräsident bereits die erforderlichen Leistungen im 100 und 200 Meter (2:34 Minuten und 5:34 Minuten) Schwimmen sowie im Langstreckenlauf über 3.000 Meter (16:51 Minuten) und im Standweitsprung (1,45 Meter) erbracht.
Bei der Gratulation durch die LSB-Vizepräsidentin dankte ihr der Bundespräsident und bat sie, seinen Dank an die vielen Ehrenamtlichen wei-terzuleiten, die sich in den Sportvereinen in ganz Deutschland engagieren. Gleichzeitig betonte Horst Köhler, dass er durch den Erwerb des Sportabzeichens auf die Bedeutung des Sports für den Einzelnen und für die Gesellschaft insgesamt aufmerksam machen möchte und sagte: „Jeder Bürger kann durch Sport zur eigenen Gesundheit beitragen.“
Als Sportabzeichenprüfer stand dem Staatsoberhaupt und seiner Gattin der Geschäftsführer des Deutschen Olympischen Instituts (DOI) und frühere erfolgreiche Moderne Fünfkämpfer, Dieter Krickow, zur Seite. Das Deutsche Sportabzeichen soll bei passender Gelegenheit von DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach an den ersten Mann des Staates überreicht werden.
Quelle: DOSB

Sportler für Organspende


Sportler für Organspende e.V. (VSO) ist ein gemeinnütziger Verein, der ehrenamtlich geführt wird. Die prominenten Mitglieder und Förderer machen Kranken Mut und diskutieren das Thema Organspende positiv in der Öffentlichkeit. Sie erinnern andere Menschen daran, dem unvermeidlichen Lebensende einen besonderen Sinn zu geben, wenn in der Stunde des eigenen Todes Leben an andere weitergegeben wird. In Zusammenarbeit mit den Partnern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Arbeitskreis Organspende (AKO) finden regelmäßig PR-Aktionen aller Art statt, etwa bei bedeutenden Sportveranstaltungen und Großereignissen. Über zwei Drittel der Deutschen stehen der Organspende positiv gegenüber. Doch noch zu wenige dokumentieren ihre Hilfsbereitschaft mit einem Organspendeausweis – obwohl Tausende von Menschenleben gerettet werden könnten, wenn die Bereitschaft zur Organspende selbstverständlich wäre.
Der Mangel an Spender-Organen, die Not der Kranken auf den Wartelisten und die unzureichende Information der Öffentlichkeit über die lebensrettenden Möglichkeiten der Transplantation führten 1996 zur Gründung der Initiative "Sportler für Organspende". Sie wurde zwei Jahre später in einen gemeinnützigen Verein umgewandelt.
Steffi Graf, Franz Beckenbauer, Franziska van Almsick, Jürgen Klinsmann, Reinhold Messner, Jörg Roßkopf und Jens Weißflog waren zu Beginn die prominentesten Sportler, die sich für die Sache einsetzten - unterstützt auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem größten Sportverband der Welt, und seinem damaligen Präsidenten Egidius Braun. Ins Leben gerufen wurde die Initiative durch Hans Wilhelm Gäb (FOTO), den ehemaligen Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Adam Opel AG und langjährigen Präsidenten des Deutschen Tischtennis-Bundes.

Weitere Informationen finden Sie hier: Sportler für Organspende

Erstmals über 4.000 Menschen gerettet - Verein Sportler für Organspenden leistet seinen Beitrag:

Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bekannt gegeben hat, ist die Zahl der im Jahr 2006 in Deutschland durchgeführten Transplantationen von 3.910 in 2005 auf 4.032 gestiegen. Erstmals konnten damit über 4.000 schwer kranke Menschen gerettet werden. „Dies war nur möglich, weil 1.259 Menschen bundesweit nach dem Tod ihre Organe gespendet haben, das sind 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor“, erklärte DSO-Vorstand Prof. Dr. Günter Kirste.
Die positiven Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass nach wie vor ein großer Mangel an Spenderorganen besteht. Fast 12.000 Menschen warten auf eine Niere, eine Leber, ein Herz, eine Lunge oder eine Bauchspeicheldrüse. Im vergangenen Jahr starben im Durchschnitt an jedem Tag drei Menschen auf der Warteliste. „Die Transplantationsmedizin ist heute eine Erfolgsstory, die Techniken gehören inzwischen zum Standard der medizinischen Versorgung und sind so erfolgreich, dass die gespendeten Organe über Jahrzehnte hinweg funktionsfähig bleiben und die Empfänger ein nahezu normales Leben führen können. Das einzige, was uns fehlt, sind die Organe“, sagte Kirste und betont, dass jeder einzelne Mensch, der seine Organe nach seinem Tod spendet, im Durchschnitt drei Menschenleben rettet. Trotzdem haben nur rund 12 Prozent der Bundesbürger einen Organspendeausweis, obwohl Umfragen immer wieder bestätigen, dass über 80 Prozent der Befragten dem Thema Organspende grundsätzlich positiv gegenüber stehen und die meisten Menschen im Bedarfsfall eine Organspende annehmen würden.
Detaillierte Informationen und Organspendeausweise gibt es über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800-9040400 und auch beim Verein Sportler für Organspende (VSO) zum Download unter www.vso.de. In dem von Sporthilfe-Chef Hans Wilhelm Gäb 1998 gegründeten Verein erinnern mehr als 50 Olympiasieger und Weltmeister mit ihrem Engagement andere Menschen daran, dem unvermeidlichen Lebensende einen besonderen Sinn zu geben. Gemeinsam mit den Partnern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der DSO verteilt der VSO bei bedeutenden Sportveranstaltungen und Großereignissen auch Organspendeausweise.
Quelle: DOSB-Presse Nr.11 / 13.03.2007

Gesundheitsaktion "GUT DRAUF!" des BzGA


"GUT DRAUF!" ist eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) für 12-18-jährige Jugendliche, deren Ziel es ist das Ernährungs- und Bewegungsverhalten wie auch die Stressbewältigung der Jugendlichen nachhaltig zu verbessern und damit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten.
In den wichtigsten Lebensbereichen - in der Freizeit, in der Schule, im Sportverein und auf Reisen - sollen Jugendliche gesundheitsbewusste Angebote erhalten, die Spaß machen und gesundheitsgerechtes Verhalten ganz selbstverständlich in den jugendlichen Lebensalltag integrieren. GUT DRAUF richtet sich vorrangig an Mittlerkräfte der Jugendlichen. Ziel ist es jegliche Akteure in der pädagogischen Arbeit, wie Jugendarbeiter, Erzieher, Lehrer, Reisebegleiter, Animateure, Sportpädagogen etc. zu befähigen GUT DRAUF Angebote umzusetzen. Gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und Entspannung soll zum begleitenden Ereignis des sozialen Lebens der Jugendlichen werden. Das Wechselspiel zwischen den drei Elementen wird erlebbar und die Notwendigkeit diese im Gleichgewicht zu halten erfahrbar gemacht.

Weitere Informationen finden Sie hier www.gutdrauf.net

KEINE MACHT DEN DROGEN - Drogen und Gewaltprävention


Vielen ist die Kampagne KEINE MACHT DEN DROGEN bekannt. Ziel der Kampagne ist es, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen: Was macht dich fit und was fördert dich im Leben? Mit anderen Worten: Um Spaß zu haben, brauchst du keine Drogen. Im Gegenteil, am Ende sind Drogen immer die Spaß- und Spielverderber!

Dank der Mitwirkung zahlreicher Spitzensportler und prominenter Fürsprecher, der großen deutschen Sportorganisationen, der Medien sowie vieler anderer Organisationen und Institutionen erlangte die Kampagne in den folgenden Jahren eine hohe Bekanntheit und Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung. Um den primärpräventiven Auftrag zu erfüllen steht inhaltlich der im Jahr 1996 gegründete gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN zur Verfügung. Seit 1999 wurde mit dem Thema Gewalt die Ausrichtung erweitert. Der gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN engagiert sich in den verschiedensten Aktionen. Er ruft Projekte ins Leben, unterstützt und berät Schulen, Sportvereine sowie private Gruppen bei der Durchführung von Präventionsveranstaltungen.


Hier finden Sie weitere Informationen zur Kampagne KEINE MACHT DEN DROGEN

"Kinder stark machen" - Kampagne der BZgA zur Suchtprävention


Mit der Kampagne zur Suchtvorbeugung „Kinder stark machen“ wendet sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an alle Erwachsenen, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Ziel der Kampagne ist es, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl von Heranwachsenden zu stärken und ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern. Aus einer starken, selbstsicheren Position heraus sollen Jugendliche „Nein“ zu Suchtmitteln aller Art sagen können.
Nicht nur Eltern und Lehrer, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit sind wichtige Vertrauenspersonen, die Kinder in ihrer Entwicklung stärken und unterstützen können. Deshalb arbeitet die Bundeszentrale seit Jahren mit den Sportverbänden zusammen: Deutscher Sportbund (DSB), Deutscher Fußball-Bund (DFB), Deutscher Turner-Bund (DTB), Deutscher Handball-Bund (DHB), Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV), Deutscher Tischtennis-Bund (DTTB), Deutscher Tennis-Bund (DTB) und die DJK-Sportjugend.

Der ehemalige Europameister über 400 m Hürden, Dr. Harald Schmid, ist seit 1995 Botschafter der Kampagne „Kinder stark machen". im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt er mit seinem Team die Seminare für Trainer und Übungsleiter durch und zeigt seinen Teilnehmern exemplarisch, wie Suchtvorbeugung im Sportverein aussehen kann.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Kinder stark machen

"Kinder stark machen im Sportverein" - neue Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ab sofort erhältlich:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) engagiert sich mit ihrer Kampagne "Kinder stark machen" stark im Jugendsport. Dabei geht es ihr um die Möglichkeiten, die Sportvereine in Bezug auf Suchtvorbeugung haben. Denn hier lernen Jungen und Mädchen nicht nur Fußballspielen oder Turnen, sie lernen auch fürs Leben. Ihre Trainer und Betreuer sind wichtige Vertraute und Vorbilder.
Mit dem Heft "Kinder stark machen im Sportverein" wendet sich die BZgA an alle diejenigen, die in der Kinder- und Jugendarbeit Verantwortung tragen. Hier finden sie z.B. Tipps, wie Eltern in die Vereinsarbeit eingebunden werden können oder, wie im Verein verantwortungsbewußt mit Alkohol umgegangen werden kann. Eine Checkliste für Eltern gibt Hinweise, wie sie den richtigen Verein für ihr Kind finden. Beispiele aus der Praxis geben Anregungen für die Gestaltung der eigenen Trainingsstunden. Außerdem findet man Informationen zur Öffentlichkeitsarbeit und zu den weiteren Unterstützungsangeboten der Bundeszentrale.

Kinder laufen für Kinder - Spenden für UNICEF


Jedes fünfte Kind ist zu dick und bereits 40 % der Schulkinder leiden an massiven Haltungsschäden - Tendenz ist steigend! Diese Tatsachen sind Grund genug, die Aktion „Kinder laufen für Kinder“ und die Themen soziales Engagement, Bewegung & Ernährung sowie Integration miteinander zu verbinden. So wird neben der bundesweiten Spendenaktion zugunsten UNICEF zusätzlich eine Aufklärungskampagne unter dem Titel „Fit und gesund durch Bewegung und richtige Ernährung“ gestartet. Bis heute erliefen bereits über 100.000 Schüler-/innen bundesweit, mehr als 300.000 Kilometer und eine Gesamtspende für UNICEF von 1,3 Mio. Euro. Die Schirmherren der Aktion sind die jeweiligen Kultusministerien der beteiligten Bundesländer.

So funktionierts:
Der Parcours, eine ca. 1 km lange Strecke, kann beliebig oft gelaufen werden. Im Vorfeld des Laufes werden Sponsoren gesucht, die pro gelaufenem Kilometer einen festgelegten Geldbetrag spenden. Sponsoren können Verwandte, Freunde oder Unternehmen sein. Je mehr Sponsoren, desto höher der Spendenerlös!
Schwerpunktmässig kommen die Spenden der bundesweiten Aktion „Kinder laufen für Kinder“ UNICEF zu gute. UNICEF das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde 1946 als Nothilfeorganisation für die Kinder in Europa gegründet und feiert heuer sein 60-jähriges Jubiläum. Heute leistet UNICEF weltweit Nothilfe sowie psychosoziale Betreuung für kriegstraumatisierte Kinder in über 160 Ländern. In Deutschland wird die Arbeit von UNICEF durch 8.000 ehrenamtliche Helfer gestützt.

Weitere Informationen zur Kampagne "Kinder laufen für Kinder" finden Sie hier.

Infektionsschutzgesetz - Merkblatt und Arbeitshilfe


Für ehrenamtliche und bürgerschaftlich engagierte Helferinnen und Helfer bei Vereinsfesten und ähnlichen Veranstaltungen wird die Belehrung zur Vermeidung von lebensmittelbedingten Erkrankungen jetzt vereinfacht. Jedoch bleiben die Hygieneanforderungen, die auch Ehrenamtliche und bürgerschaftlich Engagierte erfüllen müssen, wenn Sie auf Festen Speisen und Getränke anbieten, auf demselben Niveau wie bisher.
Künftig wird die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch ein Merkblatt mit umfassenden Informationen über den sicheren Umgang mit Lebensmitteln ersetzt. Mit dem neuen Verfahren wird die notwendige Belehrung über die lebensmittelrechtlichen Vorschriften entbürokratisiert.
Wichtig ist es beim Umgang mit Lebensmitteln die Vorschriften einzuhalten. Hygienemangel kann besonders für Kleinkinder und ältere Menschen zu schwerwiegenden Erkrankungen wie starkem Durchfall oder Virushepatitis führen. Bei Vereins- und Straßenfesten kann schnell ein großer Personenkreis betroffen sein. Deshalb sollten Vereine und Veranstalter eigenverantwortlich dafür sorgen, dass ihre freiwilligen Helferinnen und Helfer die notwendigen Kenntnisse über den Infektionsschutz und die Lebensmittelhygiene vermittelt bekommen.

Downloads:
Merkblatt (Regierungspräsidium Stuttgart, Landesgesundheitsamt)
Arbeitshilfe zum Infektionsschutzgesetz (LJR Baden-Württemberg)

„Komm mit in das gesunde Boot"


Das neue Förderprogramm der Landesstiftung „Komm mit in das gesunde Boot“ fährt volle Kraft voraus!!! Ausreichende, vielfältige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind für die gesunde Entwicklung unserer Kinder unverzichtbar. Experten beraten und unterstützen Kindertageseinrichtungen im Land Baden-Württemberg bei der Gestaltung eines gesünderen Alltages.

„locker hüpfen & lustig spielen“ – das Bewegungsmodul
Kinder brauchen Bewegung, Kinder müssen sich bewegen. Was eigentlich alle wissen, ist in unserem modernisierten, schnellen Leben immer schwieriger umzusetzen. Dabei ist die Kindheit die prägendste Phase des Lebens überhaupt: Hier werden Vorlieben und Abneigungen entwickelt und der Grundstock für das weitere Leben gelegt. Dieser erwachsene Sichtweise wird durch einen Blick auf unsere Kinder deutlich erweitert: Kinder bewegen sich aus purer Freude! Und dabei können sie so viel lernen: Kinder entdecken ihren Körper mit seinen Fähigkeiten und seinen Grenzen, Kinder erforschen ihre Umwelt, Kinder lernen durch und in Bewegung den Umgang mit anderen Menschen. Kinder unterstützen durch Bewegung selbsttätig die gesunde Entwicklung ihres Körpers und ihres Geistes. Damit Kinder Ihre Bewegungsfreude ausleben können, brauchen Sie Menschen, die sie verstehen und (Zeit-) Räume, die das Bewegen ermöglichen, fördern und fordern. Das Bewegungsmodul "locker hüpfen & lustig spielen" der LANDESSTIFTUNG BAden-Württemberg setzt genau hier an.

Ziel des Moduls ist es, die Lebenswelt der Kinder bewegungsfreundlicher und bewegungsintensiver zu gestalten. Die natürliche Bewgeungsfreude der Kinder wird aufgenommen und gefördert; auf diese Weise werden die Kinder frühzeitig mit einer gesunden Lebensweise vertraut gemacht. Im Zentrum des Moduls steht das 20-Wochen-Bewegungsprogramm: Ein speziell geschulter Bewegungsexperte führt mit der Gruppe über 20 Wochen hinweg ein Bewegungsprogramm durch, pro Woche zweimal 60 Minuten. Maßnahmen wie Aktionstage und Elternabende begleiten das Programm und sichern die Nachhaltigkeit.
Das Bewegungsmodul umfasst eine Zeitspanne von sechs Monaten, zuzüglich einer Vor- und einer Nachbereitungszeit. Die zeitliche Abfolge ist der Abbilung zu entnehmen. Die unterschiedlichen Bausteine werden von speziell ausgebildeten Bewegungsfachkräften durchgeführt, die der Einrichtung zur Seite gestellt werden.
Quelle: "Komm mit in das gesunde Boot"

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesunde-kinder-bw.de

LSV-Zertifikat für bewegungsfreundliche Kindergärten


Das LSV-Zertifikat "anerkannter Bewegungskindergarten" bietet alle Kindergärten in Baden-Württemberg die Möglichkeit, ihre Einrichtung als Bewegungskindergarten zertifizieren zu lassen. Die Prüfkriterien des neuen Zertifikats sehen unter anderem täglich mindestens 30 Minuten angeleitete und mindestens 30 Minuten freie Bewegungszeit vor. Um die Qualität der Einrichtung auf Dauer zu gewährleisten, behält das Zertifikat 3 Jahre lang seine Gültigkeit. Danach erfolgt eine erneute Prüfung.
Weitere Informationen finden Sie auch in den Unterlagen, die Sie im Bereich Downloads herunterladen können.

Kindergärten, die das Zertifikat erwerben und damit ihre Kompetenz im Bereich Bewegung nach außen dokumentieren wollen, wenden sich an:
Bernd Röber, Tel.: 0711-28077861, E-Mail: b.roeber@lsvbw.de

Formulare zur Zerifizierung von bewegungsfreundlichen Kindergärten:
Die Zertifikatsunterlagen zum Bewegungskindergarten finden Sie im Bereich Downloads.

Neue Literatur- und Materialliste "Bewegungserziehung für Kinder"


Mit dieser Literatur- und Materialliste präsentiert Ihnen die Deutsche Sportjugend (dsj) eine große Auswahl der zur Verfügung stehenden Publikationen zur Thematik "Bewegungserziehung für Kinder". Sie finden hier die Lehrmaterialien von 23 Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend und Partnerinstitutionen zu diesem wichtigen gesellschaftlichen Schwerpunktthema.

Nutzen Sie dieses reichhaltige Angebot für Ihre Wissens- und Kompetenzerweiterung im Bereich der „Bewegungserziehung für Kinder“.

Bestellung der Materialien:
Sie können alle Publikationen und audivisuelle Lernhilfen über E-Mail, im Internet oder per Fax bei dem jeweiligen Verband bestellen oder aber das Blanko-Formular in der Broschüre nutzen. Die Broschüre beinhaltet alle Kontaktdaten der einzelnen Ansprechpartner/-innen für die Bestellabwicklung in den Jugendorganisationen der Mitgliedsverbände.
Quelle: dsj

Die Broschüre finden Sie im Bereich Downloads.

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