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BWSJ-Flyer zum Schutz vor Kindeswohlgefährdung


Das bereits am 1. Oktober 2005 in Kraft getretene Kinder- und Jugendhilfeerweiterungsgesetz (KICK) möchte einen noch besseren Schutz vor Kindeswohlgefährdung (körperliche oder psychische Misshandlung, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung) gewährleisten.
BWSJ-Flyer zur Kindeswohlgefährdung
BWSJ-Flyer zur Kindeswohlgefährdung
Das Gesetz regelt die öffentliche Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Doch Kinder- und Jugendschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder, der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, ist aufgerufen, alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zu ihrem Schutz vor Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung zu ergreifen. Gerade auch der Freizeitbereich, wie z. B. der Sportverein, muss Verantwortung übernehmen.
Aufgrund dessen hat die BWSJ den Informationsflyer "Schutz vor Kindeswohlgefährdung - natürlich auch im Sportverein" herausgebracht. Dieser liefert grundlegende Ratschläge und informiert über die Präventionsmöglichkeiten, die die Sportvereine und Sportverbände haben. Weiter weist er auf Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung hin.

Den Flyer sowie den Ehrenkodex können Sie als PDF herunterladen.

14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag vom 7.-9. Juni 2011 in Stuttgart


Vom 7. bis 9. Juni 2011 findet der 14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag unter dem Motto „Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!“ in der Gastgebenden Stadt Stuttgart statt.

Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ist die zentrale fachliche Plattform der Kinder- und Jugendhilfe. Auf dem DJHT werden konzeptionelle Entwicklungen und innovative Modelle der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Darüber hinaus infomiert er die Öffenltichkeit über die Arbeit, die Leistungen und die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und bietet ein Forum für Kontaktaufnahme, Erfahrungs- und Gedankenaustausch.
Der 14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag gliedert sich in zwei zentrale Elemente. Neben dem Fachkongress mit ca. 200 Einzelveranstaltungen findet die Fachmesse, der Markt der Kinder- und Jugendhilfe, statt.
An insgesamt drei Tagen haben die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit sich umfassend über die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland zu informieren. Eingeladen sind alle Interessierten und Akteure der Kinder- und Jugendhilfe.
Neben der zentralen Eröffnungsveranstaltung am 7. Juni 2011 findet am 9. Juni 2011 die zentrale Abschlussveranstaltung statt. Abgerundet wird das Programm durch den traditionellen Abend der Begegnung.
Nach der Eröffnungsveranstaltung findet von 15.30 - 17.00 Uhr ein Prolog statt. Im Anschluss werden zeitglich drei Impulsveranstaltungen durchgeführt, die sich mit jeweils einem Themenschwerpunkt des 14. DJHT beschäftigten
Die Planungen zu den Veranstaltungen sind noch nicht abgeschlossen, so dass zurzeit lediglich die grobe Zeitstruktur feststeht. Im Laufe der Planungsprozesse können sich weitere Änderungen ergeben. Das endgültige Programm wird Ende des Jahres abrufbar sein und im Veranstaltungskalender veröffentlicht.
Der Besuch des 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages ist kostenlos.
Quelle: Jugendhilfetag.de

Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter www.jugendhilfetag.de

Europaweite Postkartenaktion gegen Armut


Mehr als zwei Milliarden Menschen leben weltweit in Armut und kämpfen mit weniger als zwei US Dollar täglich ums Überleben. 2010 ist ein wichtiges Jahr im Kampf gegen Hunger und Armut. Denn beim Weltarmutsgipfel der UN im September werden die Staats- und Regierungschefs Bilanz zu den „UN-Millenniumszielen“ ziehen. Diese acht Ziele wurden im Jahr 2000 von fast 200 Staaten zugesagt. Sie stehen für eine gerechtere Globalisierung, die Armut mindern, Frieden sichern und zu einer gleichberechtigten Partnerschaft zwischen armen und reichen Ländern führen soll. Die Ziele sollen bis 2015 realisiert sein.
Europaweit fordern deshalb Bürgerinnen und Bürger ihre Regierungschefs mit einer elektronischen Postkarte auf, zum Weltarmutsgipfel einen verbindlichen, konkreten Plan mitzubringen, der beschreibt, was sie in den verbleibenden fünf Jahren für die Umsetzung der Millenniumsziele tun werden. Wenn der politische Wille da ist, kann in fünf Jahren noch viel erreicht und Millionen Menschen ein würdigeres Leben ermöglicht werden!
Die Postkartenaktion wird von etwa 50 Organisationen in Europa getragen.
Quelle: dsj

Weitere Informationen finden Sie unter www.un-kampagne.de

Zwischenbilanz „Bündnis für die Jugend“


Mit dem „Bündnis für die Jugend“, das Ministerpräsident a. D. Günter H. Oettinger und die Landesorganisationen der Kinder- und Jugendarbeit im Juli 2007 unterzeichneten, löste der damalige Ministerpräsident sein Amtsantrittsversprechen ein. In der Vereinbarung betonte das Land den hohen Stellenwert der Kinder- und Jugendarbeit und sichert auf gleich hohem Niveau im Landesjugendplan u.a. der Baden-Württembergischen Sportjugend (BWSJ) finanzielle Planungssicherheit von 2007 bis 2011 zu.
In dem achtseitigen Vertrag wird zudem die Kinder- und Jugendarbeit als zentraler Ort für die Beteiligung und Bildung junger Menschen bezeichnet. Sie vermittle Kindern und Jugendlichen vielfältige soziale Kompetenzen.
„Erstmals haben sich die Kinder- und Jugendverbände und die Landesregierung auf jugendrelevante Entwicklungsbereiche geeinigt, die sie gemeinsam anpacken wollen“, erläutert Wüllner. „Damit wird deutlich, dass die freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit und die Landesregierung eine gemeinsame Verantwortung für eine gute Zukunft dieses Landes wahrnehmen“.
Unterzeichnung des Bündnisses für die Jugend - Ministerpräsident Oettinger und BWSJ-Vorsitzende Wüllner
Unterzeichnung des Bündnisses für die Jugend - Ministerpräsident Oettinger und BWSJ-Vorsitzende Wüllner
Mit dem jetzigen Ministerpräsidenten Mappus steht das erste Sondierungsgespräch demnächst an. Dabei kann die BWSJ auf eine gute Bilanz des bisherigen Bündnisses verweisen:

• Die Integrationsoffensive BW wurde auf alle Bündnispartner ausgedehnt
• Projekte für sozial Benachteiligte wurden angebahnt
• Das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit etabliert
• Jährliches Spitzengespräch mit dem Ministerpräsidenten
• Erarbeitung des Gesamtbildungskonzeptes der außerschulischen Jugendbildung
• Wissenschaftliches Gutachten zu den Entwicklungen der Jugendarbeit bis 2020 in Auftrag gegeben.

„Wir denken“, so resümiert Wüllner, „dass wir mit diesem Bündnis eine hervorragende Plattform geschaffen haben, um die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg langfristig und zukunftsorientiert zu verbessern. Die Fortsetzung des Bündnisses nach 2011 wäre deshalb mehr als lohnenswert!“.

Startschuss für umfassendes Kinderschutzgesetz


Die Bundesregierung will den Schutz von Kindern in Deutschland umfassend und wirksam verbessern. Dazu wird die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Köhler, ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das Prävention und Intervention gleichermaßen stärkt. Auf Einladung von Kristina Köhler treffen sich am 27. Januar 2010 gut 50 Kinderschutz-Experten und -Expertinnen aus Ländern, Kommunen und von Fachorganisationen zu einem ersten Fachgespräch, um die Rahmenbedingungen für das neue Kinderschutzgesetz abzustecken.
"Der Schutz unserer Kinder vor Misshandlungen und Vernachlässigung hat für mich höchste Priorität", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Köhler. "Ich werde ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in einem umfassenden Sinne voranbringt. Das Fachgespräch ist der Auftakt für einen intensiven Austausch mit allen relevanten Akteuren. Nur gemeinsam können wir die Gesetzeslücken schließen, die unseren Kindern unendliches Leid zufügen und zum Tode führen können", so Köhler weiter.

Das neue Kinderschutzgesetz fußt auf den zwei Säulen: Prävention und Intervention.

Bundesministerin Dr. Kristina Köhler
Bundesministerin Dr. Kristina Köhler
Prävention ist der beste Weg, um Kinder effektiv vor Gefährdungen zu schützen. In den letzten Jahren haben Bund, Länder und Kommunen gerade im präventiven Bereich wichtige Schritte für einen aktiven Kinderschutz unternommen. Hierzu zählen vor allem das Aktionsprogramm "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme", die Einrichtung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen und die vielfältigen Anstrengungen und Programme in Ländern und Kommunen. Jetzt gilt es, die Nachhaltigkeit dieser Anstrengungen bundesweit zu sichern. Schwerpunkte der Säule "Prävention" sind:
* Ein neuer Leistungstatbestand "Frühe Hilfen" soll flächendeckend niederschwellige Unterstützungsangebote für Familien in belastenden Lebenslagen sicherstellen.
* Wir werden niederschwellige und frühe Hilfsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen schaffen, noch während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Dazu zählt auch eine Verbesserung der Rechtsgrundlagen für Hebammen und Familienhebammen.
* Wir werden die Zusammenarbeit im Kinderschutz für alle damit befassten Berufsgruppen und Institutionen stärken und die Grundlagen für verbindliche Netzwerke schaffen.
* Alle kinder- und jugendnah Beschäftigten müssen in Zukunft ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, das über alle einschlägigen Straftaten auch im Bagatellbereich informiert.

Auch die beste Prävention macht die Intervention nicht überflüssig - so wie auch bei bestem Brandschutz nicht auf die Feuerwehr verzichtet werden kann.
Schwerpunkte der Säule "Intervention" sind:
* Eine bundeseinheitliche Befugnisnorm zur Weitergabe von Informationen für Berufsgeheimnisträger. Sie soll die von Ärzten wiederholt geforderte Rechtssicherheit bei der Abwägung der Schweigepflicht von Berufsgeheimnisträgern erhöhen.
* Wir werden den staatlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung qualifizieren. Durch klare Vorgaben zu Handlungsbefugnissen und -pflichten werden wir mehr Handlungs- und Rechtssicherheit für die mit dem Kinderschutz befassten Professionen schaffen. So sorgen wir dafür, dass die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet, nicht zu groß wird.
* Mit einer Verpflichtung des bisher zuständigen Jugendamtes zur Übermittlung notwendiger Informationen an das Jugendamt am neuen Wohnort der Familie werden wir dem sog. "Jugendamts-Hopping" wirksam begegnen. Denn manche Eltern, die das Wohl ihres Kindes nicht im Blick haben, versuchen sich dem Zugang des Jugendamtes durch Wohnortswechsel zu entziehen.

Bundesfamilienministerin Kristina Köhler will das neue Gesetz mit allem Nachdruck, aber auch mit der gebotenen Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht in intensivem Austausch mit Ländern, Kommunen und der Fachwelt auf den Weg bringen.
"Die SPD hat dem Kinderschutz mit ihrer Blockadehaltung in der vergangenen Legislaturperiode keinen guten Dienst erwiesen. Mit der Expertenrunde nehmen wir jetzt den Gesprächsfaden wieder auf. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen, aber auch den Kinderschutz-Experten möchte ich einen Entwicklungsprozess in Gang setzen, an dessen Ende ein Gesetz steht, das uns hilft, die vorhandenen Lücken beim Kinderschutz zu schließen", so Kristina Köhler.
Quelle: BMFSFJ

"Move your body - stretch your mind " dsj-Jugendevent 2010 in Burghausen


“Move your Body – Stretch your Mind“ - so lautet das Motto des dsj-Jugendevents, das vom 23. bis 26. Juni 2011 in Burghausen stattfindet. Am 28. Januar 2010 fiel dazu in Burghausen der Startschuss. In Anwesenheit des Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss, des Vorsitzenden der Bayerischen Sportjugend, Reiner Bruhnke, sowie des Chefs des Organisationskomitees, Paul Wedeleit, hob Hans Steindl, Erster Bürgermeister der Stadt Burghausen, die besondere Bedeutung des Sportjugendtreffens für die Sportstadt Burghausen hervor. Steindl zeigte sich über Vergabe des Jugendevents nach Burghausen sehr erfreut.


Im Juni 2011 werden 1.500 bis 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 20 Jahren in Burghausen erwartet, überwiegend junge Menschen, die sich als Mitglieder, Soziale Talente oder Juniorteamer/-innen in Mitgliedsorganisationen oder Sportvereinen engagieren. Auch Jugendliche außerhalb des organisierten Sports und die Jugendlichen aus Burghausen und Umgebung sind aufgerufen, sich am dsj-Jugendevent mit seinen unterschiedlichen Veranstaltungen vom Rockkonzert über die Eventmeile bis hin zu Workshops zu beteiligen und Spaß zu haben. Rund um das Bürgerhaus und am Wöhrsee werden sich die Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend auf einer Eventmeile mit ihren Angeboten präsentieren. Im Wacker-Sportpark finden Camps aus verschiedenen Sportarten statt. Unter freiem Himmel, in Hallen, auf Bühnen, Plätzen und Straßen heißt es dann wieder – wie zuletzt 2007 in Weimar: „Move your Body, stretch your Mind!“
Das dsj-Jugendevent steht in der 50-jährigen Tradition der Bundesjugendtreffen und ist „das Schaufenster“ der Kinder- und Jugendarbeit im Sport. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und soll die ganze Vielfalt des deutschen Kinder- und Jugendsports darstellen, so betonte der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss. Er sagte weiter: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Stadt Burghausen und der Bayerischen Sportjugend so starke Partner für diese Veranstaltung gefunden haben. Burghausen wird in diesen Tagen im Juni 2011 noch mehr als sonst seine sportliche, aber auch kulturelle Seite leben.“
Quelle: dsj

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.dsj-jugendevent.de

Kinderkommission nimmt Arbeit auf


Kinder gehören zu den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft und bedürfen des besonderen Schutzes. Es ist daher Aufgabe der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, dafür Sorge zu tragen, dass die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der parlamentarischen Arbeit ausreichend berücksichtigt werden. Als Anwältin der Kinder ist die Kinderkommission auch Ansprechpartnerin für Verbände und Organisationen sowie Eltern und Kinder.
Mit der Konstituierung als Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann seit 1988 zum siebenten Mal in Folge wieder eine Kinderkommission ihre verantwortungsvolle Arbeit aufnehmen. Die neue Kinderkommission setzt sich wie folgt zusammen: Eckhard Pols (CDU/CSU), Marlene Rupprecht (SPD), Nicole Bracht-Bendt (FDP), Diana Golze (DIE LINKE.) und Katja Dörner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).
Der Abgeordnete Eckhard Pols ist entsprechend der Fraktionsstärke ihr erster Vorsitzender im Vorsitzturnus. Er erklärt zur Konstituierung: „Kinder brauchen eine Lobby, deshalb freue ich mich, dass sich die Kinderkommission auch in dieser Legislaturperiode weiterhin für die Interessen und Rechte von Kindern einsetzt. Die Bedürfnisse von Kindern können somit in Gesetzen und politischen Entscheidungen zur Geltung gebracht werden. Damit bekommen Kinder in unserer Gesellschaft die Aufmerksamkeit, die ihrer Bedeutung für die eigene und unsere Zukunft gerecht wird.“
Quelle: Bundestag

Online-Portal zum Jugendschutz


Das neue Internetportal "Jugendschutz aktiv" des Bundesfamilienministeriums informiert rund um das Thema Jugendschutz und geht damit auf die wichtigsten Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Angestellten im Handel ein.
Die Internetseite www.jugendschutzaktiv.de fasst Antworten auf zentrale jugendschutzrechliche Fragen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei das Jugendschutzgesetz und seine Anwendung in alltäglichen Situationen von Kindern und Jugendlichen, um diese vor Gefahren zu schützen.
Die Informationen für Eltern und Erziehende hilft diesen dabei, sich mit ihren Kindern über die Gefahren von Medien, Alkohol und Zigaretten auseinanderzusetzen.
So zeigt der Jugendschutz-Rechner, was für Kinder und Jugendliche in welchem Alter erlaubt ist. Wer darf wie lange beispielsweise in der Diskothek bleiben?
Welche Verbote gibt es bei Tabakwaren und Alkohol? Oder wie verhält es sich mit Jugendgefährdungen bei Kinofilmen und Computerspielen?
Praxisnahe Handlungsanleitungen für Handel und Veranstalter bietet der Film "Die Wette". Außerdem werden alle Regelungen des Jugendschutzes erläutert, die für Beschäftigte in Einzelhandel, Gaststätten, Diskotheken, Tankstellen und anderen Einrichtungen relevant sind.
Quelle: BMFSFJ

Weitere Informationen finden Sie unter www.jugendschutzaktiv.de

Stellungnahme der Kinderkommission gegen Kinderarmut


Kinderarmut wird seit einigen Jahren auch in Deutschland immer häufiger thematisiert – und die Situation spitzt sich zu. Grund genug für die Kinderkommission des Deutschen Bundestages, sich ebenfalls dieser ernsten Thematik anzunehmen. Neben zahlreichen Expertengesprächen hat die Kinderkommission auch eine öffentliche Anhörung dazu durchgeführt.

Für Kinder bedeutet arm zu sein mehr, als nur über wenig Geld zu verfügen. Kinderarmut hat Konsequenzen für die Bildungschancen von Kindern, für ihre sozialen Kontakte sowie ihren Gesundheitszustand. Das nachweislich höhere Armutsrisiko tragen Kinder von Alleinerziehenden, Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder, die im Osten der Republik aufwachsen.

So vielfältig wie die Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut müssen auch die Lösungsansätze sein. Die Kinderkommission hat in ihrer Stellungnahme einige politische Handlungsoptionen herausgearbeitet.

„Arme Kinder kann sich ein reiches Land wie unseres nicht leisten. Alle politischen Ebenen sowie alle Strukturen der Zivilgesellschaft müssen dabei helfen, tragbare Lösungen zu finden. Die Zukunft von Millionen betroffener Kinder hängt vom Willen der Erwachsenen ab. Möglichkeiten zum Handeln gibt es viele, das macht der Beschluss der Kinderkommission deutlich und dieser wird über unsere Fraktionsgrenzen hinweg getragen“, so Diana Golze, Mitglied der Kinderkommission.
Quelle: Pressemitteilung der Kinderkommission

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier: Stellungnahme der Kinderkommission gegen Kinderarmut

Neuer Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz


Ministerin Stolz: „Wir haben die Pflicht unsere Kinder und Jugendlichen zu schützen“:

„Ich räume dem präventiven Jugendschutz hohe Priorität ein. Nach meiner Auffassung gehört es aber auch dazu, auf Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz angemessen zu reagieren“, so die Ministerin.
Sozialministerin Dr. Monika Stolz
Sozialministerin Dr. Monika Stolz
Der neue Bußgeldkatalog für Verstöße nach dem Jugendschutzgesetz soll aus Sicht der Ministerin hierzu beitragen. Durch einstimmigen Beschluss des Landtages wurde die Landesregierung beauftragt, einen Bußgeldkatalog zu erstellen. Er soll den Städten und Gemeinden eine Orientierungsrahmen bei der Bemessung von Bußgeldern bieten und eine weitgehend einheitliche Festsetzung der Bußgelder gewährleisten.
Der Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen sei besorgniserregend. „In Mannheim wurde erst vergangene Woche ein 13jähriges Mädchen in schwer betrunkenem Zustand mit Verdacht auf Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert“, sagte die Ministerin. Viel zu oft würden Erwachsene aus falsch verstandener Liberalität Jugendlichen den Zugang zum Alkohol ermöglichen. Daher müssen Gewerbetreibende, die Jugendlichen den Zugang zu Alkohol ermöglichen, künftig mit einem Bußgeld zwischen 500 und 3 500 Euro rechnen. Sollte es sich um ein Kind handeln, dann steigt der Bußgeldrahmen auf 1.000 bis 4.000 Euro. Aber auch wer Kindern und Jugendlichen beispielsweise den Aufenthalt in Spielhallen ermöglicht, muss mit Bußgeldern rechnen. Hier liegt der Strafrahmen bei 1.300 bis 5.100 Euro. Die Ministerin sagte: „Ich hoffe, dass die Androhung von deutlich höheren Bußgeldern bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz die Jugendlichen besser schützt und Erwachsene dazu bringt, das Gesetz einzuhalten."
Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg

Weitere Informationen finden Sie unter www.sozialministerium-bw.de

Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet


Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt beim Kampf gegen Kinderpornografie im Internet weiter auf das Instrument von Zugangssperren ("Access Blocking"). Dazu werden demnächst Verträge zwischen Internetserviceprovidern und dem Bund, vertreten durch das Bundeskriminalamt, geschlossen. Damit setzt das Bundesfamilienministerium eine Vereinbarung mit den Internetserviceprovidern um, die in einem Spitzengespräch im Januar 2009 getroffen wurde.
Familienministerin Ursula von der Leyen
Familienministerin Ursula von der Leyen
Alle deutschen Internet-Zugangsanbieter sollen in die Pflicht genommen werden
Gleichzeitig hat das Bundeskabinett Eckpunkte für die Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet beschlossen. Damit dokumentiert die Bundesregierung ihre Entschlossenheit, der Kinderpornografie im Internet den Kampf anzusagen. Nach Schätzungen könnten in Deutschland täglich 300.000 bis 450.000 Zugriffe geblockt werden.

Wesentliche Inhalte des geplanten Gesetzes sind:
Alle deutschen Zugangsanbieter sollen verpflichtet werden, den Zugang zu Inhalten im Internet zu erschweren, die kinderpornografisches Material darstellen oder darauf verweisen.
Die Liste der zu sperrenden Adressen wird durch eine staatliche Stelle bereitgestellt und verantwortet. Dabei wird sichergestellt, dass keine legalen Angebote auf die Liste gelangen und ein effektiver Rechtsschutz möglich ist.
In Übereinstimmung mit den europäischen Vorgaben werden die Zugangsanbieter nicht verpflichtet, selbst nach illegalen kinderpornografischen Inhalten zu forschen.
Soweit die Zugangsanbieter sich an die rechtlichen Vorgaben halten, wird sichergestellt, dass Haftungsansprüche wirtschaftlich nicht von ihnen zu tragen sind.
Aus präventiven Gründen wird den Nutzern gegenüber klargestellt, warum der Zugang zur Internetseite verwehrt wird. Gleichzeitig wird ein Informations- und Beschwerdeweg bei der staatlichen Stelle eröffnet, die für die Listenerstellung verantwortlich ist.
Nationale Konferenz zum Kinder- und Jugendschutz in Berlin
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat zudem Expertinnen und Experten für zwei Tage nach Berlin eingeladen, um gemeinsam eine nationale Strategie im Kampf gegen Kinderpornografie und zum Schutz von Kindern vor unmittelbarer sexueller Gewalt zu entwickeln. Damit nimmt Deutschland als erstes europäisches Land die nationale Umsetzung des "Dritten Weltkongresses zum Schutz vor sexueller Ausbeutung von Kindern und Heranwachsenden" in Rio de Janeiro (Brasilien) in Angriff.

Die zweitägige "Nationalen Konferenz zum Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" behandelt
den Kinder- und Jugendschutz in den neuen Medien,
den Schutz vor unmittelbarer sexueller Gewalt an und von Mädchen und Jungen und in Institutionen,
die Bekämpfung des Kinderhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und
die Bekämpfung von sexueller Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Tourismus.
Die Ergebnisse der Konferenz sollen dazu beitragen, den "Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung" weiterzuentwickeln.

Europäische Konferenz für Juni 2009 geplant
Um die Bekämpfung sexueller Gewalt nicht auf den nationalen Bereich zu beschränken, plant das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den 30. Juni 2009 eine europäische Konferenz in Berlin, zu der auch die Partner aus den Ländern des Europarats eingeladen werden.
Quelle: BMFSFJ

„Jugendpolitik ist Schwerpunkt und Querschnittsaufgabe der Landespolitik“



„Wir sind uns alle einig, dass kein junger Mensch verloren gehen darf. Deshalb hat die Kinder- und Jugendpolitik der Landesregierung zum Ziel, die Rechte der jungen Menschen zu wahren, Benachteiligungen abzubauen und die junge Generation dabei zu unterstützen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Den Interessen von Kindern und Jugendlichen muss in allen Politikfeldern Rechnung getragen werden“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz (Foto rechts) bei der Sitzung (26.11.2008) der Landesarbeitsgemeinschaft öffentliche und freie Wohlfahrtspflege in Stuttgart. Schwerpunktthemen der Erörterungen sind „Arbeitsmarkt und Jugendliche“.
Eine besondere Herausforderung sieht die Ministerin in der sozialen Integration beziehungsweise Reintegration besonders gefährdeter und benachteiligter Jugendlicher. „Jugendliche in Problemgebieten oder sozialen Brennpunkten müssen wir unterstützen, weil sie von den herkömmlichen Angeboten der Jugendhilfe nicht mehr erreicht und dann oftmals ausgegrenzt werden“, sagte Monika Stolz. Einen wichtigen Part nehme dabei die Mobile Jugendarbeit ein. „Erst die aufsuchende Form der Sozialarbeit, das so genannte streetwork ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu den Jugendlichen. Besondere Zielgruppe sind benachteiligte Jugendliche deren Ausbildungsreife und Integration in Schule und Beruf verbessert werden soll. „Die mobile Jugendarbeit soll die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Ausbildungsplatzsuche oder bei der Integration in die Schule unterstützten und begleiten und so in ihrer Entwicklung und ihrem Sozialverhalten fördern.“
Zur Anerkennung und Absicherung der hohen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit habe die Landesregierung im Juli des vergangenen Jahres mit fünf Landesverbänden der Kinder- und Jugendarbeit das „Bündnis für die Jugend“ vereinbart. Ziel des Bündnisses sei es u.a. ein Konzept der außerunterrichtlichen Jugendbildung zu erarbeiten, die Integration von Kindern und Jugendlichen zu stärken und Jugendliche mit Benachteiligungen oder Behinderungen zu fördern und zu unterstützen. „Den Trägern der außerschulischen Jugendbildung wurde zugesichert, dass die Fördermittelansätze im Haushalt bis Ende der Legislaturperiode im Jahr 2011 nicht gesenkt werden. Dadurch geben wir den Trägern finanzielle Planungssicherheit. Insgesamt stellt das Land hierfür pro Jahr über zwölf Millionen Euro an Fördermitteln bereit“, erläuterte die Ministerin
Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales

Zweiter "Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht“ vorgestellt



Berthold Beitz, Kuratoriumsvorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, überreichte am 11.11.2008 in Essen den Bericht an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.Wissenschaftler fordern in dem Bericht mehr Bewegung und Sport für Kinder – Die Studie befaßt sich im Schwerpunkt mit der Bedeutung des Sports für Kinder bis etwa zum zwölften Lebensjahr.
Als vor fünf Jahren der „Erste Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht“ erschien, horchten viele Fachleute in Politik, Verbänden, Vereinen und Schulen auf. Die Studie, erstellt auf Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, dokumentierte das zum damaligen Zeitpunkt verfügbare Wissen zur Sport- und Bewegungswelt von Kindern und Jugendlichen. Sie widerlegte in einigen zentralen Punkten weit verbreitete Vorurteile über die Rolle des Sports in der Jugend, so auch das Schlagwort von den „fetten, faulen und fernsehsüchtigen“ Heranwachsenden. Auf der Basis dieses ersten Berichts hat die Stiftung eine Fortführung der wissenschaftlichen Arbeit in Auftrag gegeben. Am Dienstag stellte sie in der Villa Hügel in Essen das Ergebnis der Forschungen der Öffentlichkeit vor, den „Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht“.
Berthold Beitz, der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, überreichte den Bericht an den für Sport zuständigen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und den Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, Michael Vesper. Vor zahlreichen Vertretern aus der Politik, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Sportinstitutionen bekräftigte er, die Stiftung wolle dazu beitragen, daß Politik, Gesellschaft und Sportverbände der Förderung des Kindersports einen höheren Stellenwert geben als bisher.

Kinder benötigen gesunde Bedingungen zum Heranwachsen
Bundesinnenminister Schäuble sagte: "In den frühen Jahren der Kindheit werden die Weichen gestellt, ob sportliche Betätigung als ein unverzichtbarer und positiv besetzter Bestandteil des Lebens oder nur als lästige Pflicht angesehen wird. Es ist eine bedeutsame gesellschaftliche Aufgabe, Kindern hier den richtigen Start zu geben. Bereits der Erste Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht war ein bedeutender Beitrag für die Entwicklung des Sports von Kindern und Jugendlichen. Ich gehe davon aus, daß auch der Zweite Bericht ein Meilenstein für die Bewegung und den Sport der Kinder sein wird, an dem sich diejenigen, die in Familie, Gesellschaft und Politik Verantwortung für die Kinder tragen, orientieren können. Ich bin mir sicher, daß die Ergebnisse dieses Berichts Grundlage für Diskussionen in vielen Bereichen des Kinder- und Jugendsports in Deutschland sein werden. Für unsere Kinder erhoffe ich, daß die Diskussionen letztendlich auch zu sinnvollen Verbesserungen führen werden. Da ich von der Wichtigkeit der Förderung des Kinder- und Jugendsports überzeugt bin, werde ich mich hierfür einsetzen."
„Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Michael Vesper. „In diese wollen und müssen wir investieren." Dabei ist es notwendig, so Vesper, Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern zu schaffen. "Die Mitgliedsorganisationen des DOSB bringen über ihre Jugendorganisationen rund 9,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Bewegung. Sie alle sind unter dem Dach der Deutschen Sportjugend tätig. Der Zweite Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht bietet einen hervorragenden Überblick über dieses Leistungsspektrum im organisierten Kinder- und Jugendsport." Vesper dankte der Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, daß sie es ermöglicht hat, diesen zu erstellen.

24 Autoren haben an dem Bericht mitgearbeitet
Insgesamt 24 Autoren – Sportwissenschaftler und Pädagogen, Sportsoziologen, Sportmediziner und Ernährungswissenschaftler – haben für diesen Bericht die Effekte untersucht, die Bewegung und Sport auf die sprachliche, soziale und schulische Entwicklung, die gesellschaftliche Integration und die körperliche Entwicklung von Kindern haben können. In fünf Kapiteln beschäftigen sie sich mit den Bedingungen, unter denen Kinder in Deutschland aufwachsen, mit Gesundheit und motorischem Leistungsvermögen von Kindern, mit der Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in der frühen Kindheit und im Grundschulalter sowie mit dem Sportengagement von Kindern in ihrem normalen Umfeld und im Leistungssport.
Die drei Herausgeber des Berichts, die Professoren Dr. Werner Schmidt (Universität Duisburg-Essen), Dr. Renate Zimmer (Universität Osnabrück) und Dr. Klaus Völker (Universität Münster), stellten die zentralen Erkenntnisse der Studie vor. Sport und Bewegung seien fester Bestandteil der Lebenswelt nahezu aller Kinder und böten daher wie kaum ein anderer Bereich die Möglichkeit, positiv auf ihre Entwicklung einzuwirken. Sport und bewegungsorientierter Unterricht bereits in der frühkindlichen Erziehung und in der Grundschule, so zeige es die Forschung, unterstützten in vielfältiger Weise die sprachliche, intellektuelle und körperliche Entwicklung von Kindern. Sie leisteten zudem einen wichtigen Beitrag, soziale Schranken zu überwinden und die Integration benachteiligter Kinder abzubauen.

Forderungen der Wissenschaftler
Diese Möglichkeiten des Sports müßten in Deutschland wesentlich systematischer und intensiver ausgeschöpft werden als bisher, so die Wissenschaftler. Ihre wichtigsten Handlungsempfehlungen für die frühkindliche Bildung, den Grundschulsport und den Sportverein lauten:

- flächendeckende Einrichtung von Bewegungskindergärten und Einführung des Pflichtfaches „Bewegung“ in die Ausbildung von Erzieherinnen
- flächendeckende Einrichtung der „Bewegten Grundschule“
- Sportunterricht in der Grundschule nur durch Fachlehrkräfte
- Abkehr von der frühen sportartspezifischen Spezialisierung und der frühen Kader-Auslese
- Entwicklung eines Basis-Lehrplans für alle Sportfachverbände im Sinne einer umfassenden motorischen Förderung von Kindern.
Quelle: DOSB

Monica Wüllner in Führungsgremium der Deutschen Sportjugend (DSJ) gewählt



Freiburg - Monica Wüllner, Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend im LSV (Foto rechts), ist nun auch an vorderster Front des deutschen Jugendsports vertreten. Im Rahmen der Vollversammlung in Freiburg wurde die 39-jährige Stuttgarter Juristin als Nachfolgerin von Günter Franzen (Bayerische Sportjugend) einstimmig zur 2. Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend gewählt. „Eine große Aufgabe, auf die ich mich aber riesig freue. Das Team um Ingo Weiss ist jung und hat sicherlich neue und wichtige Ideen. Ich bringe mich gerne in diese Arbeit ein“, so Wüllner nach ihrer Wahl in der Freiburger Messehalle. „Welche exakten Aufgabenschwerpunkte ich übernehmen werde, diskutieren und entscheiden wir auf einer ersten Klausurtagung Ende November in Münster“.
„Großes Lob an unsere südbadischen Freunde: Alles hat hervorragend geklappt. Ich bin mir sicher, sagen zu können, dass dies eine der inhaltlich und organisatorisch besten Vollversammlungen war, die wir je durchgeführt haben“, so der alte und neue dsj-Vorsitzende Weiss (Münster) nach der zweitägigen Veranstaltung. Aus der Sicht des LSV nahm neben Rainer Hipp und Bernd Röber auch LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar teil, der in einem viel beachteten Grußwort in Anwesenheit von Kultusstaatssekretär Georg Wacker und Freiburgs ersten Bürgermeister Otto Neideck insbesondere auf die große gesellschaftspolitische Bedeutung des Kinder- und Jugendsports einging. Sport sei einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens und für die körperliche Entwicklung des Menschen, egal in welchem Lebensabschnitt, unverzichtbar wichtig“, so Schmidt-Volkmar vor den Delegierten. „Dem Sport ist ein geballtes Bildungspotenzial immanent. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass Sportpolitik in erster Linie Kinder- und Jugendpolitik sein soll und muss“, so Schmidt-Volkmar, der seiner Präsidiumskollegin im LSV, Monica Wüllner, ganz herzlich zu ihrer Wahl gratulierte. „Für den Sport im Lande ist es gut und wichtig, dass wir im deutschen Jugendsport an vorderster Front vertreten sind. Ich bin mir sicher, dass Monica Wüllner nun auch auf Bundesebene eine wichtige und zukunftsweisende Rolle einnehmen wird“.
Nach den Wahlen wurden in fünf Foren u. a. aktuelle Themen wie Schulzeitverlängerung, G8 und die Auswirkungen auf den Sportverein, Gesundheitsförderung, internationale Jugendbegegnungen, Umgang mit Rechtsextremismus im Sport sowie die Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit diskutiert.
Quelle: LSV

BWSJ unterzeichnet ein "Bündnis für die Jugend"




Auf Initiative der Baden-Württembergischen Sportjugend (BWSJ) wurde am 26. Juli 2007 das „Bündnis für die Jugend“ zwischen der Landesregierung Baden-Württemberg und den größten Jugendorganisationen des Landes unterzeichnet. In der Bündnisvereinbarung wird die Kinder- und Jugendarbeit als zentraler Ort für die Beteiligung und Bildung junger Menschen bezeichnet. Sie vermittle Kindern und Jugendlichen vielfältige soziale und kulturelle Kompetenzen. Die Vereinbarung sichert den Jugendorganisationen finanzielle Planungssicherheit auf dem jetzigen Niveau bis 2011 zu.
„Das Land bekennt sich mit dem Bündnis explizit zur großen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit für die Zukunft unseres Landes und würdigt ihren unverzichtbaren Beitrag zur Bildung junger Menschen“, äußert sich Monica Wüllner, Vorsitzende der BWSJ, sehr zufrieden.
Die beteiligten Jugendorganisationen BWSJ, Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendarbeit, Landesjugendring Baden-Württemberg, Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung und Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände, haben sich außerdem mit der Landesregierung auf jugendrelevante Entwicklungsbereiche geeinigt, die sie gemeinsam angehen wollen. Besonderes Augenmerk soll demnach auf die Themen Bildung, politische Beteiligung, Integration von jugendlichen Migranten/innen und die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher gelegt werden. Bedauerlicherweise sind hierfür zunächst keine weiteren finanziellen Mittel eingeplant. Ein regelmäßig stattfindender „Runder Tisch Kinder- und Jugendarbeit“ soll dem Austausch der Fortschritte in diesen Feldern und der Erörterung möglicher Unterstützungsleistungen seitens des Landes dienen.
„Die Unterzeichnung der Vereinbarung stellt den Auftakt eines noch engeren Dialogs der Bündnispartner im Sinne der Jugend dar und ist ein deutlicher Schritt in Richtung „Kinderland Baden-Württemberg““, so Monica Wüllner.

Die Bündnispartner bei der Unterzeichnung im Neuen Schloss:

15. Shell Jugendstudie: Jugend 2006



Jugendliche heute haben ein hohes Maß an Bewusstsein für die großen Themen der Gesellschaft. Vom Altern der Gesellschaft über Probleme am Arbeitsmarkt bis hin zu ihren eigenen Zukunftsperspektiven: Jugendliche stellen sich den Herausforderungen. Was auch auf sie zukommt – sie suchen eine Lösung; sie lassen sich dabei nicht entmutigen.

Das Altern der Gesellschaft und damit verbundene Probleme sind den jungen Leuten bewusst. Zum ersten Mal stellt die Shell Jugendstudie Fragen, die mit dem demografischen Wandel der Gesellschaft in Zusammenhang stehen. Das Resultat: Jugendliche heute haben großen Respekt vor der älteren Generation. Sie sehen ihre Zukunftsaussichten heute als ungewisser als noch vor vier Jahren. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Familie wieder stärker an Bedeutung. 72 Prozent der Jugendlichen sind der Meinung, dass man eine Familie braucht, um wirklich glücklich leben zu können. Die aktuelle Studie zeigt, dass die Jugendlichen heute über ein stabiles Wertesystem verfügen. Ausführlicher als früher befasst sich die 15. Shell Jugendstudie mit der Einstellung der Jugend zu Religion und Kirche. Die Jugendlichen von heute bejahen zwar grundsätzlich die Institution der Kirche, vermissen von dieser jedoch zeitgemäße Antworten auf wichtige Lebensfragen, die sie bewegen.

Zu diesen Erkenntnissen kommt die 15. Shell Jugendstudie, die am 21. September 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Professor Dr. Mathias Albert und einem Expertenteam des Münchner Forschungsinstituts TNS Infratest Sozialforschung unter Leitung von Ulrich Schneekloth verfasst. Im Auftrag der Deutschen Shell befragten die Experten Anfang des Jahres 2006 mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen und ihrer Einstellung zur Politik. Seit 53 Jahren beauftragt Shell unabhängige Forscherteams, um Jugendstudien herauszugeben, die jeweils eine aktuelle Sicht auf die Jugendgeneration und ihre Zukunftssichten ermöglichen.

Der noch 2002 festgestellte große persönliche Optimismus hat inzwischen einer etwas gemischteren Sichtweise Platz gemacht – die in der Shell Jugendstudie 2002 identifizierte pragmatische Generation ist unter Druck geraten. Von Resignation und Ausstieg in vermeintliche jugendliche Ersatzwelten kann aber nach wie vor keine Rede sein.

„Aufstieg statt Ausstieg“ bleibt die Devise der Jugendlichen. Sie suchen individuelle Wege und schaffen Strukturen, in denen sie weiterkommen können. Auch wenn ihre Aussichten ihnen vielleicht düsterer erscheinen als noch vor vier Jahren und die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt den persönlichen Optimismus dämpfen: Sie lassen sich nicht entmutigen.

Die 15. Shell Jugendstudie ist im Fischer Taschenbuch Verlag unter dem Titel „Jugend 2006 – Eine pragmatische Generation unter Druck“ erschienen und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 3-596-17213-6, EUR 14,95).

Weitere Informationen zur 15. Shell Jugendstudie finden Sie im Bereich Downloads oder auch im Internet unter www.shell-jugendstudie.de.

Quelle: Presseinformation zur 15. Shell-Jugendstudie 2006

JUUS - Jugend für Umwelt und Sport



Das Kooperationsprojekt der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Naturschutzjugend (NAJU) geht in die zweite Runde: „Abenteuer JUUS – natürlich sportlich“ ist im Rahmen der Förderung mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) genehmigt worden. Ab Herbst 2006 werden dsj und NAJU gemeinsam an einem innovativen Konzept arbeiten, welches die langfristige Integration von Naturschutzaspekten in sportliche Angebote fördert und andererseits die Methoden der Umweltbildung durch sportliche Aktivitäten bereichert.
Bei der Umsetzung werden Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus beiden Verbänden beteiligt und MultiplikatorInnen entsprechend geschult. Geplant ist ein vielfältiges Natur- und Erlebnisprogramm unter dem Titel „Abenteuer JUUS“ zu verschiedenen Sportarten wie beispielsweise Klettern oder Kanu fahren in den unterschiedlichsten Landschaftsräumen. Ziel ist es, Jugendlichen über Natursport-Angebote einen erlebnisorientierten und emotionalen Bezug zur eigenen Umwelt zu ermöglichen und sie für ihren Schutz zu sensibilisieren.
Mit dem aktuellen laufenden Projekt „JUUS – Jugend für Umwelt und Sport“ haben dsj und NAJU die ersten Weichen für eine engere Zusammenarbeit gestellt. Das gleichnamige Internetportal der beiden Partner soll auch künftig die Kommunikation im Bereich Sport und Umwelt verbessern. Als virtuelles Kompetenznetzwerk hilft es in erster Linie, vorhandene Erfahrungen über umweltverträgliche Sportausübung und „bewegenden“ Naturschutz zusammenzuführen. Darüber hinaus dient es der Information über Projekte, Veranstaltungen, aktuelle Themen sowie dem Erfahrungsaustausch.


Hintergrundinformationen zu JUUS – Jugend für Umwelt und Sport:

Seit dem Frühjahr 2004 besteht eine enge Kooperation zwischen der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Naturschutzjugend (NAJU). Durch verbandsübergreifende Arbeit soll Neuland betreten und eine Sensibilisierung von Jugendlichen aus beiden Organisationen erreicht werden. Das Zentrum der gemeinsamen Arbeit bildet das Kompetenznetzwerk Jugend, Sport und Umwelt, das seit Ende 2004 mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) umgesetzt wird. Als Ergebnis eines Namenswettbewerbs steht die Kooperation unter dem Namen JUUS - Jugend für Umwelt und Sport.
Umwelt- und Sportaktivitäten erhalten durch die Kooperation der Jugendverbände neue Impulse. Berührungspunkte gibt es viele, denn jugendliche SportlerInnen und UmweltschützerInnen wollen häufig das Gleiche. SportlerInnen wünschen sich eine für ihren Sport geeignete, „schöne“ Umwelt und achten auf eine gesunde Ernährung. UmweltschützerInnen haben ein Interesse an einer intakten Natur und ökologisch produzierten Lebensmitteln. Alle gemeinsam möchten, dass Spaß, Freude und Bewegung auf keinen Fall zu kurz kommen.
Weitere Informationen finden Sie hier: JUUS
Neuigkeiten rund um das Projekt JUUS - Jugend für Umwelt und Sport:

Projekt JUUS (Jugend für Umwelt und Sport) wird fortgesetzt
Nach dem Abschluss von „Abenteuer JUUS“ steht nun fest, wie es mit dem Gesamtprojekt JUUS – Jugend für Umwelt und Sport, einem Kooperationsprojekt der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Naturschutzjugend (NAJU), 2009 weitergehen wird. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat den Antrag für das Projekt „JUUS – Ein nachhaltiger Weg zur Umweltbildung im Sport“ bewilligt.
Das neue Projekt baut auf dem bisher Erreichten auf. Es wird dies in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen und Untergliederungen von dsj und NAJU weiterentwickeln. dsj-Vorstandsmitglied Martina Bucher zeigt sich sehr zuversichtlich „mit dem neuen Projekt können die Inhalte und Ziele einem noch größeren Kreis von Multiplikatoren/-innen und damit auch Kindern und Jugendlichen vermittelt und JUUS nachhaltig in beiden Verbänden verankert werden.“
Um die gesetzten Ziele zu erreichen, wird JUUS unter anderem ein zweistufiges Schulungssystem anbieten. Zum Einen werden, unter dem Motto „Train the Trainer“, eigene Fortbildungen für Referenten/-innen, welche in der Ausbildung von Jugend- und Übungsleitern/-innen tätig sind, durchgeführt. Zum Anderen stellt JUUS Referenten/-innen zur Verfügung, die im Rahmen einer Schulung von Teamern/-innen ein ein- bis zweieinhalbtägiges JUUS-Modul leiten. Bei der dsj soll dies an das Netzwerk „Sportjugendreisen“, bei der NAJU an die Juleica-Ausbildung gekoppelt werden.

JUUS-Handreichungen vermitteln Konzepte für Seminare und Ferienfreizeiten
Die Arbeitshilfe für Multiplikatoren/-innen „Abenteuer JUUS – Natürlich sportlich“ liefert neben theoretischen Grundlagen und allgemeinen methodisch-didaktischen Leitlinien, Einblicke in die Praxis von „Abenteuer JUUS“ und vermittelt Konzepte für Seminare und Ferienfreizeiten, ergänzt durch praktische Übungen und Spiele.
Darüber hinaus gibt es einen neuen JUUS-Flyer, der Multiplikatoren/-innen den Praxisbaustein „Natur bewegt“ näher bringt. Dieser Baustein bietet eine vielseitig einsetzbare Möglichkeit zur Umsetzung des Ansatzes von Abenteuer JUUS und kann auf Kinder- und Jugendfreizeiten sowie auf Fortbildungen Verwendung finden.
Der Flyer beschreibt in Form einer Kurzanleitung schrittweise am Beispiel Laufen, das hier exemplarisch für andere Sport- und Bewegungsarten steht, wie Natur bewegen kann.
Quelle: juus

Weitere Informationen finden Sie unter www.juus.de

Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Kinder und Sport“



Sport zu treiben ist nach wie vor die liebste Freizeitbeschäftigung der Kinder und Jugendlichen. Nationale und internationale wissenschaftliche Studien, Erkenntnisse von Ärzten und Krankenkassen belegen eindeutig, dass Sport und Bewegung sich positiv auf die Gesundheit, die Leistungs- und Lernfähigkeit auswirken. In unserer hochzivilisierten, in hohem Maße technisierten und arbeitsteiligen Gesellschaft haben aber Sport, körperliche Tätigkeit und damit Bewegung zunehmend an Bedeutung verloren, während Bewegungsmangel und Fehlernährung zu diversen Erkrankungen führen.
Die Infrastruktur wohnortnaher Sportstätten soll eine Vielfalt an sportlichen Möglichkeiten und ein bewegungsfreundliches Umfeld ermöglichen. Bewegungsräume wie Spiel-, Bolz- und Sportplätze stehen allerdings vielfach nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung. Gerade in Problemquartieren fehlen Grün- und Freiflächen sowie Spiel- und Bewegungsräume.
Dabei bietet der Sport vielfältige Chancen für Kinder. Durch ihn kann z. B. die Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen besser gelingen, denn der Sport führt Kinder unterschiedlichster sozialer und gesellschaftlicher Herkunft zusammen. Er macht ungezwungene menschliche Kontakte möglich, verringert Sprachbarrieren und Schwellenängste und hat in den vergangenen Jahren einen aktiven und erfolgreichen Beitrag zu Bekämpfung von Gewalt, Diskriminierung, Ausländerfeindlichkeit und Drogen geleistet.
Die Kinderkommission hat sich deshalb mit dem Thema „Kinder und Sport“ beschäftigt und dabei die Aspekte „Fitnesszustand und Ursachen/Folgen von Bewegungsmangel“, „Sucht- und Gewaltprävention durch Sport“ sowie „Integration durch Sport“ näher beleuchtet.

Dazu hat sie diverse Experten eingeladen, durch deren Anhörung sie zu folgenden Erkenntnissen kam:
die sportmotorischen Fähigkeiten der 9- bis 16-jährigen Mädchen und Jungen haben in den letzten vier Jahren kontinuierlich abgenommen, wobei der Rückgang bei jüngeren Altersgruppen stärker als bei Älteren ist;
nicht zuletzt durch das Wegbrechen der Alltagsbewegung werden die Kinder zu passiv sitzenden Stubenhockern;
unumstritten ist der Einfluss des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens. Die „moderne“ Umwelt der Kinder mit einem hohen Fernseh- und Computerkonsum spielt dabei eine entscheidende Rolle;
die Folgen des Bewegungsmangels sind u. a.: Adipositas, Diabetes, Herz-, Kreislauferkrankungen, Haltungsschäden, psychosomatische Erkrankungen sowie schlechtere Schulnoten;
die regelmäßige, längerfristige Teilnahme an Sportangeboten kann das Sozialverhalten positiv beeinflussen und stärken, weil hier die Fähigkeiten zu kooperieren, Dinge auszuhandeln, Regeln zu lernen, sie auch selbst aufzustellen und sich dann daran zu halten, gefördert werden;
durch Sport lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen, ihr Durchhaltevermögen zu steigern und Grenzen zu erkennen, teamfähig zu werden und auch mit Frust und Konflikten umzugehen;
keine andere Institution als der Sportverein erreicht auf freiwilliger Basis so viele Kinder und Jugendliche;
der Wunsch der Kinder nach mehr Sport ist da, allerdings fehlt es an Angeboten, die vorhandenen Angebote richten sich meist an die Jungen, spezielle Angebote für Mädchen, insbesondere mit Migrationshintergrund, fehlen oft;
zur Suchtprävention ist es notwendig, den Kindern so früh wie möglich beizubringen, auch „nein“ sagen zu können;
hinsichtlich der Integration durch Sport ist die Förderung des Dialogs zwischen Aufnahmegesellschaft und Zielgruppe sowie die Entwicklung von gegenseitiger Akzeptanz und die Schaffung von überdauernden Integrationsstrukturen wichtig;
in allen Bereichen erweist sich ein dichtes Netzwerk zwischen Vereinen, Jugendamt und Schulen als besonders erfolgreich;
Eltern wirken als Vorbilder, wenn sie viel Sport treiben und die Freizeit bewegungsorientiert verbringen, überträgt sich dies auf die Kinder.
Deshalb fordert die Kinderkommission:
Überprüfung der motorischen Fähigkeiten durch einen bundesweiten Fitnesstest,
mehr geschlechts- und altersspezifische Angebote, besonders für Mädchen bzw. Migrantinnen,
die Veränderung der Trainerausbildung dahingehend, dass Aspekte wie Sucht-/Gewaltprävention und Integration mit hereingenommen werden,
die Vernetzung und Kooperation zwischen Vereinen, Jugendamt und Schulen weiter zu forcieren,
bei allen politischen Entscheidungen, die das Wohn- und Bewegungsumfeld der Kinder betreffen, auf den Bewegungsdrang der Kinder Rücksicht zu nehmen,
Städte und Kommunen wieder bewegungsfreundlicher für Kinder zu gestalten,
die Ausrufung eines „kommunalen Tag des Kindes“ durch die Kommunen, der aus einem Mix aus wissenschaftlichen Vorträgen, Bewegungsparcours, Elterndiskussionen, Zirkus, Artistik etc. besteht,
eine stärkere Bereitschaft bei Bund, Ländern, Kommunen und Vereinen, gute Projekte zu unterstützen,
Projekte wie den Mitternachtssport in Frankfurt als offenes Sportangebot zu unterstützen, bekannter zu machen und das Konzept auf andere Städte zu übertragen,
mit den Ländern zu beraten, wie im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich mehr körperliche Bewegung gefördert werden kann,
die Länder aufzufordern, mehr Sportunterricht in den Schulplan einzubauen,
die Schaffung qualitativ guter Bewegungsmöglichkeiten in den Schulen, besonders auch in Ganztagsschulen,
den Sportunterricht möglichst nicht fachfremd zu erteilen,
Förderung der Bewegungserziehung des Sports in Kindergärten und Schulen,
Förderung von Bewegungskindergärten,
Kinderspiele und laute Sportausübung von Kindern zu akzeptieren,
Aufklärung und Sensibilisierung von Eltern, Großeltern über die Bedeutung der Bewegung,
Stärkung der Motivation der Eltern, sich mehr mit ihren Kindern gemeinsam zu bewegen,
eine deutlichere Anerkennung von ehrenamtlichem sozialem Engagement von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund beim Sport,
die Evaluation von vorhandenen positiven Projekten.
Quelle: Pressemeldung des Deutschen Bundestages - 29.06.2006

Stiftung Kinderland Baden-Württemberg



Der Aufsichtsrat der Landesstiftung hat am 20. Juli 2005 beschlossen, die "Stiftung Kinderland Baden-Württemberg" zu gründen. Zweck dieser neuen Stiftung ist der Ausbau von kinder- und familienfreundlichen Strukturen im Land.
Die Förderung junger Menschen - auch außerhalb von Bildungsprojekten - ist eines der zentralen Anliegen der Landesstiftung im Sinne einer nachhaltigen Zukunftssicherung. Der Aufsichtsrat der Landesstiftung hat deshalb in seiner Sitzung am 20. Juli 2005 die Gründung der "Stiftung Kinderland Baden-Württemberg" beschlossen. Es handelt sich dabei um eine unselbstständige Unterstiftung der Landesstiftung, die mit einem Kapitalstock in Höhe von 50 Mio. Euro ausgestattet wird.
Mit dieser neuen "Stiftung Kinderland Baden-Württemberg" will die Landesstiftung einen weiteren Markstein in ihrer bisherigen Förderpolitik zugunsten von Kindern, Jugendlichen und Familien setzen. Zweck der Stiftung Kinderland ist der Ausbau kinder- und familienfreundlicher Strukturen in Baden-Württemberg. Gemeinnützige Erziehungs- und Bildungsprojekte sollen dazu beitragen, dass Kinder und Familien optimale Lebens- und Entwicklungschancen in Baden-Württemberg vorfinden. Dazu gehören Aktivitäten zur Gesundheits- und Bewegungsförderung ebenso wie Projekte zur Drogenprävention und Integrationsmaßnahmen.

Weitere Informationen und aktuelle Ausschreibungen finden Sie hier: Stiftung Kinderland BW

"Kinderland Baden-Württemberg" - Bilanz und Ausblick



„In allen Ministerien wie auch auf kommunaler Ebene gibt es zahlreiche erfolgreiche Aktivitäten und Initiativen zur Verwirklichung des ganzheitlichen Kinderlandgedankens“, erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger, die Kinderbeauftragte der Landesregierung, Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz sowie Kultusminister Helmut Rau am Dienstag (22. Juli 2008) in Stuttgart. Am Vorabend hatte die Ministerin im Kabinett eine erste Bilanz zum Kinderland Baden-Württemberg gezogen. „Ein kinderfreundliches Land ist ein Mosaik aus vielen Bausteinen und Initiativen, die Familien im Alltag unterstützen. Die Landesregierung fördert und unterstützt diesen Prozess nachhaltig. Ziel ist es, Baden-Württemberg zu einem Kinderland zu machen, in dem sich Familien und Kinder wohl fühlen und das jedem Kind die Chance bietet, mit einer guten vorschulischen und schulischen Bildung sowie beruflichen Ausbildung in einer sich wandelnden Gesellschaft seinen Platz zu finden“, betonten Oettinger und Stolz. Eine wesentliche Rolle für eine kinder- und familienfreundliche Entwicklung Baden-Württembergs spielten dabei aber auch die Kommunen, Kirchen, Verbände, Vereine und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger.
Eckpunkte der Betriebskostenförderung
Der Ministerrat hatte in seiner Sitzung zugleich die Eckpunkte für eine Neuregelung der Betriebskostenförderung für den Kleinkindbereich beschlossen. Damit habe die Landesregierung den letzten zentralen Baustein zum Betreuungsausbau für Kinder unter drei Jahren gesetzt und die Voraussetzungen für eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Chancengleichheit wesentlich verbessert, erläuterten Oettinger und Stolz. Land und Kommunen müssten weiter an einem Strang ziehen und den Ausbau der Kinderbetreuung voranbringen. Es komme aber auch auf die Betriebe und Unternehmen an, für ihre Beschäftigten neue Plätze in Kindertageseinrichtungen zu schaffen. „Das nutzt nicht nur den Familien, sondern auch den Betrieben, denn in Zeiten mangelnder Fachkräfte wird es immer wichtiger, qualifizierte Mitarbeiter stärker an das Unternehmen zu binden“, hob der Ministerpräsident hervor.
Bis Ende 2013 zusätzlich 60.000 Betreuungsplätze
Im Dezember letzten Jahres hätten Land und Kommunen den Grundstein für die Finanzierung zum Ausbau der Kleinkindbetreuung gelegt. Bis Ende 2013 solle entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarung für rund ein Drittel aller Kleinkinder ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Dazu seien bis Ende 2013 zusätzlich rund 60.000 Plätze zu schaffen, erklärten Oettinger und Stolz. „Um dieses Ziel zu erreichen, wird Baden-Württemberg seine Landesförderung deutlich erhöhen. Ab 2009 sind Landesmittel in Höhe von 50 Millionen Euro vorgesehen, die bis 2014 kontinuierlich auf 165 Millionen Euro jährlich anwachsen. Dies entspricht einem Drittel der Bruttobetriebskosten abzüglich Elternbeiträge, Trägeranteil und Bundesbeteiligung“, erläuterte die Arbeits- und Sozialministerin. Ab 2014 stünden in Baden-Württemberg jährlich 264 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln für die Betreuung von Kindern bis drei Jahren zur Verfügung.
Fördergrundsatz: Geld folgt den Kindern
Das Ministerium für Arbeit und Soziales werde nun gemeinsam mit dem Kultus- und Finanzministerium einen Gesetzesentwurf anfertigen, der die rechtliche Grundlage für die Verteilung der Mittel auf die Gemeinden im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs schafft. „Die Verteilung der Mittel erfolgt nach dem Grundsatz: das Geld folgt den Kindern. Die Mittel fließen künftig nicht an die Wohnsitz-, sondern an die Standortgemeinde der Einrichtung, also dorthin, wo die Kinder tatsächlich betreut werden. Dabei sollen die Kommunen grundsätzlich die Landesmittel durch eigene kommunale Mittel ergänzen“, sagte Monika Stolz. Darüber hinaus werde die Finanzierung von Einrichtungen mit gemeindeübergreifendem Einzugsgebiet neu geregelt. „Der Rechtsanspruch freier Träger auf Förderung richtet sich ausschließlich gegen die Standortgemeinde. Die Gemeinde, in der das Kind betreut wird, erhält einen Ausgleichsanspruch gegenüber den Wohnsitzgemeinden der Kinder, ohne dass diese auf freie Plätze in ihrer Gemeinde verweisen kann. Das ist ein großer Fortschritt für gemeindeübergreifende Einrichtungen, wie beispielsweise Betriebskindergärten“, erläuterten der Ministerpräsident und die Ministerin. In die neue Finanzierungsregelung solle auch die bisherige Beteiligung des Landes an den Betriebskosten der Kindergärten einbezogen werden.
Elternbildungsgutscheine ab 1. September
Mit zahlreichen Projekten leiste das Land daneben kontinuierlich seinen Beitrag, um die Familien im Land weiter zu unterstützen. Im Zuge der Neustrukturierung des Landeserziehungsgeldes werde mit dem Programm STÄRKE die Elternkompetenz gefördert, bei dem alle Eltern ab 1. September zur Geburt ihres Kindes einen Bildungsgutschein erhalten, erläuterten Oettinger und Stolz. „Wir wollen Eltern in einer frühen Phase stärken und unterstützen. Mit dem Gutschein im Wert von 40 Euro soll ein Beitrag zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern geleistet werden. Außerdem gibt es Angebote für Familien in besonderen Belastungssituationen. Denn starke Kinder brauchen starke Eltern“, bekräftigten Oettinger und Stolz. Für das Programm STÄRKE stellt das Land ab 2009 jährlich vier Millionen Euro zur Verfügung, in diesem Jahr sind es 1,5 Millionen Euro.
Flächendeckende Sprachstandsdiagnosen
Damit alle Kinder gute Startchancen für ihre Schullaufbahn haben, sei eine neue Form der Einschulungsuntersuchung mit Sprachstandsdiagnosen konzipiert und modellhaft erprobt worden, die ab dem vierten Quartal 2008 landesweit umgesetzt werde, erläuterte die Arbeits- und Sozialministerin. Der tatsächliche Sprachförderbedarf eines Kindes werde in zwei Schritten festgestellt. Zunächst werde im Rahmen der neu konzipierten Einschulungsuntersuchung (24 bis 15 Monate vor Einschulung) eine gesundheitliche Untersuchung durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst der Gesundheitsämter durchgeführt, zu der auch ein Screening des sprachlichen Entwicklungsstandes gehöre. Ergeben sich hierbei sprachliche Auffälligkeiten, komme in einem zweiten Schritt eine verbindliche Sprachstandsdiagnose zum Einsatz. Dazu werde das so genannte Verfahren SETK 3 bis 5 (Sprach-Entwicklungs-Test für drei- bis fünfjährige Kinder) eingesetzt, das von dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes durchgeführt werde, erklärte Kultusminister Rau. Das gesamte Untersuchungsverfahren werde nun gesetzlich festgeschrieben. Zudem sehe die Qualitätsoffensive Bildung für die Jahre von 2009 bis 2012 einen Betrag von über 10,6 Millionen Euro für die verbindliche Sprachstandsdiagnose, die Fortbildung der Erzieherinnen und Infomaterialen vor sowie für die zusätzliche Arbeitszeit der Erzieherinnen und der Ärzte. Außerdem werde die Landesregierung bei der Landesstiftung die flächendeckende Ausweitung des erfolgreichen Programms „Sag mal was“ beantragen, sagten Oettinger und Rau. So könne dem Förderbedarf, der sich aus der Sprachstandsdiagnose ergebe, mit einem bewährten Programm entsprochen werden.
Fortschreibung des Kinderschutzkonzepts
Der Sozialministerin zufolge solle zudem das zum Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung erstellte umfassende Kinderschutzkonzept kontinuierlich fortgeschrieben werden. „Der Schutz unserer Kinder ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Hier müssen wir uns alle noch stärker einbringen“, betonte Monika Stolz. So hätten die Gesundheitsminister aller Länder in ihrer Sitzung Anfang des Monats weitere Richtung weisende Entscheidungen getroffen. „Damit Ärzte in Zukunft beim Verdacht auf Kindesmisshandlungen die Jugendämter informieren können, ohne dass sie in Gefahr geraten, gegen die ärztliche Schweigepflicht zu verstoßen, wurde der Bund aufgefordert, die bestehenden Rechtsgrundlagen zu ändern.“
Kinderlandkonferenz im November
Der Ministerpräsident kündigte an, dass das Land im November eine Kinderlandkonferenz plane. In Podiumsdiskussionen und einem Markt der Möglichkeiten sollen alle Akteure im Kinderland ihre Aktivitäten zeigen, sich austauschen und Anregungen für neue Initiativen und Aktivitäten sammeln. „Ein Kinderland braucht gute Ideen, Initiativen und Angebote. Es braucht aber vor allem Bündnisse, die für und mit den Familien für die Interessen der Kinder eintreten. Alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft müssen täglich weiter daran arbeiten, dass Kinder in einem Umfeld aufwachsen, das auf Familien Rücksicht nimmt“, sagte Oettinger.
Quelle: Pressemitteilung des Staatsministeriums Baden-Württemberg vom 22.08.2008

Erster Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht


Deutschlands Kinder und Jugendliche haben keinen guten Ruf, wenn es um ihre Sportlichkeit geht. Das Urteil "schlapp und unsportlich" klingt noch fast freundlich im Vergleich zu einem Schlagwort wie "fett, faul und fernsehsüchtig". Schlüssige Beweise für diese Behauptungen sind jedoch nicht leicht zu finden. Denn es gibt zwar viele einzelne wissenschaftliche Untersuchungen zu Fragen der sportlichen Betätigung von Kindern und Jugendlichen, aber keine umfassende Dokumentation des heute vorhandenen Wissens dazu.
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat daher im Herbst 2001 den "Ersten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht" in Auftrag gegeben, den sie jetzt der Öffentlichkeit vorstellte. Der Bericht ist insofern eine Premiere, als er über die bisher vorliegenden kleinteiligen Einzelstudien hinaus erstmals eine Gesamtschau des Kinder- und Jugendsports in allen seinen Facetten bietet. Er fasst auf rund 450 Seiten das gegenwärtig bekannte Wissen zur Sport- und Bewegungswelt von Kindern und Jugendlichen zusammen und zeigt Forschungslücken sowie Handlungsmöglichkeiten für Politik, Verbände, Vereine, Lehrer und Eltern auf.
29 Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen behandeln in 20 Kapiteln eine Vielzahl von Themen, die auch über den Sport im engeren Sinne hinausgehen. Es geht um Gesundheit, körperliche und geistige Entwicklung, gesellschaftliche Einbindung des Kinder- und Jugendsports sowie um Leistungs- und Spitzensport bei Kindern und Jugendlichen.
Berthold Beitz, der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, überreichte die Studie im Rahmen einer Pressekonferenz an den für Sport zuständigen Bundesinnenminister Otto Schily, Nordrhein-Westfalens Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport, Michael Vesper, und an den Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen. Mit dem Bericht, so Beitz, werde der Kinder- und Jugendsport neu ins Blickfeld gerückt. "Ich wünsche mir, dass die Arbeit der Wissenschaftler praktische Früchte tragen wird, damit Fehlentwicklungen in Zukunft vorgebeugt werden kann."
"Der Bericht leistet eine differenzierte Analyse der Situation des Kinder- und Jugendsports in Deutschland und bietet Vorschläge für dessen Verbesserung und Weiterentwicklung", so Bundesinnenminister Otto Schily während der Präsentation. "Ich bin den Initiatoren - allen voran dem Auftraggeber, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung – für die Erstellung des ´Ersten Kinder- und Jugendsportberichts` sehr dankbar. Damit liegt erstmals eine Dokumentation vor, die die Bedeutung des Sports für die körperliche und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in seiner gesamten Vielfalt darstellt und auswertet."
Landessportminister Michael Vesper versicherte: "Die Politik wird die Ergebnisse der Studie ernst nehmen und bei ihren künftigen Initiativen auch berücksichtigen. Ich wünsche mir, dass der Bericht mit derselben Ernsthaftigkeit in der Öffentlichkeit diskutiert wird, wie es bei der PISA-Studie geschehen ist."
Der Sport, sagte DSB-Präsident Manfred von Richthofen, sei ein Erlebnisfeld für Kinder und Jugendliche, das durch nichts zu ersetzen sei. Also müssten auch seine Rahmenbedingungen höchsten Ansprüchen genügen und optimale Voraussetzungen für zeitgemäße und zukunftsweisende Jugendarbeit schaffen. Eine Forderung, die auch die Deutsche Sportjugend mit Nachdruck unterstreicht.
Die drei Herausgeber des Berichts, die Professoren Dr. Werner Schmidt (Universität Duisburg-Essen), Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider (Universität Paderborn) und Dr. Ilse Hartmann-Tews (Deutsche Sporthochschule Köln), widerlegten bei ihrer Präsentation der zentralen Studienergebnisse einige weit verbreitete Vorurteile, so auch das Schlagwort von den "fetten, faulen und fernsehsüchtigen" Heranwachsenden. Rund 80 Prozent aller Kinder und Jugendlichen treiben Sport, so die Wissenschaftler, und für die allermeisten ist es die wichtigste Freizeitbeschäftigung.
Unangefochtene Nr. 1 unter den Jugendorganisationen ist der Sportverein. Gleichzeitig ist ein deutlicher Rückgang in der körperlichen und motorischen Leistungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen gegenüber Gleichaltrigen vor 30 Jahren nachweisbar. Wichtig ist daher, dass die Sportvereine ihre Möglichkeiten besser nutzen, durch gut ausgebildete Übungsleiter und Trainer dieser Entwicklung gegenzusteuern. Aber auch die Politik ist auf allen Ebenen gefordert, kinderfreundlichere Städte zu schaffen und dem Sport auch im Schulunterricht wieder eine höhere Priorität einzuräumen.
Wie Sport die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördert, kann die Wissenschaft allerdings zur Zeit nicht eindeutig sagen. Die vorliegenden Ergebnisse zu dieser Frage sind in vielen Bereichen als ambivalent einzustufen. Unbestreitbar wichtig sind aber das Lebensalter und die Intensität, mit der eine Sportart betrieben wird. Die Unsicherheiten auf Seiten der Wissenschaft haben dazu geführt, dass es weder verbindliche Standards in der Bewegungserziehung noch gesicherte Konzepte für gesundheitsorientierten Sport im Verein und in der Schule gibt. Hier gebe es noch viel zu tun, betonen die Herausgeber des Berichts.
In vielen öffentlichen Diskussionen wird auf die Fähigkeit des Sports hingewiesen, Kinder aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und kulturellen Traditionen zu integrieren. Der Bericht setzt hier Fragezeichen. Im deutschen Kinder- und Jugendsport gibt es ein starkes soziales Gefälle und deutliche geschlechtsbezogene Unterschiede: Jungen treiben mehr Sport als Mädchen, Gymnasiasten mehr als Hauptschüler und deutsche Kinder mehr als Migrantenkinder. Es hat zwar zahlreiche Initiativen und Projekte gegeben, dies zu ändern. Die Möglichkeiten, die der Sport bietet, werden aber bei weitem nicht ausgeschöpft.
Aus den Ergebnissen des Ersten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts, so die Herausgeber, ergebe sich die wesentliche Forderung nach noch besser ausgebildeten Übungsleitern, Trainern, Erzieherinnen und Lehrern für alle Schulformen. Die Ausbildung müsse stärker als bisher die sportliche Früherziehung, die Arbeit mit gesellschaftlichen Randgruppen sowie gesundheitsorientierte Bewegungs- und Sportpädagogik berücksichtigen. Die Politik sei gefordert, die Interessen von Kindern und Jugendlichen in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Die Erschließung wohnnaher Spiel- und Bewegungsräume stärke die Vorbeugung von Bewegungsmangel und Koordinationsschwächen und leiste einen unverzichtbaren Beitrag für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Quelle: dsj

Die Deutsche Sportjugend hat ein Positionspapier zum Ersten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht erstellt. Hier können Sie die Stellungnahme einsehen: Positionspapier der dsj

BWSJ unterstützt die Arbeit der Aktion Jugendschutz (AJS)



Die Aktion Jugendschutz (ajs) wurde 1956 als Verein gegründet und ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Spitzenverbänden Baden-Württembergs. Die Aktion Jugendschutz setzt sich für die Stärkung, den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein.

Ziel der Aktion Jugendschutz ist es, den erzieherischen, gesetzlichen und strukturellen Kinder- und Jugendschutz im Land Baden-Württemberg zu fördern. Schwerpunktmäßig engagiert sich die Aktion Jugendschutz in den Fachgebieten Suchtprävention, Jugendmedienschutz und Medienpädagogik, Sexualerziehung, Gewaltprävention, Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Rechte von Kindern und Jugendlichen.

Dabei orientiert sich die ajs am Leitgedanken des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu erhalten oder zu schaffen.

Hier können Sie Arbeitshilfen und Publikationen der AJS-Baden-Württemberg zu folgenden Themen bestellen: Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg

Demographischer Wandel

Auswertung des Abschlussberichts der Enquetekommission "Demographischer Wandel" im Landeskuratorium außerschulische Jugendarbeit:

Im Landeskuratorium außerschulische Jugendbildung arbeitet die stellvertretende Vorsitzende der Baden-Württembergischen Sportjugend Magdalena Heer (Foto) daran mit, den Bericht der Enquete-Kommission Demographischer Wandel (s.o.) auszuwerten. Die Aufgabe des Landeskuratoriums ist es, die Landesregierung in Fragen der außerschulischen Jugendbildung zu beraten. Es fördert die Entwicklung durch Vorschläge, Empfehlungen und Gutachten auf diesem Gebiet und trägt zur Koordinierung und Kooperation der außerschulischen Jugendbildung bei. Das Landeskuratorium wird gehört zu Fragen der Anerkennung von Trägern sowie zu grundsätzlichen Fragen der Förderung.
Weitere Informationen zur Auswertung können Sie demnächst an dieser Stelle finden.


Der demographische Wandel in Deutschland – ein Überblick

Der demographische Wandel ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft unseres Landes. Als Herausforderung erweist sich dabei weniger der langfristige Bevölkerungsrückgang in Deutschland - nach den neusten Bevölkerungsvorausberechnungen von derzeit 82 Mio. auf 75 Mio. Menschen im Jahre 2050 -, sondern vielmehr die zunehmende Alterung der Bevölkerung, die unsere sozialen Sicherungssysteme in Schwierigkeiten bringt und nach langfristigen Anpassungsstrategien verlangt. Altern der Bevölkerung bedeutet, dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung immer mehr in Richtung älterer Menschen verschiebt. Entscheidend ist also nicht eine wachsende Zahl älterer Menschen, sondern der wachsende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung.

Weitere Informationen finden Sie hier: Demographischer Wandel in Deutschland



Sport und demografischer Wandel - DOSB liefert Daten und Hintergründe:

Der demografische Wandel ist im vollen Gange, und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat spezielle Vorkehrungen getroffen, um die Sportvereine und Verbände darauf bestens einzustellen. Um nicht nur die Risiken, sondern vor allem die Chancen einer zeitgemäßen Umstrukturierung aufzuzeigen, wurden nun im Internet über 90 verschiedene Seiten zum demografischen Wandel eingestellt. Dort sind ausführlich weitergehende Zahlen und Fakten zur regionalen und bundesweiten Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Sport dargestellt. Kernaussage der neuen Internetseiten ist, dass die Auseinandersetzung mit dem demo-graphischen Wandel jetzt erfolgen muss, wenn man agieren und nicht nur reagieren will. Deutlich wird auch, dass die Sportvereine für die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels ideale Voraussetzungen bieten.
Insbesondere die Prognosen der zukünftigen Mitgliederentwicklung und die erfolgreichen Initiativen der Mitgliedsverbände nehmen auf der neuen Internet-Plattform einen großen Raum ein. Aufgezeigt werden positive Beispiele zur Organisationsentwicklung von Fachverbänden, von Zukunftsworkshops für Turngaue und zu Kongressen der Landessportbünde mit innovativen Ansätzen der Sportentwicklung. In verschiedenen Sportfeldern wie Kinder- und Jugendsport, Gesundheit oder Integration sind Praxisbeispiele von Vereinen und Verbänden eingestellt, die den demografischen Wandel in ihrem Bereich erfolgreich bewältigt haben. Hier sind auch ganz praktische Konzepte zur Gewinnung von mehr älteren Menschen für die Vereine, zur Integration neuer Zielgruppen, zur Ausweitung eines Bedürfnis orientierten Gesundheitssportangebots und zu Kooperationen des Sports mit Schulen und Kindergärten zu finden. Hinzu kommt eine Servicerubrik, von der Interessierte Beschlüsse und Hintergrundinformationen herunterladen können. Überdies liefert ein Glossar Erklärungen für die wichtigsten Fachbegriffe zum demografischen Wandel und verweist auf weiterführende Links und Adressen. Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Sport hat der DOSB als ein wichtiges Schwerpunktthema im Rahmen der Sportentwicklung schon seit einiger Zeit auf seiner Agenda. So wurde im vergangenen Jahr der Projektbericht „Demografische Entwicklung in Deutschland: Herausforderung für die Sportentwicklung“ herausgegeben. Die Schrift gibt Impulse sowohl für die Diskussion innerhalb der Sportorganisation als auch nach außen für den Disput mit Partnern aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Der Projektbericht liegt mittlerweile in der 2. Auflage vor.
Quelle: DOSB-Presse Nr. 25 vom 16.06.2008

Das Portal zum demographischen Wandel finden Sie hier: Sport und demographischer Wandel




Jugendschutzgesetz

Gesetzlicher Kinder- und Jugendschutz
Zur Kontrolle all jener, die die Interessen junger Menschen den Gesetzen des Marktes unterordnen oder die Kinder und Jugendliche in ihrer körperlichen, psychischen und geistigen Entwicklung gefährden und schädigen, existieren sinnvolle Gesetze. Jugendschutz engagiert sich mit Nachdruck für die Einhaltung bestehender Gesetze und setzt sich dort, wo es notwendig ist, auch für Gesetzesüberarbeitungen und -ergänzungen ein. Der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz richtet sich primär an Erwachsene, Gewerbetreibende und an Institutionen.

Hier eine kleine Übersicht der aktuellen Regelungen (Stand Herbst 2004):



Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendschutz finden Sie bei unserem Partner Aktion Jugendschutz (AJS).

Einen Jugendschutzflyer finden Sie hier.

Mehr zum Jugendschutzgesetz finden Sie hier.

CD zum Thema „Trink- und Konsumverhalten junger Erwachsener“

Das Innenministerium hat eine neue CD zum Thema „Trink- und Konsumverhalten junger Erwachsener“ herausgegeben. Die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, Eltern, Lehrer und Veranstalter. Die CD enthält unterrichtsbegleitende Powerpoint-Präsentationen und umfangreiche Hintergrundinformationen.

Die CD ist gegen eine Schutzgebühr von 2,-- Euro erhältlich.

Für Fragen und Bestellungen wenden Sie sich bitte an:

Barbara Cerfontaine
Koordinierungs- und Entwicklungsstelle Verkehrsprävention Baden-Württemberg (KEV-BW)
beim Regierungspräsidium Tübingen - Landespolizeidirektion
Konrad-Adenauer-Straße 30
72072 Tübingen
Tel.: 07071/972-3092
Fax: 07071/972-3099
E-Mail: barbara.cerfontaine@kev-bw.de

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: Gib-acht-im-Verkehr und www.kev-bw.de

Änderungen des Jugendschutzgesetzes zum 01.09.2007



Zum 1. September 2007 sind Änderungen im Jugendschutzgesetz in Kraft getreten. Eine wichtige Neuerung: Tabakwaren dürfen nicht mehr an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Die Altersgrenze wird damit um 2 Jahre angehoben.

Wesentliche Neuerungen des Jugendschutzgesetzes zum 1. September 2007 sind:
§ 10 des Jugendschutzgesetzes wird geändert. Das Abgabealter für Tabakwaren und das Rauchverbotsalter werden heraufgesetzt: von 16 auf 18 Jahre. Dann dürfen in Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit Tabakwaren an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.
Eine Übergangsfrist für Zigarettenautomaten ist bis 31.12.2008 vorgesehen. Dann müssen sie technisch so umgerüstet sein, dass Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren die Entnahme von Zigaretten nicht möglich ist.
Quelle: Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de

Portal "Jugendnetz Baden-Württemberg"


Das Jugendnetz ist eine Gemeinschaftsaktion der großen landesweiten Organisationen der Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Alle Inhalte des Jugendnetzes orientieren sich deshalb an Angeboten, Leistungen und Möglichkeiten von Vereinen, Treffs und anderen Trägern der Jugendarbeit. Interessierte Jugendlichen werden so auf einer Seite mit Informationen aus allen Lebensbereichen diesen Alters versorgt.

Schauen Sie doch einfach mal vorbei, es lohnt sich: www.jugendnetz.de

Portal "Jugendarbeitsnetz Baden-Württemberg"



Das Jugendarbeitsnetz ist eine Informationsplattform für alle, die in der Jugendarbeit tätig sind. Hier werden die wichtigsten und aktuellsten Informationen zusammengetragen, die für eine erfolgreiche Jugendarbeit notwendig sind. Des Weiteren finden Sie hier Arbeitshilfen, eine Referentendatenbank und Adressen von Unterkünften.

Schauen Sie doch einfach mal vorbei, es lohnt sich: www.jugendarbeitsnetz.de

Portal "Menschenrechte - Deine Rechte: Vielfalt tut gut"



Das Portal "Menschenrechte - Deine Rechte: Vielfalt tut gut" ist ein Projekt der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Hier finden Sie Informationen, Hintergründe und Projekte zum Thema Menschenrechte.
Das Portal wird gefördert im Rahmen und des Programms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Projekts "KompetenzDialog" des Europäischen Sozialfonds.

Weitere Informationen finden Sie unter www.menschenrechte.jugendnetz.de

"BASTA" - neues Portal zur Gewaltprävention



"basta" ist eine Kommunikations- und Beratungsplattform im Internet, in der sich Jugendliche über Fragen und Probleme zum Thema Gewalt austauschen können.
Hier geht es um Gewalt, Rechtsextremismus und Vorurteile. Die Seite bietet viele Infos, aber auch Ratgeber für Opfer und Zeugen und für alle, die aussteigen und das Kapitel Gewalt für sich abschließen wollen. Dabei geht es ganz praktisch zu. Zum Beispiel gibt "basta" Tipps, was du tun kannst, wenn du Zeuge einer Schlägerei wirst, oder was es mit "Zivilcourage" auf sich hat.
In einem Quiz kannst du deinem Ego auf den Zahn fühlen, und es gibt ein Selbstlernprogramm für Streitschlichter.
Die Plattform ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e. V. und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Demokratie und Toleranz –gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" gefördert.
Quelle: Jugendnetz
Weitere Informationen finden Sie unter: www.basta-net.de

Mitmischen.de: Das Jugendportal des Deutschen Bundestages



Mit Abgeordneten und Jugendlichen diskutieren, sich informieren, selbst aktiv werden – mitmischen in der Welt der Politik im Jugendportal des Bundestages. Auf Mitmischen.de erfahren Jugendliche viel über Geschichte, Organisation und Arbeitsweise des Parlaments. Doch in erster Linie können und sollen sie die Inhalte mit ihren Fragen, Meinungen und Kontroversen selbst gestalten.
In Foren und Chats können Jugendliche über aktuelle politische Themen diskutieren. Ob "Religion und Glaube", "Sucht und Drogen" oder "Integration", einmal im Monat gibt es einen Live-Chat mit Abgeordneten aller Fraktionen zu einem Schwerpunktthema, das die Jugendlichen zuvor der Redaktion vorgeschlagen haben.
8.500 Jugendliche beteiligen sich inzwischen bei Mitmischen.de, schreiben Kommentare, Foreneinträge und schlagen neue Schwerpunktthemen vor. Über 200 Abgeordnete aus allen Fraktionen sind in der "Fraktion Mitmischen" aktiv. Sie chatten und bloggen, schreiben Kommentare zu den Schwerpunktthemen, veröffentlichen Beiträge im Forum und beantworten regelmäßig Fragen.
Quelle: Jugendnetz BW

Weitere Informationen finden Sie unter www.mitmischen.de

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