![]() | ![]() |
| ||||||
Inhalte dieser Seite:Das FSJ im Sport muss Bildungsjahr bleiben!Im Rahmen der dsj-Vollversammlung am 25./26.10.2008 wurde folgende Resolution verabschiedet: Das FSJ im Sport muss Bildungsjahr bleiben! Die Deutsche Sportjugend (dsj) verantwortet gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen – den Landessportjugenden, den Jugendorganisationen der Spitzenverbände und den Jugendorganisationen der Sportverbände mit besonderen Aufgaben – das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport. Wir benötigen dringend die Unterstützung der Politik, um auch zukünftig die Umsatz-, Körperschafts- und Gewerbesteuerfreiheit des FSJ zu gewährleisten. Das neue Jugendfreiwilligendienstegesetz stuft das traditionelle FSJ als Personalgestellung ein. Deshalb ist eine Umsatzsteuerfreiheit des Freiwilligenjahres seit dem 1. Oktober 2008 nur noch bei Verträgen möglich, die nach einem bestimmten Muster abgeschlossen werden. Dadurch werden die Einsatzstellen mit einer Fülle von Verwaltungsarbeiten belastet, die die spezifische Struktur des Sports mit ihren überwiegend ehrenamtlich geführten Einsatzstellen nicht leisten kann. Wir benötigen dringend die Unterstützung der Politik bei der verwaltungstechnischen Umsetzung, um umgehend eine Umsatz-, Körperschafts- und Gewerbesteuerfreiheit des FSJ zu gewährleisten. Wir sind zudem darauf angewiesen, dass dies auch bei Verträgen für junge Männer, die ein FSJ statt Zivildienst leisten, uneingeschränkt möglich ist. Das FSJ im Sport in allen Formen muss vollständig steuerfrei bleiben. Das FSJ im Sport hat bereits über 10.000 jungen Männern und Frauen die Möglichkeit geboten, ein ganzes Jahr lang in Sportvereinen tätig zu sein und damit prägende Erfahrungen zu sammeln. Die Landessportjugenden schaffen gemeinsam mit mehr als tausend Einsatzstellen die Chance für ein unvergessliches Bildungsjahr, in dem bürgerschaftliches Engagement eingeübt und berufliche Orientierung ermöglicht wird. Das FSJ ist für Absolvent/innen aller Schulformen offen, Jugendliche mit Migrationshintergrund finden ebenso ihren Platz wie junge Männer, die ein FSJ statt Zivildienst leisten. Das stetig wachsende FSJ im Sport ist damit sowohl ein wichtiger gesellschaftspolitischer Beitrag des organisierten Sports als auch ein äußerst bedeutsames Programm zur Personalentwicklung im organisierten Kinder- und Jugendsport. Im Mittelpunkt stehen die jungen Menschen, die sich durch die neuen Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sowie durch die erworbenen Lizenzen und weiteren Bildungsseminare weiterentwickeln und bei ihrem Weg in den Beruf unterstützt werden. Das neue Jugendfreiwilligendienstegesetz beruht auch auf der Annahme, dass das FSJ eine Form der Personalgestellung ist, die der Zeitarbeit ähnelt. Mit der Realität unserer Bildungsarbeit, die keinerlei Gewinnerzielungsabsicht verfolgt, hat diese Einschätzung nichts gemein. Das FSJ ist und bleibt ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das in erster Linie an den Bedürfnissen junger Menschen orientiert ist und von den Landessportjugenden als integraler und nicht mehr wegzudenkender Teil der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt wird. Wir fordern die Politik deswegen eindringlich auf, das Bildungsprojekt FSJ neu wertzuschätzen und unsere Aktivitäten der Kinder- und Jugendhilfe nicht unbegründet unter Kommerzialisierungsverdacht zu stellen. Wir sind auf die Anerkennung des FSJ im Sport als Bildungsjahr und die damit verbundene steuerliche Freistellung angewiesen. Nur mit Hilfe unserer Partner in Bund, Land und Kommune, Politik und Gesellschaft, können wir sicherstellen, dass auch zukünftig junge Menschen die Chance auf ein ganzes Jahr Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung, Berufsorientierung und bürgerschaftliches Engagement erhalten. Freiburg, Oktober 2008 GeburtenrückgangWeitere Informationen |
| |||||||
| ||||||||